Paar-Tipps5 Tipps, wie die die Zärtlichkeit in deine Beziehung zurück kommt

Keine Zärtlichkeiten in der Beziehung? Mit diesen 5 Experten-Tipps kommt sie zurück! Die Berater Eva und Wolfram Zurhorst erklären, wie das funktioniert und was du tun musst.

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Wie können wir in einer langen Beziehung dauerhaft zärtlich miteinander umgehen, oder aber die Zärtlichkeit zurückholen, wenn sie doch schon verschwunden ist? Das bekannte Berater-Ehepaar Eva und Wolfram Zurhorst hat dafür einen 5-Punkte-Plan entwickelt. Wir stellen den Plan vor.

Ein sanftes Streicheln den Rücken entlang oder nur die Finger ineinander gehakt - jedes Kind liebt es, so liebkost zu werden. Babys brauchen Zärtlichkeit, um sich gesund zu entwickeln. Erwachsene, ob Mann oder Frau, alt oder jung sehnen sich danach, weil sie uns so guttut. Und doch hören selbst Paare, die einander aufrichtig lieben, eines Tages damit auf, sich zu berühren. Warum?

Ein fordernder Kuss wirkt abstoßend: "Das, was wir an Zärtlichkeit so lieben, ist das Absichtslose daran. Ich werde gestreichelt, geknuddelt, lehne mich zurück, genieße und muss nicht aufpassen, dass dahinter etwas lauert, mein Partner Erwartungen daran knüpft", erklärt Eva Zurhorst (51).

Sie und ihr Mann Wolfram (46) haben in ihrer Praxis als Paarberater beobachtet, dass es fast immer die Frau ist, die merkt, wenn sich die Zärtlichkeit davonschleicht. "Sie spürt sofort, wenn die Berührung nicht gebend ist, sondern fordernd. Wenn der Mann sie am Hals küsst, nicht weil sie das mag, sondern weil ihm danach ist, mit ihr zu schlafen." Dann macht der Körper zu, verschließt sich.

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Zurückweisung ohne Worte ist besonders schwierig: "Für den Mann ist es schwierig", sagt Wolfram Zurhorst "wenn die Frau sich ohne Worte entzieht oder nur mit einem kurzen "Nee, jetzt nicht". Männer selbst trauen sich wiederum selten zu fragen: "Was genau war daran denn jetzt nicht schön?" So fühlt er sich zurückgewiesen und denkt: "Was ich bisher gemacht habe, war wohl verkehrt, ich bin ihr nicht mehr gut genug." Er taucht frustriert ab, sie versteckt sich, Berührungen bleiben aus.

Viele solcher Paare kommen in die Praxis der Zurhorsts, sind deprimiert und denken: Wenn die Zärtlichkeit nicht mehr stattfindet, ist die Beziehung im Eimer. Doch die Berater beruhigen: "Im Gegenteil, Sie sind an einem wertvollen Punkt angekommen, weil Sie mit etwas aufgehört haben, das nicht mehr gestimmt hat. Sie haben jetzt die Chance herauszufinden, wonach sich jeder wirklich sehnt." Wie das geht?

 

Keine Zärtlichkeiten in der Beziehung: Diese Tipps helfen!

Hier kommt der Zurhorst-Plan für alle Paare, die sich auch nach Zärtlichkeit sehnen. Und es vielleicht einmal ausprobieren mögen:

Verabredet euch

Beschließt beide, euch mehr um Zärtlichkeit zu kümmern. Dafür einmal die Woche etwa eine Stunde Zeit nehmen! In dieser Zeit TV, Handy, PC und Telefon ausschalten.

Das Unechte stoppen

Die neue Regel: Wir machen nichts mehr weiter, nur weil wir es all die Jahre gemacht haben. Hören Sie auf, einander zur Begrüßung zu küssen, wenn es sich leer anfühlt, lösen Sie sich aus einer Umarmung, die aus Pflichtgefühl geschieht. Sagen Sie: "Ich mag so nicht mehr von dir geküsst werden, es fühlt sich für mich nicht schön an."

Keine Angst! Da es für beide gilt, tut es nicht so weh, ist sogar spannend: Jetzt erfährst du, was der andere wirklich fühlt. Das Falsche hört auf und macht Platz für echte Nähe.

Langsam auftauen

Macht es euch gemütlich, setzt oder  legt euch nebeneinander, ohne euch zu berühren. Atme bewusst, und spüre deinen ganzen Körper. Wie fühlt sich das an? 

Erotisches Streicheln: Diese Berührungen machen nicht nur Frauen verrückt

"Magst du das?"

Jetzt geht es darum, einander zu berühren, ohne Absicht. So wie die Mutter ihr Kind streichelt, weil sie weiß, dass es ihm so behagt. Fragen Sie: "Magst du das so?" Der andere sagt ehrlich "Ja" oder auch "Das fühlt sich jetzt nicht mehr so gut an".

So offen darüber zu sprechen, hilft dabei, dass die Hemmungen davor immer kleiner werden. Männer finden diese Zartheit erst komisch, werden ungeduldig, wütend, weil es so fremd ist. Aber: völlig normal! Ein Zeichen, dass sie wieder in Verbindung mit ihren Gefühlen kommen. Wenn der Mann sich einlässt, mag er es bald sehr, einfach nur zu genießen, ganz ohne Leistung, dass es mal um ihn geht.

Zeig ihm, wie du es magst

DU bist diejenige, die das Ruder in Sachen Sanftheit in die Hand nimmt. Du berührst ihn jetzt da und auf die Weise, wie du es gern von ihm bei dir hättest. Auch wenn du es vielleicht selbst nicht genau weißt, könnt ihr beide voneinander lernen, während ihr die Übung gemeinsam genießt. Er kann sein neues Wissen über die Wünsche seiner Frau beim nächsten Mal anwenden.

Fünf Minuten in den Tag

Stelle morgens den Wecker fünf Minuten früher und bleibt beianander liegen. Wenn ihr mögt, berühren sich die Füße - spürt euch und erzählt euch, was ihr dabei fühlt. Das bringt ein inniges Gefühl, an das du dich am Tag gern erinnern willst.

Erst wenn ihr wieder wisst, was euch wirklich guttut, du und dein Partner gefühlvoll miteinander umgeht, kann auch die Leidenschaft für beide wieder erfüllend sein - ohne alte Muster, anders, einfach indem sich beide ganz neu entdecken. Das braucht Mut, aber es lohnt sich.

Mehr Tipps gibt es in dem Buch: "Der Beziehungsretter" Hilfestellungen, wie Paare zueinanderfinden (Arkana Verlag, 16,99 Euro).

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