Giftstoffe in Milchalternativen

BfR warnt: Mandeldrinks bergen ernsthaftes Gesundheitsrisiko für Kinder

Das Bundesamt für Risikobewertung warnt Eltern vor Schimmelpilzgiften in Milchalternativen. Insbesondere Mandeldrinks können die Gesundheit von Kindern gefährden!

Verschiedene Pflanzenmilch in Kannen stehen neben verschiedenen Nüssen und Getreide.
BfR warnt vor giftigen Schimmelpilzen in Milchalternativen, vor allem Mandeldrinks sind belastet. Foto: iStock / carlosgaw
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Pflanzendrinks sind eine beliebte Alternative zu Kuhmilch, besonders für Veganer*innen. In einer neuen Untersuchung des Bundesamts für Risikobewertung wurden 162 Soja-, Mandel- und Haferdrinks auf Schimmelpilzgift und Pflanzentoxine getestet. Daraufhin wurde eine Risikobewertung erstellt, die ergab, dass bestimmte Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotixine, besonders für Kinder zwischen einem halben und sechs Jahren gesundheitsschädlich sein können.

Laut BfR: Mandeldrinks enthalten giftigen Schimmelpilz

Bei der Untersuchung kamen Mandeldrinks besonders schlecht weg. In 31 von 39 der Drinks wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen. Langfristig bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass es bei empfindlichen Verbrauchergruppen, zu denen auch Kinder gehören, zu Nieren- und Leberschäden, Leberzirrhosen sowie dem Auftreten von Nieren- und Leberkrebs kommt, so das BfR. Das Risiko dafür wurde als „mittel“ eingestuft.

Ein anderes Schimmelpilzgift, Ochratoxin A, das sich ebenfalls auf Nieren und Leber auswirkt und möglicherweise krebserregend sein könnte, wurde in 33 von 39 Mandeldrinks und 23 von 29 Sojadrinks gefunden. Diese werden jedoch als weniger bedenklich eingestuft.

Giftstoffe in Milchalternativen: Sind auch Haferdrinks betroffen?

Auch in Haferdrinks wurden einige Giftstoffe gefunden, die aber allgemein als weniger gefährlich angesehen werden. So wurde Deoxynivalenol in 67 von 86 der getesteten Haferdrinks entdeckt. Das BfR sieht die gesundheitlich schädigende Wirkung beim Konsum von Haferdrink als unwahrscheinlich an. Allgemein beeinträchtige es bei langfristiger, niedriger Dosierung aber die Entwicklung von Kindern.

In allen Haferdrinks wurden außerdem T-2- und HT-2-Toxin nachgewiesen, deren Verzehr nur mit geringer Wahrscheinlichkeit negative Folgen haben kann, jedoch könnte sich das Risiko in Kombination mit der Aufnahme anderer Haferprodukte erhöhen.

Worin die untersuchten Gifte noch enthalten sind

Bei den Pflanzentoxinen fielen die Befunde weniger besorgniserregend aus. Nur in einem Sojadrink wurden Atropin und Scopolamin gefunden. Diese Stoffe können sich negativ auf Herz und Nervensystem auswirken und müssen daher in Betracht bezogen werden, wenn es um ein gesundheitliches Risiko geht.

Grundsätzlich weist das Bundesinstitut für Risikobewertung darauf hin, dass die Schimmelpilzgifte auch in anderen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreidesorten, Nüssen, Schalenfrüchten, Kakao, Kaffee und Gewürzen zu finden sind. Vermieden wird eine übermäßige Aufnahme laut dem BfR durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Für die Untersuchung bezieht sich das BfR auf Daten zum Konsum von Kuhmilch und auf die Grundlage, dass eine Sorte Pflanzendrink diese ersetzt.

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