Viele Gründe

Blutiger Auswurf: Ursachen für Blut im Husten

Blutiger Auswurf macht erstmal Sorgen. Bei uns erfährst du mehr über die Ursachen von Blut im Husten und, ob du zum Arzt solltest.

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Blutiger Auswurf ist unangenehm, vor allem für dich selbst. Doch die Gründe für blutigen Schleim im Hals ist vielfältig - und nicht immer ist eine Erkrankung der Atemwege die Ursache. Wie sich der Auswurf mit Blut äußert und welche Gründe Bluthusten hat, liest du in diesem Artikel.

Blutiger Auswurf: Wenn Blut im Husten ist

Es gibt gewiss schönere Dinge im Leben und einfachere Erkrankungen, als einen blutigen Auswurf. Dabei handelt es sich meist um das sogenannte Sputum, also die schleimige Substanz, die wir bei manchen Krankheiten aus den Bronchien in den Rachenraum husten. Den eitrig wirkenden Auswurf spucken wir in der Regel aus.

Doch manchmal ändert sich die Farbe im Schleim und er erscheint rötlich, manchmal sogar als brauner Auswurf. Dabei muss nicht das gesamte Sputum blutig sein, manchmal sind auch nur Teile mit Blut versetzt. Doch woher kommt das Blut im Auswurf? Gibt es eine Blutung in der Lunge oder den Bronchien? Die Ursachen für diese Art von Schleim im Rachen sind vielfältig.

Neben dem Sputum gibt es aber auch Erkrankungen, bei denen wir nicht nur blutigen Auswurf haben, sondern einen richtigen Bluthusten, den du auch als Blut im Mund schmecken kannst. Bei kleineren Mengen Blut oder blutigem Auswurf wird beides medizinisch Hämoptyse genannt. Das kennen wir zum Beispiel aus Filmen oder Serien, wenn jemand sehr krank ist und in ein blütenweißes Taschentuch hustet, in welchem Blut ist. Auch hinter dem Bluthusten können verschiedene Ursachen stecken - es ist also wie der blutige Auswurf ein Symptom einer Erkrankung.

Wenn größere Mengen Blut gehustet werden, wird in der Medizin hingegen nicht mehr von Hämoptyse gesprochen, sondern von Hämoptoe.

Grundsätzlich lässt sich jedenfalls sagen, dass es immer angebracht ist, bei Blut im Auswurf oder den Atemwegen wie der Nase die Arztpraxis deines Vertrauens zu kontaktieren. Klar, bei der Nase weißt du manchmal schon Bescheid, woran es hakt wenn es blutet, aber im Zweifel ist der Gang zu deiner Ärzt*in der richtige Weg - um sie gegebenenfalls auch auszuräumen. Daher raten wir dir dringend, bei Bluthusten oder blutigem Schleim im Hals bei deiner Hausarztpraxis anzurufen. Und sei es nur, um dich zu beruhigen.

Blutiger Auswurf und Blut im Husten: Ursachen für die Verfärbung

Doch was ist der Grund dafür, dass wir - unter anderem morgens - Blut im Schleim haben? Welche Ursache hat blutiger Auswurf? Die Antworten auf die Fragen und warum wir manchmal sogar Bluthusten haben, sind vielfältig. Wie gesagt ist es nicht nur auf eine Ursache zurückführbar, wenn das Sputum blutig ist oder wir unter Bluthusten leiden. Es ist lediglich das Symptom einer Erkrankung.

Dennoch machen wir uns Sorgen, wenn das Sekret aus dem Rachen eine Farbe hat, die wir eigentlich nicht kennen. Die Ursachen für blutigen Auswurf und Bluthusten können vielfältig sein. Die drei häufigsten Gründe für Blut im Husten sind eine Bronchitis, Bronchiektasen und Lungenentzündungen, sie machen den Großteil der Ursachen aus:

  • (schwere) Bronchitis: Entzündung der Schleimhaut in den Bronchien durch Infektion mit Viren oder Bakterien

  • Blut aus der Nase: der blutige Schleim entsteht manchmal, wenn Blut aus der Nase nach hinten in den Rachen läuft

  • Lungenentzündung: meist bakterielle Infektion der Lunge

  • Tuberkulose: durch Mykobakterien verursachte Infektionskrankheit

  • Aspergillose: Pilzinfektion der Lunge mit Pilz der Gattung Aspergillus

  • Bronchiektase: dauerhafte Erweiterung der Bronchien in der Lunge

  • Lungenkrebs (Bronchialkarzinom): bösartiger Tumor, der v.a. durch Rauchen entsteht

  • Lungenmetastasen: Ausbreitung einer anderen Krebsart

  • Lungenembolie: verstopftes Blutgefäß in der Lunge oder im Lungenkreislauf

  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

  • Legionellose: Durch Legionellen (Legionella pneumophila) ausgelöste Krankheit

  • Mukoviszidose: Autoimmunerkrankung, auch als zystische Fibrose bekannt

  • weitere Autoimmunerkrankungen wie das sehr seltene Goodpasture-Syndrom

  • Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie): chronisch erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf (z.B. durch Herzklappenfehler)

  • Lungenabszess: Eiteransammlung in der Lunge

  • Lungenriss

  • Granulomatose mit Polyangiitis (GPA; Wegener-Granulomatose): rheumatische Erkrankung mit nekrotisierendem, entzündeten Gewebe

  • Verletzungen der Lunge

  • Verschlucken von Kleinteilen beim Essen oder Spielen: v.a. bei Kindern

  • Fehlbildungen an Gefäßen

  • Einnahme blutverdünnender Medikamente (z.B. ASS (Acetylsalicylsäure)) und dadurch erhöhte Blutungsneigung

  • Gerinnungsstörung

  • Syphilis: bakterielle Geschlechtskrankheit

Da die Bandbreite der Ursachen von blutigem Schleim im Hals also sehr groß ist, solltest du es sicherheitshalber abklären lassen. Bei Herzerkrankungen oder Lungenproblem tritt der blutige Auswurf normalerweise nicht als erstes Symptom auf.

Es muss - wie bereits erwähnt - nicht zwangsläufig eine schlimme Ursache haben und kann einfach vom häufigen Räuspern und Husten kommen, wenn du eine Bronchitis hast - aber sicher ist sicher. Und dann kann dir auch weitergeholfen werden, denn bei blutigem Auswurf und Bluthusten ist die Zeit der Hausmittel definitiv abgelaufen.

Blut im Husten: Diese Symptome sind deutliche Warnzeichen

In den meisten Fällen ist Blut im Husten zum Glück keine schwerwiegende Erkrankung, dennoch ist die Möglichkeit durchaus gegeben. Daher solltest du immer zur Ärzt*in gehen, wenn du Blut im Auswurf hast.

Dennoch gibt es einige Warnzeichen, bei denen du schnell in Behandlung - am besten direkt im Krankenhaus - solltest. Einige Symptome können nämlich darauf hindeuten, dass es sich um einen akuten Notfall handelt. Dazu gehören unter anderem:

  • starkes Aushusten von Blut

  • dadurch bedingt Schwindel beim Aufstehen, Durst, Schwitzen, Schwächegefühl, Herzrasen

  • anhaltende Müdigkeit

  • anhaltende Schwäche

  • Kurzatmigkeit

Blutiger Auswurf: Wie nicht behandelt werden sollte

Da die Ursachen so vielfältig sind, ist eine Beschreibung aller Behandlungsmöglichkeiten zu weit gefasst. Zumindest gut ist es, wenn du den Schleim immer aushustest und dich davon befreist.

Daher ist es besonders wichtig, dass du keine hustenstillenden Medikamente (Antitussiva) einnimmst, da dies das wichtige Abhusten in diesem Fall ja verhindern würde. Außerdem sind - wie schon erwähnt - Hausmittel nicht das erste Mittel der Wahl.

Du solltest den blutigen Husten immer mit deiner Hausärzt*in abklären oder bei weiteren Warnzeichen direkt in die Notaufnahme. Dort können die Symptome deiner Erkrankung behandelt werden, der Auswurf verschwindet und du wirst hoffentlich schnell wieder gesund.

Artikelbild und Social Media: Pheelings Media/iStock (Themenbild)