Gesundheit Borreliose: Symptome, Behandlung und wie du dich schützen kannst

Borreliose, ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Wir klären auf: Symptome, Behandlungsweisen und wie du dich schützen kannst. 

Inhalt
  1. Vorsicht: Zecken! 
  2. Was passiert bei Borreliose?
  3. Wie äußert sich die Krankheit?
  4. Welche Diagnose-Möglichkeiten gibt es?
  5. Welche Therapien gibt es?
  6. Was hilft, wenn die Infektion länger her ist?
  7. Solltest du bei jedem Zeckenbiss zum Arzt?
  8. So schützt du dich 

Gerne genießt du bei einem ausgiebigen Spaziergang die Natur: Über eine Wiese laufen, sich in den Schatten eines Baums setzen, vielleicht ein Picknick. Aber Vorsicht! Jetzt sind auch achtbeinige Spinnentierchen, die nur 3,5 Millimeter groß werden, wieder aktiv: die Zecken.

 

Vorsicht: Zecken! 

Sie kriechen auf Halme, Stängel und Sträucher, sitzen im Gras auf Wiesen und Rasenflächen, in Beeten, in Parks, im Wald, auch in Vorgärten. Bei Berührung wechseln sie auf die Kleidung oder die Haut. Dann suchen sie sich eine weiche Hautstelle, oft in der Kniekehle, aber auch unter den Achseln oder am Haaransatz, um Blut zu saugen.

Wir bemerken es meistens gar nicht, denn Zecken, sondern beim Stechen ein Betäubungsmittel ab, sodass wir keinen Schmerz verspüren. Zusammen mit dem Betäubungsmittel können sie gleichzeitig Erreger von 50 Infektionskrankheiten übertragen. Die allermeisten sind zum Glück äußerst selten. Aber eine Krankheit wird öfter von Zecken übertragen: Borreliose. Etwa 800.000 Menschen infizieren sich jährlich in Deutschland mit Borreliose.

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Was passiert bei Borreliose?

Wenn Zecken mit Borreliose-Bakterien (auch Borrelien genannt) infiziert sind, können sie diese über ihr Saugrohr an den Menschen weitergeben. Die Borrelien greifen dann die Schwachstellen des Körpers an. Sie sind sogenannte Co-Erreger, die sich mit anderen Erregern zusammenschließen und vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem Erkrankungen auslösen.

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Wie äußert sich die Krankheit?

Das einzige typische Symptom ist die sogenannte Wanderröte. Direkt nach einem Zeckenbiss kann sich an der Bissstelle eine ringförmige Röte ausbreiten, deren Durchmesser sich vergrößert. Sie kann auch erst nach Tagen oder Wochen auftreten. Aber: Nur eine Minderheit der Betroffenen weist diese Wanderröte auf. Später zeigen sich unspezifische Symptome, wie Glieder- oder Kopfschmerzen, die aber auch bei vielen anderen Infektionen auftreten - und das macht die Diagnose so schwierig.

 

Welche Diagnose-Möglichkeiten gibt es?

Borreliose-Erreger lassen sich nur indirekt aufspüren: Bluttests etwa finden nicht die Erreger selbst, sondern die von ihnen ausgelösten Antikörper. Sie geben allerdings erst nach drei bis acht Wochen Auskunft über eine mögliche Infektion. Neu ist der kostenpflichtige Bluttest "SpiroFind", der nach jedem Zeckenstich zweifelsfrei binnen acht Tagen abklärt, ob eine Infektion stattgefunden hat.

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Welche Therapien gibt es?

Wenn du sicher bist, dass du dich mit Borrelien infiziert hast, sind starke Antibiotika als regelmäßige Infusionen nötig, meist in einer Klinik. Weniger schwächend und daher auch geeignet, wenn Borreliose als Infektionsgrund nicht gesichert ist, ist eine Therapie mit homöopathischen Mitteln: Heilsubstanzen wie Algen, Mineralien und Pflanzenextrakte sollen das Gift ausleiten und die geschädigten Organe stärken. Neurotherapeutische Massagen und pflanzliche Heilmittel fördern zudem natürliche Selbstheilungskräfte.

 

Was hilft, wenn die Infektion länger her ist?

Symptome wie Kribbeln und Nervenschmerzen, wie sie etwa bei Rheuma vorkommen, können auch auf Borreliose hindeuten. Da ist ein Test sinnvoll. Auch wenn du andauernde und vor allem wechselnde Beschwerden hast, beispielsweise Fieber und Schlafstörungen, lasse einen Bluttest machen.

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Solltest du bei jedem Zeckenbiss zum Arzt?

Borrelien werden erst 10 bis 24 Stunden nach dem Biss übertragen. Eine Infektion kann also durch schnelles Entfernen der Zecke vermieden werden. Wenn Sie zudem eine gute Immunabwehr haben, bricht Borreliose selten aus, da der Körper die Erreger kontrollieren kann.

 

So schützt du dich 

Zecken lauern im Gras auf ein passendes Opfer: gib ihnen keine Angriffsmöglichkeit. Sie sind extrem lichtscheu und verstecken sich gern an Stellen, die der Mensch nur schlecht einsieht. Besprühe vor einem Waldspaziergang deine Kleidung mit Anti-Insekten-Spray, das bis zu acht Stunden Zeckenschutz bietet. Wirksame Sprays bekommst du aus der Apotheke.

Schnell raus damit: Behandle eine festgebissene Zecke nicht mit Nagellackentferner, Alkohol, Klebstoffen oder Lack, denn sie würde im Todeskampf weitere Erreger in die Wunde geben. Am besten erfasst man Zecken mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte (Apotheke) am Vorderende und zieht sie heraus. Vermeide das Quetschen des Zeckenkörpers.

Stelle beobachten: Beobachte in den folgenden Wochen aufmerksam die Haut rund um den Zeckenbiss. Achte auf Entzündungszeichen oder Rötungen

 

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