Hoher Besuch

Buckelwal Timmy: Letzte Rettung? Jetzt schaltet sich Frank-Walter Steinmeier ein!

Das Schicksal von Buckelwal „Timmy“ bewegt ganz Deutschland – jetzt wird sogar das höchste Staatsamt aufmerksam. Doch was kann der Besuch wirklich noch bewirken?

Frank-Walter Steinmeier in Stralsund.
Frank-Walter Steinmeier spricht an der Ostsee mit Anwohnern und Experten. Foto: IMAGO / Frank Ossenbrink
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Im Fall des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ rückt nun auch die Bundespolitik in den Fokus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich persönlich ein Bild von der Lage machen. Anlass ist ein geplanter Besuch im Ozeaneum in Stralsund, bei dem er mit Fachleuten über das Schicksal des Tieres sprechen möchte.

Der Termin selbst ist nicht neu angesetzt worden, sondern war bereits länger vorgesehen. Dennoch bekommt er durch die aktuelle Situation rund um „Timmy“ zusätzliche Brisanz. Steinmeier nutzt regelmäßig solche Aufenthalte außerhalb Berlins, um mit Bürgern und Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen. In dieser Woche hat er seinen Amtssitz für mehrere Tage nach Stralsund verlegt.

Gespräch über „Timmy“ im Ozeaneum

Ein zentraler Programmpunkt ist der Besuch im Ozeaneum Stralsund. Dort will sich der Bundespräsident über den aktuellen Stand der Lage informieren. Experten der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, zu der das Ozeaneum gehört, haben sich intensiv mit dem Zustand des Wals beschäftigt und auch ein entsprechendes Gutachten erstellt.

Im Anschluss an den Rundgang ist zudem eine Ehrung engagierter Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern geplant. Doch angesichts der dramatischen Situation dürfte das Gespräch über „Timmy“ klar im Mittelpunkt stehen.

Experten sehen keine Rettungschance mehr

So groß die öffentliche Anteilnahme auch ist – die Einschätzung der Fachleute bleibt eindeutig. Der Wal befindet sich laut Experten in einem äußerst schlechten Zustand. Eine aktive Rettung gilt als nicht mehr realistisch.

„Der Wal ist schwer geschädigt und sehr geschwächt. Es wird daher empfohlen, von einer Lebendbergung abzusehen“, lautet die Bewertung der Experten. Damit wird deutlich: Die Hoffnung auf ein Happy End ist inzwischen nahezu erloschen.

„Palliative Begleitung“ statt Rettungsversuch

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus beschreibt die Situation in drastischen Worten. Für ihn gleicht der Umgang mit dem Tier inzwischen einer Betreuung im Hospiz.

„Der Wal wird palliativ begleitet, befeuchtet, überwacht und geschützt, aber nicht mehr aktiv behandelt oder gerettet“, sagte Backhaus zu BILD. Ziel sei es nicht mehr, das Tier um jeden Preis zu retten, sondern ihm ein möglichst stressfreies Ende zu ermöglichen.

Weitere Rettungsversuche sind daher nicht geplant. Stattdessen soll „Timmy“ in Ruhe gelassen werden – ein Ansatz, der zwar wissenschaftlich begründet ist, in der Öffentlichkeit jedoch weiterhin für Diskussionen sorgt.

Quellen