So bewältigst du TrauerDie 4 Trauerphasen: Wie man mit Trauer umgeht

Mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert zu werden, ist ein Schock. Man wird von der Trauer und Leere komplett eingenommen und hat das Gefühl, nicht mehr aus diesem Albtraum erwachen zu können. Die Trauer wird in Trauerphasen bewältigt.

Inhalt
  1. Trauerphasen: Trauer darf überwunden werden
  2. Erste Trauerphase: Leugnen
  3. Zweite Trauerphase: Intensive Emotionen
  4. Dritte Trauerphase: Suchen, Finden, Loslassen
  5. Vierte Trauerphase: Akzeptanz
  6. Diese Tipps können bei der Bewältigung der vier Trauerphasen helfen:

Stirbt ein uns liebgewonnener Mensch, sind wir sehr traurig. Die Leere nimmt Überhand und es fühlt sich an, als seien wir gefangen in diesen Gefühlen. Doch die Trauer verändert sich mit der Zeit - und die Trauerphasen sind der Weg, die Trauer zu überwinden.

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Trauerphasen: Trauer darf überwunden werden

Zuerst soll gesagt sein, dass die Trauer immer überwunden werden kann und auch überwunden werden darf - selbst wenn es für den Moment völlig unmöglich scheint! Das bedeutet nicht, dass der Tod uns nichts mehr ausmachen wird. Stattdessen lernen wir, mit ihm umzugehen, sich von negativen Gedanken zu befreien und somit wieder ein normales Leben führen zu können.

Das gelingt mit Hilfe der Trauerphasen. Dafür ist es zunächst wichtig, diese vier Phasen der Trauer zu durchleben. Wie diese hingegen erlebt werden, kann bei jedem unterschiedlich sein.

Trauernde Frau am Fenster: Die Trauerphasen sind je nach Mensch unterschiedlich lang
Trauernde Frau am Fenster: Trauerphasen sind für jeden unterschiedlich lang
Foto: martin-dm/iStock

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Erste Trauerphase: Leugnen

In der ersten Trauerphase können und wollen viele Menschen ihre Situation nicht akzeptieren. Das ist völlig normal. Der Tod erscheint in dieser Phase der Trauer oft unwirklich. Der Trauernde befindet sich noch in einer Blase, die weit weg von der grausamen Realität schwimmt und den Tod des Geliebten weder hereinlassen kann, noch will.

 

Zweite Trauerphase: Intensive Emotionen

Mit der Zeit wird die Realität deutlicher, die Mauer der Unwirklichkeit stürzt in der zweiten Trauerphase ein und damit dann auch alle Gefühle. Es handelt sich dabei oft um Verlustschmerz, Schuldgefühle und auch Wut. Die Emotionen sind in dieser Phase sehr stark und lasten schwer auf dem Betroffenen. So weh es auch tut: Es ist ratsam, diese Gefühle auszuleben und zuzulassen, da sonst die Gefahr besteht, in eine Depression zu rutschen.

 

Dritte Trauerphase: Suchen, Finden, Loslassen

Die dritte Trauerphase widmet sich der Verarbeitung. Die Erinnerungen an die Personen werden aufgerufen, man möchte seine Verbindung zu ihnen in der dritten Phase der Trauer noch einmal richtig spüren, beispielsweise durch Erinnerungsstücke oder bedeutende Orte. Dabei treten erneut intensive Gefühle auf, die aber bei der Trauerbewältigung helfen. Durch die Auseinandersetzung mit diesen - und idealerweise auch mit ungelösten Themen - fällt der Umgang mit den Emotionen leichter und die angespannte Beziehung zum Verstorbenen lockert sich.

 

Vierte Trauerphase: Akzeptanz

Trauer kennt keine vorgeschriebene Dauer. Doch nach etwa einem halben Jahr verwandelt sie sich meist schleichend in Akzeptanz - das ist dann die vierte Trauerphase. Zu diesem Zeitpunkt können wir sogar an der Trauer wachsen: Man ist man durch die persönliche Erfahrung der Bewältigung so gestärkt, dass der Tod akzeptiert werden kann. Er gehört dazu und der Bezug zum eigenen Leben kann wieder in Angriff genommen werden.

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Diese Tipps können bei der Bewältigung der vier Trauerphasen helfen:

  • Manchmal hilft es in den Trauerphasen allein, seine Gefühle zu Papier zu bringen. Schreib einen Brief an den Verstorbenen, indem du ihm alles sagst, was du ihm nicht mehr sagen konntest. Überlege dir ein Datum (möglichst zeitnah) und verbrenne ihn.
  • Lasse positive Energie zu. In der Trauer neigen viele Menschen dazu, sich zurückzuziehen – das Gegenteil hilft: ändere deinen Alltag, pflanze Zierpflanzen oder Blumen. Helle und fröhliche Farben in deinem Umfeld wirken sich unterbewusst auf deinen Gemütszustand aus und helfen dir in den Trauerphasen. Düfte wie Majoran oder Sandelholz können den Effekt unterstützen.
  • Zu guter Letzt sind Bachblüten für viele Menschen ein hilfreicher Begleiter in Zeiten der Trauer. Sie helfen in der Trauerphase, innere Anspannungen zu lösen und haben eine beruhigende Wirkung. Bachblüten sind als Tropfen oder in Lutschpastillen verarbeitet in der Apotheke erhältlich.

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