ErderwärmungDiese 5 Folgen hat der Klimawandel für unsere Gesundheit

Der Klimawandel hat direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Die Folgen sind jetzt schon zu spüren und werden immer mehr zunehmen, wenn der CO2-Ausstoß nicht minimiert wird.

Inhalt
  1. Hitze führt zu Herz-Kreislaufproblemen
  2. Bakterien in der Ostsee durch höhere Wassertemperaturen
  3. Feinstaub in den Städten ein erhebliches Gesundheitsrisiko
  4. Infektionskrankheiten verbreiten sich immer mehr
  5. Allergien verschlimmern sich durch den Klimawandel

Klimaforscher aus 35 unterschiedlichen Institutionen warnen im Fachjournal "The Lancet" vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Wenn weiterhin so viel CO2 ausgestoßen wird, wie bisher, wird ein jetzt geborenes Kind an seinem 71. Geburtstag in einer Welt leben, die vier Grad wärmer ist als bisher. Das hat nicht nur für die Natur dramatische Konsequenzen, sondern auch für unsere Gesundheit. Und die Folgen für unseren Körper sind schon jetzt zu spüren.

 

Hitze führt zu Herz-Kreislaufproblemen

Schon jetzt ist die extreme Hitze im Sommer ein gesundheitliches Risiko. Die Anzahl an Herz-Kreislauferkrankungen steigt an heißen Tagen an. Diese können zu Hitzschlägen und Herzinfarkten und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Während der Hitzewelle 2018 starben alleine in Berlin etwa 490 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen, wie das Robert Koch Institut berichtet.

Vor allem ältere Menschen, Säuglinge und Menschen, die im Freien arbeiten, gelten als Risikogruppen.

 

Bakterien in der Ostsee durch höhere Wassertemperaturen

Die Anzahl an Vibrionen in der Ostsee hat sich seit den 19980er Jahren offenbar verdoppelt. Die Bakterien fühlen sich wohler, je höher die Wassertemperatur ist.  Da diese immer mehr ansteigt, können sich die Erreger vermehren. Vibrionen können Magen-Darm-Erkrankungen und gefährliche Wundinfektionen auslösen, die zum Tode führen können.

Mehr zum Thema: Gefährliche Keime in der Ostsee: Wer besonders gefährdet ist

 

Feinstaub in den Städten ein erhebliches Gesundheitsrisiko

Die Feinstaubbelastung nimmt stetig zu. Im Sommer 2019 wurde an mehreren Tagen in vielen Städten sogar Warnungen ausgesprochen, sich nicht übermäßig körperlich zu betätigen, da die Feinstaubbelastung so hoch war. Verschmutze Luft führt zu Belastungen der Atemwege und kann das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.

 

Infektionskrankheiten verbreiten sich immer mehr

Tropische Infektionskrankheiten breiten sich langsam, aber sicher auch in unseren Breitengraden aus und zwar nicht nur durch Ansteckung im Ausland. So wurde 2019 bereits bei einer Person festgestellt, dass sie sich durch ein deutsches Insekt mit dem West-Nil-Virus infiziert hat.

Mehr dazu: West-Nil-Virus erstmals in Deutschland nachgewiesen

Auch Mücken, die das Dengue-Fieber übertragen, können sich durch die steigenden Temperaturen mehr und mehr in Richtung Norden ausbreiten.

 

Allergien verschlimmern sich durch den Klimawandel

Der Klimawandel ist auch für Allergiker negativ zu spüren. Da es länger warm ist, blühen die Pflanzen länger und der Pollenflug verstärkt sich. Außerdem breitet sich die Ambrosia immer mehr auch in Europa aus. Die Pflanze kann heftige Allergien auslösen.

Der Klimawandel verursacht somit schwerwiegende gesundheitliche Probleme.

Zum Glück ist es noch nicht zu spät, den Klimawandel aufzuhalten. Die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung um 1,5 Grad zu stoppen, kann die Konsequenzen verringern.

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