FrauengesundheitEntzündlicher Brustkrebs: Junge Mutter entdeckt Sommersprosse und bekommt Krebsdiagnose

Rebecca Hockaday war 35 Jahre alt, als sie auf ihrer Brust eine Sommersprosse entdeckte. Letztendlich war es ein Anzeichen für entzündlichen Brustkrebs.

Zuerst war die zweifache Mutter Rebecca Hockaday aus Georgia nicht großartig besorgt, als sie ein kleines Mal auf ihrer Brust entdeckte. Sie hielt es ganz einfach für eine Sommersprosse. Als die vermeintlichen Sommersprossen sich jedoch zusehends vermehrten, suchte sie schließlich ihren Hautarzt auf.

Nach dem dieser eine Hautprobe nahm und testen ließ, wurde Rebecca schließlich die erschreckende Diagnose mitgeteilt: Die Male auf ihrer Haut waren ein Anzeichen für entzündlichen Brustkrebs, auch inflammatorischer Brustkrebs genannt. Zu dem Zeitpunkt, als die Mutter ihre Diagnose bekam, hatte der Krebs schon gestreut. Ihre Haut war betroffen und auch in ihren Lymphknoten wurden Krebszellen gefunden.

 

Was ist entzündlicher Brustkrebs?

Der entzündliche Brustkrebs macht eins bis vier Prozent aller Brustkrebserkrankungen aus. Diese Form von Brustkrebs ist also selten, aber auch besonders tückisch, da sie sich nicht durch normale Untersuchungen, wie eine Mammographie nachweisen lässt. Knoten sind kein typisches Symptom. Viel mehr zeigt sich inflammatorischer Brustkrebs (kurz: IBC für engl. Inflammatory Breast Cancer) zuerst an Veränderungen der Haut.

Rötungen wie auch Schwellungen an den Brüsten können Anzeichen für diesen Brustkrebs sein. In einigen Fällen sieht die Haut an der Brust auch auf einmal aus wie die einer Orange oder es bilden sich bisher nicht vorhandene Verfärbungen. Sehr auffällig ist, dass  die Veränderungen sehr schnell, zum Teil innerhalb weniger Wochen, auftreten und sich verschlimmern können.

Gerade bei dieser Brustkrebsform ist es wichtig, dass sie früh erkannt wird. Die Überlebensrate bei dieser Erkrankung liegt bei 40 Prozent.

 

Rebecca Hockadays Kampf gegen den entzündlichen Brustkrebs

10 Monate lang kämpfte Rebecca gegen den Krebs. 16 Wochen lang unterzog sie sich einer Chemotherapie. Anschließend ließ sich die Mutter beide Brüste entfernen. Darauf folgte noch eine Bestrahlungstherapie. Im September 2013 wurde Rebeccas Körper schließlich für krebsfrei erklärt.

Da das Rückfallrisiko im Fall von entzündlichem Brustkrebs sehr hoch ist, nimmt Rebecca Hockaday noch heute Chemotherapie-Medikamente und erhält jeden Monat eine Injektion.

Inzwischen hat die jetzt 40-Jährige außerdem ihren Job in einem medizinischen Unternehmen gekündigt und arbeitet nun von zuhause aus. So kann sie mehr Zeit mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen verbringen.

Mit ihrer Geschichte möchte Rebecca andere Frauen davor warnen, dass sich Brustkrebs auf ganz unterschiedliche Weisen zeigen kann. Nicht immer ist es ein Knoten in der Brust, der auf die Erkrankung hindeutet. "Wenn ich irgendjemandem dabei helfen kann, dass er nicht das durchmachen muss, was ich durchgemacht habe, würde mir das unglaublich viel bedeuten", sagt Rebecca im Interview mit Today.

Jede äußere und innere Veränderung, die dir komisch vorkommt, sollte darum ernst genommen und von einem Arzt untersucht werden. In den folgenden Artikeln findest du weitere Informationen zu diesem Thema:

Anzeichen für Brustkrebs: Wenn deine Brüste so aussehen, solltest du zum Arzt gehen

Was das Aussehen deiner Brüste über deine Gesundheit verrät

 

(ww8)

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