DIY-KosmetikGesichtscreme selber machen: So einfach geht's

Gesichtscreme selber machen? Die Zubereitung der eigenen Kosmetik bietet viele Vorteile und ist mit ein bisschen Übung ganz einfach. 

Inhalt
  1. Was brauche ich, um Gesichtscreme selber zu machen? 
  2. 2. Schritt der Creme-Herstellung: Die Wasserphase
  3. 3. Schritt der Creme-Herstellung: Das Emulgieren
  4. Wie lange sind selbst gemachte Cremes haltbar? 

Eine Gesichtscreme perfekt zugeschnitten auf deine Hautbedürfnisse, das klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn du deine Cremes ab jetzt selbst produzierst. Denn mit ein bisschen Übung kannst du mit der DIY-Kosmetik nicht nur deine Gesundheit und deinen Geldbeutel schonen, sondern auch die Umwelt. 

 

Was brauche ich, um Gesichtscreme selber zu machen? 

Das oberste Gebot beim Herstellen von Cremes, Salben und Pasten ist penible Sauberkeit. Denn geraten Keime in die Kosmetik halten sie zum einen nicht besonders lange, (da sie ohne Konservierungsstoffe hergestellt werden), sie schaden auch deiner Haut. Bevor du dich also ans Werk machst: Küchenoberfläche schrubben und alle Küchenutensilien ordentlich reinigen und sterilisieren. 

Diese Küchenutensilien brauchst du für die Creme-Herstellung:

  • einen mittelgroßen Topf
  • zwei bis drei hitzebeständige Behälter 
  • einen Pürierstab oder Handmixer
  • leere und desinfizierte Cremedosen oder kleine Behälter mit Deckel
  • ein Küchenthermometer
  • Essigreiniger und Alkohol zum Säubern und Desinfizieren

Bevor du deine Gesichtscreme herstellst, solltest du dir überlegen, welche Inhaltsstoffe du verwenden möchtest. Leidest du eher an fettiger Haut oder ist sie vielleicht besonders trocken?

Für 100 ml selbst gemachte Tagescreme brauchst du: 

  1. Pflanzenöl: 15 ml Traubenkern-, Distel- oder Agranöl. Oder für trockene Haut Avocado-, Kokos- oder Mandelöl. 
  2. Emulgator: Er hilft, dass sich die zwei mischbaren Flüssigkeiten - Wasser und Öl - miteinander verbinden. 3 Gramm Emulsan (am besten aus der Apotheke).
  3. Konistenzgeber: Shea- oder Kakaobutter sorgen für die richtige Konsistenz. 2 Gramm reichen für 100 ml. Als vegane Alternative eignet sich Carnaubawachs. 
  4. Wasser: 30 ml desitilliertes Wasser oder Rosenwasser. 
  5. Wirkstoff: Ätherische Öle wie wie Teebaum- oder Manukaöl. 

Bevor du mit der Zubereitung der Creme starten kannst, solltest du alle Utensilien mit Alkohol desinfizieren und die Arbeitsfläche mit Essigreiniger reinigen. Der pH-Wert für diese Cremebasis liegt bei 5,5. 

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1. Schritt der Creme-Herstellung: Die Fettphase

  1. Zuerst bringst du 250 ml Wasser zum Kochen. 
  2. Dann bringst du die Konsistenzgeber wie Sheabutter oder Carnaubawachs in dem Wasserbad langsam zum Schmelzen. 
  3. Anschlißend rührst du den Emulgator und das Öl hinzu. 
  4. Ist die Mischung schön flüssig, kannst das Wasserbad vom Herd nehmen. Lass es nun mit Hilfe eines Küchenthermometer auf 40 Grad abkühlen. 
 

2. Schritt der Creme-Herstellung: Die Wasserphase

  1. Wieder Wasser in einem Topf für ein Wasserbad zum Kochen bringen. In einem weiteren sauberen Behälter das destillierte Wasser und das Pflanzenwasser erwärmen. 
  2. Anschließend die Flüssigkeit ebenfalls auf 40 Grad abkühlen lassen. 
 

3. Schritt der Creme-Herstellung: Das Emulgieren

  1. Wenn beide Mischungen auf 40 Grad abgekühlt sind, kannst du die Wasser-Phase mit der Fett-Phase verrühren. Damit die Creme die richtige Konsistenz bekommt und sich Wasser und Fett gut miteinander vermischen, solltest du einen Pürierstab oder Handmixer zur Hilfe nehmen. Erst wenn die Mischung eine cremige Konsistenz hat, ist sie fertig. 
  2. Jetzt kannst du der Creme mithilfe eines ätherischen Öls, den Duft deiner Wahl geben. 
  3. Am Ende musst du deine selbst gemachte Creme nur noch mit einem sterilen Löffel in ein keimfreies Gläschen mit Deckel füllen und mit dem Herstellungsdatum versehen. 
 

Wie lange sind selbst gemachte Cremes haltbar? 

Da die Creme komplett ohne Konservierungsstoffe hergestellt wird, ist sie nur begrenzt haltbar - im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen. Am besten portionierst du die Creme und frierst einen Teil ein. Wenn du die Haltbarkeit natürlich verlängern willst, kannst du ein paar Tropfen Teebaumöl in die Creme geben. 

Bei diesem Cremerezept handelt es sich um ein Basisrezept. Um die Creme auf deine individuellen Hautbedürfnisse abzustimmen, kannst du die Creme mit veschiedenen Wirkstoffen und Ölen versehen. Aloe Vera spendet zum Beispiel eine extra Portion Feuchtigkeit. Ihr könnt euch also je nach Belieben und euren Hautbedürfnissen richtig austoben. 

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