Koffein-KickGuaraná-Wirkung: Koffein, Abnehmen und Schwangerschaft

Guaraná hat irgendwas mit Koffein zu tun. Aber kennst du auch die echte Guaraná-Wirkung?

Inhalt
  1. Guaraná-Wirkung: Urwaldpflanze mit Aufputsch-Effekt
  2. Guaraná: Koffein und die richtige Dosierung
  3. Mit Guaraná abnehmen: Bringt es das wirklich?
  4. Guaraná: Nebenwirkungen und Schwangerschaft

Guaraná ist eine Pflanze aus dem Amazonas-Regenwald. Sie ist in vielen Produkten wie Getränken und Schokolade enthalten, soll wach machen und viel besser wirken als Kaffee. Noch dazu wird Guaraná zum Abnehmen empfohlen - warum? Was da dran ist und wann Vorsicht beim Genuss der Kaffee-Alternative angesagt ist, verraten wir im Artikel.

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Guaraná-Wirkung: Urwaldpflanze mit Aufputsch-Effekt

Hast du schon einmal von Guaraná gehört? Und welche Wirkung es hat? Unter Umständen - Guaraná gibt es inzwischen auch bei uns in vielen Lebensmitteln, zum Beispiel Getränken oder auch Schokolade. Doch die gemahlenen Samen der Guaraná-Pflanze werden inzwischen auch als Pulver oder Kapseln angeboten.

Doch was ist Guaraná eigentlich? Es handelt sich bei der Pflanze um eine, die im Amazonasregenwald wächst. Von Paraguay über Brasilien bis nach Venezuela kommt sie als Strauch, Kletterpflanze oder Liane wild im Regenwald im Regenwald vor. Die schwer zu züchtende Pflanze aus der Gattung der Seifenbaumgewächse hat kleine, rot-orangene Früchte, die ähnlich einer Kastanie innerhalb einer Schale geschützt sind und irgendwann vom Baum fallen. Die Keimzeit beträgt nur wenige Tage, was auch die Züchtung so schwer macht.

Die Früchte der Guaraná-Pflanze sind aufgebaut wie Kastanien
Die Früchte der Guaraná-Pflanze sind ähnlich aufgebaut wie Kastanien
Foto: ricardohossoe/iStock

Den Einheimischen ist die Wirkung der Pflanze schon seit Jahrhunderten bekannt, auch als Arzneimittel. Auch heute stehen beim Konsum von Guaraná-Pulver und Co. meist die gesundheitlichen Aspekte im Vordergrund, egal ob es ums Abnehmen oder die Aufputschwirkung geht.

Gerade wenn es um Kaffee geht, wird die Guaraná-Wirkung mitunter stark beworben. Doch eignet sich die Pflanze wirklich dafür als Kaffeeersatz, oder ist der Hype um Guaraná doch nicht mehr als ein fauler Zauber, der Energy-Drinks und Co. zu mehr Legitimität verhelfen soll? Denn die sind ja nicht gerade ohne...

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Guaraná: Koffein und die richtige Dosierung

Nun stellt sich die Frage nach der Guaraná-Wirkung und wie gesund das Aufputschmittel aus Südamerika wirklich ist. Eines lässt sich zumindest gleich feststellen: in Guaraná ist mehr Koffein als in Kaffee oder Tee enthalten. Und es wirkt tatsächlich anders.

Guaraná hat diverse Inhaltsstoffe, die interessant sind. Zum einen ist das das Koffein, dass ungefähr 4-6 % der getrockneten Samen ausmacht. Zum anderen sind auch die Stoffe Theophyllin und Theobromin enthalten, die unter anderem gut für die Leistung des Herzens sind. Theobromin hat zudem eine ähnliche Wirkung wie Koffein, ist aber u.a. auch in Kakao oder Mate enthalten.

Interessant ist eigentlich vor allem der Umstand, dass das Koffein in Guaraná an Gerbstoffe gebunden ist. Das macht den Effekt so anders, wenn wir Guaraná-Kapseln und Co. zu uns nehmen, als wenn wir Kaffee trinken. Denn das Koffein muss vom Körper erstmal von den Gerbstoffen gelöst werden, was eine Weile dauert. Während wir beim Kaffee oder Tee also eine recht schnelle Wirkung haben, hält die Guaraná-Wirkung bis zu sechs Stunden an. Das ist natürlich gar nicht so schlecht.

Wenn es nun aber zu Dosierung von Guaraná kommt, gibt es schon eher ein Problem, denn wie viel Guaraná hat letztlich die Wirkung einer Tasse Kaffee auf den Körper? Das ist aufgrund der unterschiedlichen Wirkweise kaum zu sagen und kommt natürlich auf den Koffeingehalt und vor allem darauf an, welche Menge konsumiert wird. Denn die aufputschende Wirkung des Koffeins kann natürlich wie immer überstrapaziert werden, wenn wir zu viel des Guten nehmen. Dazu mehr im Abschnitt über die Guaraná-Nebenwirkungen.

Mehr als drei bis vier Gramm Guaraná solltest du täglich nicht zu dir nehmen. Allerspätestens ab zwanzig Gramm gelöstem Guaraná-Pulver kommst du in kritische Bereiche, dann kommt es auf jeden Fall zu unerwünschten Nebenwirkungen. Dennoch hängt die Dosierung von der individuellen Verträglichkeit ab, diese musst du mit deiner Ärztin besprechen. Vor allem, wenn es um Präparate wie Kapseln oder Pulver geht.

Zusätzlich sollten in solchen Nahrungsergänzungsmitteln auch immer Dosierungsangaben enthalten sein.

 

Mit Guaraná abnehmen: Bringt es das wirklich?

Eignet sich Guaraná zum Abnehmen? Wenn du danach im Internet suchst, findest du mit Sicherheit viele Seiten, die dir genau das vermitteln, denn Guaraná soll dank des Koffeins einen züngelnden Effekt auf dein Hungergefühl haben, aber auch auf den Durst.

Das ist allerdings nicht wirklich bewiesen, weswegen die Anwendung als Wundermittel zum Abnehmen nicht unbedingt eignet. Solltest du trotzdem nicht auf Guaraná zum Abnehmen verzichten wollen, solltest du vor deiner geplanten Diät mit deiner Ärztin sprechen. Denn egal ob zum Abnehmen oder aus anderen Gesundheitsaspekten: Nahrungsergänzungsmittel sollten niemals eigenmächtig eingenommen werden - die Beratung durch Apothekerin oder Ärztin sind immer die Grundvoraussetzung.

Was außerdem gegen die Guaraná-Abnehmen-Wirkung spricht ist, dass sich der Körper recht schnell an Dinge gewöhnt - und das bringt dich dann zu einer höheren Dosierung, die wiederum Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Daher lieber die Ernährung umstellen und Sport machen - denn dann schaffst du auch nachhaltig etwas für deine Gesundheit.

 

Guaraná: Nebenwirkungen und Schwangerschaft

Koffein ist ein nettes Aufputschmittel und entfaltet einen stimulierende Wirkung. Doch wie beim Kaffee hat auch die Aufnahme von Guaraná Nebenwirkungen. Darüber hinaus gibt es auch einige Personengruppen, die aufgrund dessen kein Guaraná - in welcher Form auch immer, zu sich nehmen sollten.

Wie auch Kaffee gibt es einen individuellen Punkt bei jedem Menschen, ab dem die verträgliche Dosis Koffein überschritten wird. Die Folge sind Nebenwirkungen, die es auch bei Guaraná gibt:

  • Bluthochdruck
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Unwohlsein
  • Bauchschmerzen
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Muskelschmerzen

Wichtig zu wissen ist, dass Koffein abhängig macht. Solltest du täglich Guaraná über einen Zeitraum von mehr als vier Wochen zu dir nehmen, musst du mit Entzugserscheinungen rechnen, sobald du die Produkte absetzt. Wie bei Kaffee eben auch.

Daneben gibt es aber auch in paar Personengruppen, die auf Guaraná verzichten sollten, egal ob in niedriger oder hoher Dosierung:

  • Menschen mit Bluthochdruck
  • Schwangere
  • Stillende

Denn eigentlich ist es ja klar - wenn du schwanger bist, trinkst du schließlich auch keinen Kaffee, in dem Koffein enthalten ist. Und deshalb sollte Guaraná von Schwangeren und Stillenden gemieden werden - in welcher Form auch immer. Dann sind du und dein ungeborenes oder neugeborenes Kind auf der sicheren Seite.

Artikelbild und Social Media: Rawf8/iStock

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