Wetter

Hitzewelle endet mit lautem Knall! Hier wird es besonders schlimm

Die zweite Hitzewelle diesen Jahres verabschiedet sich mit Karacho. In welchen Regionen es so richtig ungemütlich wird, erfährst du bei uns.

Ein dunkler bewölkter Himmel mit Regen, Blitzen und einem Achtung-Warnzeichen. Symbolbild für Gewitter und Unwetterwarnung.
Laut Meteorolog*innen kommt es vielerorts zu schwerem Gewitter. Auch Sturzfluten schließen die Expert*innen nicht aus. Foto: trendobjects/iStock
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Während der zweiten Hitzewelle diesen Sommers kletterten die Temperaturen vielerorts über die 35-Grad-Marke. Doch jetzt steht der große Knall bevor: Am heutigen Donnerstagabend verabschiedet sich die Hitze-Phase mit Blitz, Donner und teilweise jeder Menge Regen. Hitzegewitter, Starkregen, Hagel und sogar Sturmböen sind möglich!

Bevor es kracht, wird nochmal geschwitzt

Vor allem im Südwesten dreht der Sommer nochmal richtig auf. Am Oberrhein, im Rhein-Main-Gebiet, an der Mosel und im Saarland sind 33 bis 35 Grad drin, stellenweise sogar bis zu 36 Grad. Auch in der Mitte und im Süden bleibt es mit 29 bis 33 Grad hochsommerlich. Und weil die Luft inzwischen deutlich feuchter ist, fühlt sich alles noch drückender an. „Die gefühlte Belastung ist höher, als es die reine Lufttemperatur vermuten lässt“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

30-Grad-Marke ist ab dem Wochenende Geschichte

Im Gegensatz zum Südwesten lässt es sich im Norden etwas besser aushalten. Rund um Hamburg werden um die 22 Grad erwartet, an den Küsten ist es sogar noch frischer. Doch der Temperatursturz kommt in Etappen: Während am Freitag im Südwesten noch einmal bis zu 32 Grad möglich sind, wird es im Nordosten schon deutlich kühler. Spätestens am Wochenende ist die 30-Grad-Marke Geschichte – dann liegen die Werte meist nur noch zwischen 22 und 28 Grad.

Perfekte Bedingungen für kräftige Gewitter

Schuld am Wetter-Wirbel ist ein Tief über Skandinavien. Es drängt die heiße Luft nach Südosten ab und schaufelt kühlere Atlantikluft nach Deutschland. „Dadurch wird die heiße Luftmasse nach Südosten abgedrängt und durch deutlich kühlere Atlantikluft ersetzt. Zweitens sorgt die einfließende Höhenkaltluft für Labilisierung“, so Jung. Heißt übersetzt: Perfekte Bedingungen für kräftige Gewitter!

Hier drohen Unwetter mit Hagel und Sturmböen

Los geht’s am Donnerstag vor allem im Süden und Südwesten mit teils heftigen Gewittern. Am Freitag breitet sich die Unwetterlage weiter aus. Möglich sind Starkregen mit großen Regenmengen in kurzer Zeit, Hagel mit mehreren Zentimetern Durchmesser und Sturmböen bis zu 100 km/h. Der Meteorologe erklärt genau: „Zu erwarten ist das volle Programm: Starkregen mit 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, lokal mehr, Hagel um 2 bis 3 Zentimeter, in kräftigen Zellen auch größer, sowie Sturmböen um 80 bis 100 km/h.

Sturm-Skala nach Sir Francis Beaufort
Ab wann spricht man eigentlich von Sturm? Nach dieser Skala von Sir Francis Beaufort richten sich Expert*innen. Foto: wunderweib/ iStock

Besonders heikel: Die Böden sind durch die lange Trockenheit hart und ausgedörrt. Regen kann kaum versickern – stattdessen drohen Überflutungen und gefährliche Sturzfluten, vor allem in Städten und an Hanglagen.

Immerhin: Mit dem Wochenende kommt die ersehnte Abkühlung. Doch die Verschnaufpause könnte nur kurz sein. Schon Anfang der neuen Woche könnte sich vom Südwesten her wieder Hochdruck aufbauen. Der Sommer ist also noch lange nicht fertig mit uns!

Quellen

  • Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber der Bild-Zeitung