KindergesundheitHüftschnupfen: Diese Krankheit bekommen nur Kinder

Hüftschnupfen Kinderkrankheit
Plötzliche Hüftschmerzen können ein Hinweis auf Hüftschnupfen sein
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Inhalt
  1. Was ist Hüftschnupfen?
  2. Welche Symptome kommen bei Hüftschnupfen auf?
  3. Wie wird Hüftschnupfen behandelt?

Hüftschnupfen (Coxitis fugax) tritt häufig bei Kindern zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr auf. Die Entzündung des Hüftgelenks ist für die kleinen Patienten schmerzhaft. Was hilft.

 

Was ist Hüftschnupfen?

Unter Hüftschnupfen versteht man eine plötzlich auftretende schmerzhafte (aber keimfreie!) Entzündung des Hüftgelenks. Sie entsteht durch einen sogenannten Gelenkerguss, also einer Flüssigkeitsansammlung im Gelenkspalt. Jungen sind vom Hüftschnupfen bis zu vier Mal häufiger betroffen als Mädchen. Erwachsene können diese Entzündung zwar ebenfalls bekommen, jedoch ist das nur äußerst selten der Fall. Bei Hüftschnupfen handelt es sich um eine Krankheit, die ein Mensch (max.) nur einmal im Leben erleidet.

Obwohl Hüftschnupfen zu den häufigsten Gelenkerkrankungen von Kindern gehört, ist ihre Ursache bis heute noch nicht geklärt. Bekannt ist aber: In der Regel geht dem Hüftschnupfen eine andere Krankheit voraus, etwa eine Viruserkrankung oder eine Mandelentzündung.

 

Welche Symptome kommen bei Hüftschnupfen auf?

Typische Symptome von Hüftschnupfen sind vor allem Schmerzen an den Hüften - meistens nur an einer Seite, gelegentlich auch an beiden Hüftgelenken. Dabei zieht der Schmerz von der Leiste über den Oberschenkel und kann bis zum Knie reichen.

Kinder, die an Hüftschnupfen leiden, weigern sich häufig zu klettern, zu laufen und sind eingeschränkt in ihrer Bewegung. Oft beginnen die kleinen Patienten zu humpeln.

 

Wie wird Hüftschnupfen behandelt?

Hüftschnupfen vergeht meistens von selbst wieder - etwa 5 bis 15 Tage nach Ausbruch. Eine bestimmte Therapiemethode ist also nicht erforderlich. Bleibende Schäden sind nicht zu befürchten.

Die einzige Möglichkeit mit Hüftschnupfen umzugehen, ist Schonung und Entlastung des betroffenen Hüftgelenks. Dazu gehört zunächst Bettruhe, anschließend eine Gehhilfe beim Laufen zu benutzen. Nur bei sehr starken Schmerzen sind Medikamente nötig.

Um Hüftschnupfen zu diagnostizieren, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann der Arzt die Flüssigkeitsansammlung im Gelenkspalt erkennen. Oft untersucht der Arzt noch zusätzlich die Blutwerte des Kindes, prüft seine Körpertemperatur und macht ggf. ein Röntgenbild, um andere Krankheiten, die weitaus gefährlicher sind (z.B. Borreliose, Morbus Perthes oder eine bakterielle Entzündung der Hüfte), mit Sicherheit auszuschließen.

 

(ww7)

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