LeitungswasserKalkhaltiges Wasser trinken: Ist das schädlich?

Viele trinken lieber Leitungswasser als Mineralwasser aus Flaschen. Die Vorteile: Das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Aber was tun, wenn das Wasser sehr hart ist? Kann man kalkhaltiges Wasser unbesorgt trinken oder ist es schädlich? Wir klären auf.

Inhalt
  1. Wie entstehen die Ablagerungen im Wasser?
  2. Warum setzt sich Kalk im Wasserkocher ab?
  3. Führt kalkhaltiges Wasser zu Herzerkrankungen?
  4. Wie verwertet der Körper kalkhaltiges Wasser?
  5. Geschmack bei hartem Wasser schlechter?
  6. Wasserfilter verwenden oder nicht?
  7. Doch lieber zur Flasche greifen?

In vielen deutschen Haushalten ist das Leitungswasser sehr hart. Das bedeutet, dass sich im Wasser viel Kalk befindet. Wer bei sich Zuhause hartes Wasser hat, der weiß, dass Kalk sich schnell im Wasserkocher und in der Waschmaschine absetzt. Vor allem im Wasserkocher fällt es auf, dass sich am Boden Kalkreste sammeln und im Wasser herum schwimmen. Das ist nicht gerade appetitlich, aber ist kalkhaltiges Wasser auch schädlich für unseren Körper? Wir verraten, was an dem Mythos vom angeblich ungesunden Kalk dran ist.

 

Wie entstehen die Ablagerungen im Wasser?

Unser Grundwasser legt einen weiten Weg zurück bis es in unserer Leitung ankommt. Es passiert Steine und Schotter und nimmt über den Untergrund Mineralstoffe, überwiegend Kalzium und Magnesium, auf. Diese Mineralien gelangen dann beim Trinken eines Glases Leitungswasser in unseren Körper.

 

Warum setzt sich Kalk im Wasserkocher ab?

Wenn die Mineralien in der Flüssigkeit erhitzt werden, lösen sie sich als Kalkablagerungen ab. Da das die Wasserkocher und Waschmaschine angreift, müssen diese regelmäßig entkalkt werden.

Mehr dazu: Die besten Anti-Kalk-Tipps für den Haushalt

 

Führt kalkhaltiges Wasser zu Herzerkrankungen?

Es herrscht der Mythos, dass Kalk aus dem Trinkwasser auch zu Verkalkungen im Körper führt, die in den Blutgefäßen auftreten. Mit dem Leitungswasser hat dies aber nichts zu tun. Kalkablagerungen im Körper entstehen als Folge einer Erkrankung.

 

Wie verwertet der Körper kalkhaltiges Wasser?

Ein normal funktionierender Organismus scheidet alles, was er an Nährstoffen nicht benötigt, über die Nieren und den Darm aus, da sind wir den Haushaltsgeräten gegenüber ganz klar im Vorteil. Die beiden Organe sorgen also dafür, dass der Körper nichts Überflüssiges verarbeiten muss. Daher ist hartes Leitungswasser nicht schädlich für uns.

 

Geschmack bei hartem Wasser schlechter?

Auch wenn es gesundheitlich unbedenklich ist, kalkhaltiges Wasser zu trinken, gibt es einige, die behaupten, der Geschmack sei schlechter als bei weichem Wasser.

 

Wasserfilter verwenden oder nicht?

Mit einem Wasserfilter ist es möglich, die Mineralien aus dem Wasser zu filtern, um den Geschmack des Wassers zu verbessern. Allerdings muss dieser mindestens alle vier Wochen gereinigt werden, da sonst mehr Keime entstehen können als zuvor.

Mehr dazu: Wasserfilter im Test: Mehr Keime als im Leitungswasser

 

Doch lieber zur Flasche greifen?

Wer glaubt, stilles Mineralwasser aus Flaschen sei dann doch die schmackhaftere und gesündere Alternative irrt sich: Erst im Juni untersuchte Stiftung Warentest 32 Mineralwasser-Marken, die weitaus schlechter abschnitten als Leitungswasser.

Mehr dazu: Stiftung Warentest: So schlecht ist stilles Mineralwasser - Keime & Co.​

Das zeigt: Leitungswasser ist definitiv die gesündere Variante. Wer sich am Geschmack des harten Wassers stört, der kann mit einem Wasserfilter Abhilfe schaffen. Muss dann jedoch auf eine regelmäßige Reinigung des Geräts achten.

Auch interessant:

Kategorien: