Kritik üben

Konstruktive Kritik: Mit diesen 10 Tipps kritisierst du richtig und erfolgreich

Kennst du das, du sprichst eine Kollegin, eine Freundin oder deinen Freund auf etwas an, das dich stört und schon bricht ein Streit los? Dann scheint kommunikativ einiges falsch zu laufen. Konstruktive Kritik formulieren soll geübt sein. Wir haben 10 Tipps für dich, wie du kontruktive Kritik formulieren kannst, sodass sie auch wirklich Früchte trägt. 

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Nicht immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Unsere beste Freundin hängt dauernd am Handy, wenn wir ihr etwas erzählen wollen, unser Partner vergisst ständig, woran wir ihn andauernd erinnern und auf der Arbeit nervt die Kollegin mit lästigen Sticheleien. Wichtig ist, dass wir Dinge, die uns stören nicht in uns hineinfressen, sondern ansprechen. Ansonsten schaden wir uns nur selbst und irgendwann läuft auch das größte und dickste Fass der Welt mal über. Damit es nicht zur großen Wut-Explosion kommt, sollten Probleme also frühzeitig angesprochen werden.

Kritik stößt jedoch selten auf offene Ohren. Schließlich mag es niemand kritisiert zu werden, egal, wie gut die Kritik auch gemeint sein mag. Der Kritisierte fühlt sich schnell angegriffen, ist beleidigt, will seinen Fehler nicht einsehen und schießt zurück. Das muss allerdings nicht nur an der kritisierten Person liegen, sondern kann auch einiges mit deiner Ausdrucksweise zu tun haben. Es gibt einige Kommunikatinsregeln mit denen man konstruktive Kritik äußern kann, sodass sie beim Gesprächspartner auch auf Verständnis stößt. Hier kommen einige Tipps, wie du kontruktive Kritik richtig formulierst. 

Konstruktive Kritik: 10 Tipps für richtiges Kritisieren

Übst du konstruktive Kritik aus, dann möchtest du deinem Gegenüber helfen, seine Fehler zu verstehen und künftig zu vermeiden. Das Ziel ist es, das Verhalten zu Optimieren, nicht die Person. Damit die kritisierte Person sich nicht angegriffen fühlt und dein Wohlwollen versteht, kannst du folgende Tipps befolgen. 

1. Konstruktive Kritik beruht auf Wahrheiten

Soll deine Kritik wirklich konstruktiv sein, dann ist es unerlässlich, dass die Kritik auf Fakten beruht. Nur so ist sie gänzlich nachvollziehbar und kann von deinem Gegenüber auch angenommen werden.

2. Mach deine Absicht deutlich

Konstruktive Kritik ist stets wohlwollend. Wer konstruktiv kritisiert, möchte seinem Gesprächspartner dabei helfen, seine Fehler künftig zu vermeiden. Mach deutlch, dass du nur helfen willst und der Person nicht grundlos ihre Fehler vorhältst. 

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3. Der Ton macht die Musik

Achte darauf nicht laut zu werden. Bleib ruhig und drücke deine Kritik respektvoll und ohne Wertung aus. Vergreifst du dich im Ton, wird die kritisierte Person sofort dicht machen und dir dein Wohlwollen definitiv nicht abkaufen.

4. Wähle den richtigen Zeit für konstruktive Kritik

Tatsächlich empfiehlt es sich konstruktive Kritik direkt nach dem begangenen Fehler auszusprechen. Sie Situation ist noch frisch und das fehlerhafte Verhalten greifbar. Allerdings kommt es auch auf die Art des Fehlers und das darauffolgende Verhalten des Kritisierten an. Bezieht sich das Fehlverhalten nicht direkt auf dich, sondern hat dein Gegenüber beispielsweise einen Fehler auf der Arbeit begangen und ist nun völlig fertig, dann warte mit der konstruktiven Kritik ab, bis sich die Person wieder beruhigt hat.

Fehlverhalten dir gegenüber solltest du allerdings nicht all zu lange unangesprochen lassen, ansonsten wird schnell davon ausgegangen, dass das Verhalten in Odnung sei und spätere Einsicht könnte schwierig werden. 

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5. Präzision ist das A und O

Sei bei der Formulierung von Kritik so präzise wie möglich und sprech genau das an, was dich gestört hat. Verliere dich nicht in großen Umschweifungen, sondern komm kurz und knapp zum Punkt. 

6. Konstruktive Kritik darf nie pauschalisiert werden

Mit der Präzision der Kritik geht einher, dass du dich auf eine ganz bestimmte Situation beziehst. Kritik sollte nie verallgemeinert werden. Vermeide Ausdrücke wie "Du bist immer..." oder "Ständig machst du ...". Diese drücken der Person einen Stempel auf und sind nicht greifbar oder nachvollziehbar. Besser ist es, wenn du der Person ein konkretes Beispiel nennst.

7. Versetz dich in die Person hinein

Soll die konstruktive Kritik Früchte tragen, dann analysierst du im vorhinein die Umstände, aus denen das Fehlverhalten der Person hervorgeht. Nur so, kannst du die richtigen Schlussfolgerungen ziehen und der Person Lösungsansätze oder Alternativen vorlegen, die wirklich erfolgreich sind. Daher ist es unerlässlich, dass du vorher überlegst, wie die Kritik beim Gegenüber aktuell aufgenommen werden könnte, damit du sie so empathisch wie möglich formulierst. 

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8. Formuliere "Ich-Botschaften"

Konstruktive Kritik sollte dringend in der "Ich-Form" formuliert werden. So vermeidest du, dass deine Kritik als Vorwurf aufgenommen wird und erreichst die kritisierte Person ohne, dass sie sich angegriffen fühlt. "Ich habe das Gefühl, dass du mir nicht zugehört hast." kommt beispielsweise besser an als "Du hörst mir nie zu!". 

9. Dritte außen vor lassen

In dem Gespräch haben Meinungen oder das Verhalten Dritter nichts zu suchen. Sie provozieren unnötig und führen nur dazu, dass sich die kritisierte Person in die Ecke gedrängt fühlt und zur Verteidigung ansetzt. 

10. Beziehe deinen Gesprächspartner mit ein

Suchst du das Gespräch, achte darauf, dass es nicht einseitig ist und du mit Kritik (auch, wenn sie konstruktiv ist) auf dein Gegenüber einprasselst. Beziehe die kritisierte Person mit ein. Frag sie, wie sie die Situtation wahrnimmt und ob sie eine Idee hat, wie man das Problem lösen könnte. So wird der Kritisierte zum Nachdenken angeregt. 

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Konstruktive Kritik formulieren: Diese Fehler solltest du vermeiden

Damit du dir nicht selbst ein Bein stellst und die konstruktive Kritik beim Gegenüber wirklich ankommt, achte darauf, dass du folgende Fehler im persönlichen Gespräch vermeidest. 

  • Kritisiere das Verhalten, nicht die Person. Wird das Verhalten mit der Person gleichgesetzt, fühlt sie sich schnell provoziert.
  • Kritisiere nie, wenn du selbst schlecht drauf bist. Ansonsten droht die Gefahr, dass du dich im Ton vergreifst oder zu persönlich wirst. 
  • Abwertende Körpersprache wie hochgezogene Augenbrauen, Augenrollen oder ein genervtes Seufzen widersprechen dem Wohlwollen deiner konstruktiven Kritik. 
  • Wer austeilt muss auch einstecken können. Als Kritiker solltest du in der Lage sein, auch selbst Kritik annehmen zu können.

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5 Beispiele, mit denen du konstruktive Kritik einleiten kannst

Tust du dich noch etwas schwer die richtigen Worte zu finden, dann können dir folgende Beispiele dabei helfen ein konstruktives Gespräch loszutreten.

  • "Was sagt dein Bauchgefühl dazu?"
  • "Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?" 
  • "Du hast vermutlich recht, aber man könnte es auch so sehen..."
  • "Wie glaubst du, können wir solche Situationen künftig vermeiden?"
  • "Lass uns das doch mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten." 

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