Levante-DiätLevante-Küche: Abnehmen mit Kulinarik aus dem Morgenland

Die Levante-Küche liegt voll im Trend - und eignet sich hervorragend zum Abnehmen! Die Kulinarik aus dem Morgenland sorgt für Abwechslung und ist auch noch gesund. Noch Wünsche?

Inhalt
  1. Was heißt Levante-Küche?
  2. Welche Lebensmittel sind typisch für die Levante-Küche?
  3. Levante-Küche: Die typischen Gewürze
  4. Exotische Desserts in der Levante
  5. Abnehmen mit der Levante-Küche

An griechischen Gyros, italienische Pizza, türkischen Döner, chinesische Nudeln und japanisches Sushi haben wir uns schon längst gewöhnt - die ausländischen Köstlichkeiten sind Teil unseres Alltags geworden. Nun rückt ein neuer Food-Trend in den Vordergrund: die Levante-Küche.

 

Was heißt Levante-Küche?

"Levante" leitet sich von dem französischen Begriff levant aus, zu Deutsch Sonnenaufgang. Es steht sinnbildlich für das Morgenland, also das Gebiet um Syrien, Libanon, Israel, Jordanien, Palästina und einen Teil der Türkei. Auch das griechische Zypern und die Ägäis sowie Ägypten und Marokko können noch zur Levante gezählt werden.

Die Bewohner werden als Levantiner bezeichnet. Sie leben in ähnlichen Kulturen - was auch in ihrer Kulinarik deutlich wird. Der Schwerpunkt liegt in der traditionellen israelischen Küche mit arabischen Einflüssen garniert.

 

Welche Lebensmittel sind typisch für die Levante-Küche?

Frische Früchte, Eier, Käse, Oliven, Gemüse, Hummus, Joghurt, Hülsenfrüchte und Fisch bilden den Mittelpunkt der Levante-Küche. Fleisch wird eher selten gegessen, sodass ideal in die aktuelle Veggie-Bewegung der westlichen Länder passt.

Die unterschiedlichen kulinarischen Levante-Kreationen werden in der Regel als sogenannte Mezze serviert, also als Appetithäppchen, ähnlich den spanischen Tapas oder den italienischen Antipasti. Mezze werden roh oder gegart serviert. Beispiele für solche Mezze sind:

  • mit Reis gefüllte Weinblätter ("Warak Enab")
  • Kichererbsenpüree ("Hummus")
  • frittierte Kichererbsenbällchen ("Falafel")
  • kalter Bohneneintopf ("Ful")
  • gebratener Käse ("Halloumi")
  • mit Hackfleisch und Zwiebeln gefüllte Teigbällchen ("Kibbeh")
  • gebratene Fleischspießchen ("Souvlaki")
  • Petersilien-Bulgur-Salat ("Taboulé")
  • Fischrogen-Creme ("Taramosalata")
  • Auberginen-Sesam-Püree ("Baba Ghanoush")
  • Sesam-Mus
  • gebackene Feigen mit Schafskäse
  • weiße Bohnen in Tomatensoße
  • mit Lamm gefüllte Teigröllchen
  • Chilipaste mit Koriander
  • pikante Walnusspaste ("Muhammara")
  • Karottenpüree
  • Avocado-Sesam-Dip ("avocado bi Tahina")
  • Pittah-Brot aus Weizenmehl
  • gewürzte Joghurts
  • Ziegen- und Schafskäse
  • Sardinen

Ebenfalls dabei: Blumenkohl, Möhren, saure Gurken, eingelegte Zwiebelringe, gefüllte Paprika, Oliven, Gurkensalat, marinierte Auberginen, Radieschen, Peperoni und Tomaten.

Die Mezze aus der Levante-Küche werden in der Regel für alle Teilnehmer serviert. In der orientalischen Welt ist es üblich, gemeinsam zu essen und das Essen untereinander aufzuteilen. So kann jeder von allem probieren und isst gleichwohl weniger - eine gute Hilfe beim Abnehmen. Denn auch der Genuss wird in der Levante-Küche groß geschrieben: Die Gerichte werden hübsch angerichtet, es ist üblich, sich beim Essen Zeit zu lassen und sich dabei mit Freunden und Verwandten zu unterhalten.

Zudem gilt: Das Essen sollte entspannt und ungezwungen vonstattengehen - ideal für die westlichen Länder, die ständig unter Stress stehen und nach einer Auszeit Ausschau halten.

Levante-Küche: Essen teilen
Typisch für die Levante-Küche ist das Teilen der Mezze mit Freunden und Bekannten.
Foto: iStock

Die Hauptgerichte der Levante-Küche sind z.B.

  • auf Holzkohle gegrillter Fisch - typischerweise mit Zitronensaft, Paprika und Knoblauch gewürzt
  • Fischpasteten
  • Reis-Gerichte
  • Couscous-Gerichte
  • Bulgur-Klöße
  • mit Kartoffeln gefüllte Teigtaschen
  • Suppeneintöpfe (z.B. mit Graupen und Bohnen)
  • größere Mengen Mezze (s.o.)
  • Lamm- oder Rindfleischgerichte (z.B. Kebab oder Schischlik)
  • geröstetes Hühnerfleisch
 

Levante-Küche: Die typischen Gewürze

Die Levante-Gerichte aus dem Nahen Osten sind durchaus gesund - schließlich werden sie frisch zubereitet und enthalten nur relativ wenig Fleisch. Zudem ist die Levante-Küche - vor allem im Vergleich zur Deutschen Küche - extrem aromatisch. Das liegt in erster Linie an den speziellen Gewürzen, die bei der Zubereitung der Speisen verwendet werden.

In der Levante-Küche dürfen auf keinen Fall die folgende typische Gewürze fehlen:

  • Kardamom
  • Safran
  • Minze
  • Zimt
  • Sumach (getrocknete geschrotete Früchte des Sumach-Strauchs)
  • die Gewürzmischung Zatar (ein Mix aus Majoran, Thymian, Oregano, Kreuzkümmel, Sumach und Sesam)
  • die Gewürzmischung Harissa (ein Mix u.a. aus Chili, Koriander, Knoblauch, Paprikapulver und Kreuzkümmel)
  • die Gewürzmischung Baharat (ein Mix aus Paprika, Chili, Pfeffer, Koriander, Knoblauch, Sternanis, Nelken, Sumach und Macis, dem getrockneten Samenmantel der Muskatnuss)
  • die Gewürzmischung Ras el-Hanout (bestehend aus bis zu 25 Gewürzen, u.a. getrocknete Blüten, wie etwa Rosenknospen, Schwertlilienwurzeln und Lavendelblüten)
  • Olivenöl
 

Exotische Desserts in der Levante

Viele Levante-Desserts fallen - für den westlichen Geschmack - exotisch aus, schließlich werden vor allem regionale Zutaten, wie etwa Pistazien, Mandeln und Obst wie Pomelo, Orangen, Kiwis, Granatäpfel, Feigen, Datteln, Jackfruit, Mangos und Bananen, verwendet.

Zum Levante-Dessert gehören

  • frische oder zubereitete Früchte
  • Trockenfrüchte
  • Gebäck mit Honigsirup, Mandeln, Nüssen und Pistazien ("Konafa")
  • mit Marzipan und Walnüssen gefüllte Datteln
  • Pfannkuchen mit fettarmem Quark
  • mit frischer Marmelade gefüllte Plätzchen

Das Schönste an der israelisch-arabischen Levante-Küche: Alles ist erlaubt, nichts ist verboten! So entstehen neue Kombinationen der Lebensmittel, so vermischen sich süß, sauer, bitter, salzig und umami. Beispiel: Spinatsalat mit Datteln und Mandeln. Oder: Fenchelsalat mit Blaubeeren und Nüssen.

Praktischer Nebeneffekt: Wenn alles erlaubt ist, ereilt einen der Heißhunger nicht so schnell.

 

Abnehmen mit der Levante-Küche

Warum und wie eignet sich nun die Levante-Küche, um abzunehmen?

  • Frische Zubereitung bedeutet auch: keine Konservierungsstoffe, keine Chemikalien.
  • Die Lebensmittel der typischen Levante-Küche enthalten viele Ballaststoffe und machen lange satt. Dadurch kommt man weniger in Versuchung zwischen den Mahlzeiten zu naschen.
  • Durch das Zelebrieren und Teilen des Essens isst man automatisch weniger, die Portionen werden kleiner, man nimmt weniger Kalorien zu sich.
  • Fettes Fleisch, wie etwa vom Schwein, kommt in der Levante-Küche gar nicht vor. Fettarmes Lamm und Hähnchen treten an seine Stelle.
  • Je abwechslungsreicher das Essen, desto besser ist es für die schlanke Linie. Die zahlreichen Gewürzmischungen befriedigen jede Geschmacksrichtung, sodass Heißhunger der Vergangenheit angehört.
  • In der Levante-Küche ist nebenbei Low-Carb: Teigwaren sind oft nur Beilage, nie die Hauptmahlzeit. Dadurch nimmt man weniger Kohlenhydrate zu sich.
  • Durch die Entspannung beim Essen sinkt der Stresspegel, der oft genug für zusätzliche Fettpölsterchen verantwortlich ist.

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