KinderglückMatratze für das Babybett: Darauf solltest du beim Kauf achten

Egal ob schlafen, strampeln oder die ersten Stehversuche, eine Matratze für das Babybett macht einiges mit. Was eine gute Babymatratze ausmacht, klären wir hier.

Inhalt
  1. Eine Matratze für das Babybett sollte ...
  2. Warum ist der Matratzenkern des Babybetts so wichtig?
  3. Atmungsaktivität der Babymatratze
  4. Trittkante: Wofür ist sie gut?
  5. Schadstoffe: Was sagt der Geruch über die Babymatratze aus?
  6. Zusatztipp
  7. Stiftung Warentest: Testsieger bei Babymatratzen 2018

Die Matratze für das Babybett sollte unsere kleinen Lieblinge beim Schlafen stützen, bequem und natürlich in jeglichen Punkten ungefährlich sein. Da aus Babys schnell Kleinkinder werden, sollte die Matratze nicht nur robust sein, sondern im Idealfall auch im Juniorbett weitergenutzt werden können. Damit man sich als Elternteil im Dschungel der Kindermatratzen nicht verirrt, haben wir eine Liste mit allen wichtigen Kriterien für dich erstellt:

 

Eine Matratze für das Babybett sollte ...

  • einen dicken Matratzenkern haben und nicht zu weich sein.
  • atmungsaktiv sein.
  • eine Trittkante haben.
  • keine Schadstoffe enthalten.
 

Warum ist der Matratzenkern des Babybetts so wichtig?

Die Matratze soll dem Kind ermöglichen, fest und gut zu schlafen. Dass ein Probeliegen erst im Kleinkindalter möglich ist, macht die Auswahl schwierig. Generell gilt: Die Matratze für ein Babybett sollte mittelhart bis hart sein. In einer zu weichen Matratze könnte der Babykopf mehr als zwei bis drei Zentimeter einsinken - das birgt Risiken. Denn das tiefe Einsinken des Babyköpfchens erschwert dem Kind das Atmen. Zudem besteht die Gefahr, dass dein Kind das CO2, was es zuvor ausgeatmet hat, wieder einatmet. Das kann zu einem Sauerstoffmangel und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Kindstod führen.

Der Matratzenkern sollte aus Schaumstoff bestehen. Das Material ist atmungsaktiv, allergikerfreundlich, wärmespeichernd und in verschiedenen Härtegraden erhältlich. Alternativen für diejenigen, die Wert auf einen Naturkern legen, sind auch Babymatratzen aus Kokos oder Naturlatex. Auch diese sind für Allergiker geeignet.

Federkernmatratzen sind hingegen eher ungeeignet. Sie fühlen sich kalt an und können das Bett, gerade im Winter, nicht richtig temperieren.

Wie dick sollte die Matratze sein?

Auch die Dicke der Matratze spielt eine wichtige Rolle. Eine zu dünne Variante wird nicht nur schnell unbequem, sie kann das Baby zudem nicht ausreichend stützen. Daher sollte der Matratzenkern des Babybetts mindestens acht Zentimeter dick sein. Optimal wäre ein dicker Memory-Schaum. Da Babys und Kleinkinder noch nicht über die klassische S-Form der Wirbelsäule verfügen, benötigen sie keine Matratze mit mehreren unterschiedlichen Härtegrad-Zonen.

 

Atmungsaktivität der Babymatratze

Ein fester Untergrund für unsere kleinen Engel ist wichtig, damit sie entsprechend gestützt werden. Dennoch muss die Matratze für das Babybett atmungsaktiv sein. Durch die Luftzirkulation bekommt ihr Baby genug Frischluft, auch wenn es sich mal auf den Bauch drehen sollte.

Da Babys aber durchaus schwitzen, ist eine gute Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung wichtig. Es sollte ein integrierter Nässeschutz vorhanden sein. Dieser schützt den Matratzenkern vor Feuchtigkeit. Bei einer schlechten Luftzirkulation kann es sonst zur Schimmelbildung kommen.

 

Trittkante: Wofür ist sie gut?

Die Trittkante gilt bei der Matratze für das Babybett als Sicherheitsmerkmal. Dabei handelt sich um eine Randverstärkung, die  bei den ersten Stehversuchen sichern soll. Denn dort kann das Kind nicht einsinken, was die Rutschgefahr minimiert. Es gibt sie in zwei Varianten. Bei der einen verläuft die Trittkante um die komplette Matratze herum und bei der zweiten nur an den Längsseiten. 

Trittkante: Damit bei den ersten Stehversuchen nichts schief geht.
Mit einer Trittkante geht bei den ersten Stehversuchen nichts schief.
Foto: iStock/Daniela Jovanovska-Hristovska
 

Schadstoffe: Was sagt der Geruch über die Babymatratze aus?

Beim Auspacken der neuen Matratze für das Babybett kann es passieren, dass einem ein unangenehmer Geruch entgegenschlägt. Dieser Geruch kann chemisch und sehr intensiv sein. In der Regel beruht er auf flüchtigen, organischen, aber ungefährlichen Verbindungen. Deshalb sollte die Matratze vor Benutzung gründlich ausgelüftet werden. Da man selbst nicht weiß, ob es sich um gefährliche Schadstoffe handelt, sollte man auf verschiedene Prüfsiegel achten. Wurde die Matratze von Stiftung Warentest oder Öko-Test getestet kann man sich sicher sein, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Aber auch das Prüfsiegel OEKO-TEX Standard 100, das TÜV Rheinland- oder das LGA-Prüfsiegel weisen darauf hin, dass keine Schadstoffe in den Matratzen vorhanden sind.

 

Zusatztipp

Babymatratzen die zwei Härtegerade mitbringen sind optimal, um sie im Kleinkindalter weiter zu benutzen. 

Ein weiterer toller Zusatz ist ein abnehmbarer, Matratzenbezug. Denn schnell ist mal ein kleines Unglück passiert und die Windel hat nicht dicht gehalten.  Dann ist es schön, wenn man den Matratzenbezug abnehmen und bei bis zu 60 °C in der Waschmaschine schnell reinigen kann.  Einige Bezüge sind zudem Trocknergeeignet. So ist das kleine Malheur bis zum Mittagschlaf behoben.

 

Stiftung Warentest: Testsieger bei Babymatratzen 2018

Nach 2014 hat Stiftung Warentest erneut Babymatratzen untersucht. Dabei wurde unter anderem auf Komfort, Haltbarkeit, Schadstoffe und Sicherheit getestet. Dieses Jahr ganz neu, war der Kugeltest. Bei diesem Test simuliert eine Kugel den Kopf eines Babys und was passiert, wenn sich dieses beim Schlafen auf den Bauch drehen sollte. 

Testsieger ist die Babymatratze „Jonas“ aus dem Dänischen Bettenlager für ca. 99 Euro.

Preisleistungssieger ist die Schaumstoffmatratze „Skönast“ von Ikea für ca. 70 Euro.

Tipp: Stiftung Warentest: So gefährlich sind Kindermatratzen

 

Von Lisa Philomena Strietzel

 

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