Mietkautionskonto & Co.Mietkaution: Anlegen oder Kautionsversicherung?

Mieterinnen stehen in puncto Kaution vor der Wahl: Willst du ein Mietkautionskonto eröffnen und die Mietkaution anlegen oder lieber eine Kautionsversicherung bzw. Bankbürgschaft abschließen?

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Inhalt
  1. Mietkaution anlegen: Was der Vermieter mit der Miete machen muss
  2. Mietkautionskonto anlegen: Was du dazu wissen musst
  3. Kautionsversicherung: Bürgschaft statt Geld

Ist eine Kautionsversicherung sinnvoller, als die Mietkaution anzulegen und ein Mietkautionskonto zu eröffnen? Welche Möglichkeiten du als Mieterin hast, was die Vor- und Nachteile sind und wie dein Vermieter mit dem Geld umgehen muss, erfährst du hier.

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Mietkaution anlegen: Was der Vermieter mit der Miete machen muss

Zuerst stellt sich für dich als Mieterin natürlich die Frage, wie du deinem Vermieter die Kaution für deine Wohnung übergeben musst. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel ein Kautionskonto oder eine Kautionsversicherung, die nichts anderes es als eine Kautionsbürgschaft seitens der Versicherung.

Überweist du deinem Vermieter das Geld, ist dieser verpflichtet, es separat von seinem Privatvermögen bei einem Kreditinstitut anzulegen. Dieses Treuhandkonto muss innerhalb von drei Monaten kündbar sein, um dir im Falle deines Auszugs die Kaution fristgerecht überweisen zu können.

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Darüber, wie dein Vermieter beabsichtigt, das Geld anzulegen, muss er dir auf Verlangen auch Auskunft geben. Diese Nachweispflicht gilt sogar nach Überweisung der Kaution. Zahlt er die Kaution und Miete auf ein Girokonto ein, macht sich der Vermieter wegen Untreue sogar strafbar.

Es ist aber auch für dich sehr wichtig zu wissen, was dein Vermieter mit der gezahlten Kaution macht. Liegt das Geld nicht auf einem Treuhandkonto, ist es im Falle einer Privatinsolvenz des Vermieters nicht geschützt – du könntest dein Geld also unter Umständen nie wiedersehen.

Manchmal hast du vielleicht aber auch Glück und dein Vermieter sagt dir im Vorhinein, wie er die Miete anlegen möchte oder überlässt sogar dir die Entscheidung, ob du lieber eine Kautionsversicherung oder ein Mietkautionskonto in Anspruch nimmst.

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Mietkautionskonto anlegen: Was du dazu wissen musst

Ein Mietkautionskonto ist ein meist kostenfreies Konto bzw. Sparbuch bei der Bank, das in heutiger Zeit leider nur Zinsen unter einem Prozent beinhaltet. Letztlich bekommst du aber am Ende der Mietdauer mehr Geld ausbezahlt, als die ursprüngliche Höhe der Kaution war. Einzige Ausnahme ist, wenn der Vermieter noch offene Forderungen hat.

Der Vorteil hier ist, dass deine Kaution in jedem Fall sicher ist und nicht angetastet werden kann. Hast du das Mietkautionskonto eröffnet und die Mietkaution angelegt, wird das Konto deinem Vermieter verpfändet. Dieser kann die Kaution nach Ablauf der Mietdauer dann an dich zurück überweisen. Dafür hat er bis zu einem halben Jahr Zeit, meist reichen allerdings einige Wochen.

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In diesem Fall bekommst du auch die Zinsen mitausbezahlt. Wenn du damit allerdings den Sparer-Pauschbetrag (früher Sparerfreibetrag) überschreitest, müssen darauf Steuern bezahlt werden – ansonsten kannst du dir das Geld mittels Steuererklärung wieder zurückholen. Diese Grenze liegt für Singles bei 801 Euro, für Ehepaare bei 1.602 Euro.

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Kautionsversicherung: Bürgschaft statt Geld

Eine weitere Möglichkeit, dem Vermieter die Kautionssicherheit zu geben, ist eine Kautionsversicherung. Der Vorteil: der Mieter kann sein Geld behalten und muss keine Mietkaution anlegen. Bei der Kautionsversicherung handelt es sich um das Versicherer-Äquivalent zu einer Bankbürgschaft bzw. dem Avalkredit.

Du kannst also sowohl eine Kautionsversicherung als auch eine Bankbürgschaft abschließen. Der Vorteil ist, dass der Mieter das Geld für die Kaution einfach behalten und es an anderweitig nutzen kann.

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Für die Kautionsbürgschaft schließt der Mieter mit einem Versicherer einen Vertrag über die volle Kautionssumme und eine bestimmte Laufzeit ab. Die Summe wird dem Vermieter im Bedarfsfall beim Auszug oder bei Privatinsolvenz des Mieters ausgezahlt – der Versicherer bürgt also für den Mieter. Zudem erhält der Vermieter einen Bürgschaftsurkunde und somit einen Bonitätsnachweis vom Mieter.

Der Nachteil ist, dass die Versicherung die eventuell an den Vermieter im Rahmen der Kautionsversicherung ausgezahlten Beträge in voller Höhe von dir zurückverlangen kann.

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Die Kosten für eine solche Versicherung liegen bei mehreren Hundert Euro für einen Zeitraum von beispielsweise 5 Jahren. Die Zahlung erfolgt monatlich. Bei einer Bankbürgschaft wird meist eine Gebühr erhoben. Diese Kosten wirst du in keinem Fall zurückbekommen, hast aber kurzfristig mehr Geld zur Verfügung, das du sonst erst beim Auszug wiedersehen würdest.

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