Nach Timmy! Nächster Wal scheint sich in der Ostsee verirrt zu haben
Kaum ebbt die Diskussion um Buckelwal „Timmy“ ab, sorgt bereits die nächste ungewöhnliche Sichtung für Aufsehen im Norden.
Während der gestrandete Buckelwal vor der Insel Poel weiterhin viele Menschen beschäftigt, gibt es nun Berichte über einen weiteren Meeresbesucher in der Ostsee: In der Flensburger Förde soll ein Belugawal gesichtet worden sein.
Mehrere Medien, darunter die Zeitung „Der Nordschleswiger“ und der dänische Sender tvSyd, berichten übereinstimmend von dem seltenen Fund. Demnach wurde das Tier bereits vor einigen Wochen erstmals entdeckt – und seitdem immer wieder beobachtet.
Vom Årøsund bis nach Flensburg
Die Sichtungen zeichnen eine klare Route: Zunächst wurde der weiße Wal im Bereich des Årøsunds gefilmt, später weiter südlich. Inzwischen soll er bis in die Flensburger Förde geschwommen sein.
Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei allen Beobachtungen um dasselbe Tier handelt. Dass ein einzelner Wal über längere Zeit in der Region bleibt, ist zwar ungewöhnlich, aber nicht beispiellos.
Ein Gast aus der Arktis
Belugawale stammen eigentlich aus ganz anderen Gewässern. Sie leben vor allem in arktischen und subarktischen Regionen, etwa rund um Grönland oder Spitzbergen. Dass sich ein Tier in die Ostsee verirrt, kommt selten vor – ist aber kein Einzelfall.
Experten vermuten, dass die Vorliebe der Tiere für küstennahe Gebiete eine Rolle spielt. Dadurch können sie gelegentlich in ungewohnte Regionen gelangen.
Deutlich kleiner und offenbar noch fit
Im Vergleich zu Buckelwalen sind Belugawale deutlich kleiner: Sie erreichen meist eine Länge von drei bis sechs Metern. Auffällig ist ihre weiße Färbung, die sie leicht erkennbar macht. Zudem gelten sie als sehr kommunikativ und sozial.
Im Gegensatz zu „Timmy“ scheint der aktuelle Besucher bislang in besserer Verfassung zu sein. Beobachter beschreiben das Tier als agil. Experten halten es daher für möglich, dass der Wal eigenständig den Weg zurück in offenere Gewässer findet.
Trotz vorsichtigem Optimismus bleiben Gefahren bestehen. Gerade in Küstenregionen drohen Risiken durch Fischernetze oder Orientierungsprobleme in engen Gewässern. Ob der Belugawal dauerhaft in der Ostsee bleibt oder bald wieder Richtung Norden zieht, ist derzeit unklar.











