Neue Instagram-Funktion für Teenager-Konten! Das müssen Eltern jetzt wissen
Meta plant, eine neue Funktion für Instagram auszurollen. Ein Warnsystem soll Eltern benachrichtigen, wenn ihre Kinder wiederholt nach sensiblen Themen suchen.
Wie es auf der offiziellen „Meta“-Website heißt, wird Instagram in den kommenden Wochen damit anfangen, Eltern zu benachrichtigen, wenn ihr Kind wiederholt innerhalb kurzer Zeit nach Begriffen im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung sucht. Ziel der neuen Funktion sei der Schutz der Jugendlichen. Es geht darum, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen, Eltern zu informieren und ihnen zu ermöglichen, präventiv vorzugehen, statt die Inhalte lediglich zu blockieren und auf Hilfsangebote zu verweisen.
Bessere Unterstützung für Familien
Zwar betont Meta, dass die große Mehrheit der Jugendlichen auf Instagram nicht nach Inhalten zu Suizid oder Selbstverletzung sucht. Nichtsdestotrotz will der Konzern „mit diesen Benachrichtigungen sicherstellen, dass Eltern informiert sind, wenn ihr Teenager wiederholt versucht, solche Inhalte zu finden – und ihnen die passenden Hilfsmittel an die Hand geben, um ihre Kinder in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen.“
Konten von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren gelten bei Instagram automatisch als „Teenager-Konten“ und haben gesonderte Schutzfunktionen: Sie haben automatisch ein „privates Konto“. Es ist eingeschränkt, wer sie kontaktieren darf und welche Inhalte ihnen angezeigt werden. Bis zum Alter von 16 Jahren kann das private Profil nur mit Zustimmung eines Elternteils geändert werden. Diese Standardeinstellungen dienen dem Schutz junger Nutzer und können durch die Elternaufsicht ergänzt werden.
So funktioniert das Frühwarnsystem
Bisher griff Instagram vor allem technisch bei Inhalten ein: Wurden bestimmte, problematische Suchbegriffe eingegeben, blockierte die Plattform diese und zeigte stattdessen Hinweise auf Beratungsstellen oder Hilfsangebote an. Nun geht Instagram einen Schritt weiter: Bei sogenannten Teenager-Konten erkennt das System, wenn sensible Begriffe mehrfach innerhalb eines bestimmten Zeitraums gesucht werden.
In solchen Fällen erhalten Eltern – sofern sie ihre Kontaktdaten im Teen-Konto hinterlegt haben – automatisch eine Benachrichtigung. Diese kann per E-Mail, SMS, WhatsApp oder direkt in der App zugestellt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Aufsichtsfunktionen aktiviert sind.
Tippt man auf die Benachrichtigung, öffnet sich eine Vollbildnachricht, in der erklärt wird, dass der*die Teenager*in wiederholt versucht hat, innerhalb kurzer Zeit auf Instagram nach Begriffen im Zusammenhang mit Suizid oder Selbstverletzung zu suchen. Eltern haben außerdem die Möglichkeit, Infomaterial von Expert*innen einzusehen, das ihnen helfen soll, Gespräche mit ihrem Kind einfühlsam zu führen.
Wann und wo wird die Instagram-Funktion kommen?
Laut Ankündigung des Unternehmens soll die neue Funktion innerhalb der nächsten Wochen ausgerollt werden. Erst wird das Warnsystem in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada eingeführt. Weitere Länder sollen aber künftig hinzukommen.
Mit diesem neuen Ansatz möchte Instagram nicht nur Inhalte filtern, sondern Familien aktiv unterstützen. Und so einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Jugendlichen, die Social Media Plattformen nutzen, leisten.







