Erhöhter Pollenflug! Warmes Wetter lässt schon jetzt die Pollen fliegen
Die ungewöhnlich hohen Temperaturen im März sorgen für extreme Pollenflüge. Hasel-Pollen erreichen bereits jetzt Spitzenkonzentrationen.
„Der Frühling ist da, und er bleibt auch erst einmal“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber der „Bild-Zeitung“. Und so sehr wir uns alle darüber freuen, dass uns der Frühling überall in Deutschland erhalten bleibt, so trüben die warmen Temperaturen die Stimmung bei Allergiker*innen. Denn das trockene, sonnige Wetter begünstigt auch Pollenflüge.
„Alles, was kann, bricht jetzt aus dem Boden heraus, Erle und Hasel explodieren quasi. Das bedeutet erhöhten Pollenflug!“, so Wetter-experte Jung.
Der Pollenflug-Gefahrenindex bestätigt: Bereits zum Wochenstart ist die Belastung durch Erlenpollen in vielen Teilen Deutschlands hoch, vor allem im Südwesten. Auch bei der Hasel zeigen sich ähnlich starke Werte. Hier sind Spitzenkonzentrationen vor allem im Norden zu erwarten.
Heuschnupfen mit laufender oder verstopfter Nase, Niesen, tränende Augen, ein gereizter Gaumen: Allergiker*innen müssen sich auf eine intensive Zeit einstellen.
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März-Wetter: Das ist die Prognose
Laut dem Wetterexperten liege die aktuelle Temperatur ganze sechs Wochen über dem sonst üblichen Stand der Jahreszeit. Die erste Märzwoche verspricht trockenes, sonniges und ungewohnt mildes Wetter.
In den nächsten Tagen dürfen sich besonders der Süden und Westen Deutschlands auf frühlingshafte 18 bis 19 Grad freuen. Wetterexperte Jung erklärt: „Im Norden und Osten liegen die Werte bei 10 bis 13 Grad – gefühlt ist es in der Sonne aber deutlich wärmer.“ Nur im Donauraum sowie generell an Flüssen kann sich Nebel etwas länger halten, bevor die Sonne endgültig durchbricht. Doch Jung macht Hoffnung: „Eine Woche super Frühlingswetter für ganz Deutschland!“
Auch Klimatologe Dr. Karsten Brandt bestätigt: „Die nächsten zehn, zwölf Tage sieht alles nach Frühling aus, mit einem leichten West-Ost-Gefälle. In Köln, Mainz, Freiburg werden es bis zu 19 Grad, in Berlin, Dresden oder Leipzig ein wenig kühler. Das Wochenende wird dann wieder wärmer.“
Sollte das Wetter weiterhin so viel Tempo machen, kündigen sich auch Pollenarten früher an, die normalerweise erst später im Jahr auftreten. So gelangen Eibenpollen durch der aktuellen Luftströmungen sogar bis in den äußersten Norden und Nordosten. Regionen also, in denen an einen natürlichen Start der Eibenblüte eigentlich noch längst nicht zu denken wäre. Auch Pappel-, Ulmen- und Zypressengewächse sind laut Pollenstiftung bereits im Anmarsch.
Darum ist es bereits jetzt so warm
Der Grund für die warmen Temperaturen ist laut Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) Hoch „Iackl“. Trotzdem rechnet der Experte noch gebietsweise mit Frost: „In der Nacht zu Mittwoch kann es im Süden und Südosten sowie im äußersten Norden lokal leichten Frost geben. Die Temperaturen sinken auf plus 4 bis 0 Grad. Tagsüber wird es aber wieder heiter.“
Im Norden dürfen sich die Menschen zum Wochenbeginn auf besonders milde Tage mit 13 bis 16 Grad freuen. Für den Westen verspricht der Meteorologe viel Sonnenschein im Laufe der Woche. Lediglich in den Nächten und am Morgen sei örtlich mit Nebel zu rechnen. Am Mittwoch wird es vorübergehend bewölkt, doch die Temperaturen bleiben mit 14 bis nahe 20 Grad ausgesprochen mild. Ab Freitag kann dort vereinzelt Regen einsetzen.
Im Süden hält das schöne Wetter fast uneingeschränkt bis zur Wochenmitte an, bei angenehmen Werten um die 20 Grad. Im Osten kühlt es zum nächsten Wochenende hin etwas ab; hier sind dann noch rund 13 Grad möglich.








