SkandinavischNordische Diät: Abnehmen leicht gemacht

Die nordische Diät ist gesund, lecker und gehungert wird nicht. Bei dieser Diät wird gegessen wie im Urlaub und gleichzeitig abgenommen - klingt nach einer Traumkombination. So funktioniert die nordische Diät.

Inhalt
  1. Was ist die "nordische Diät"?
  2. Die Lebensmittelpyramide der nordischen Diät
  3. Rezepte: Ein Tag mit der nordischen Diät
  4. Saisonkalender für regionales Obst und Gemüse
  5. Tipps für einen guten Einstieg

Die Ernährung aus der Gegend rund um das Mittelmeer ist bekannt für seine positiven Effekte auf Gesundheit und Figur, aber auch der Norden hat kulinarisch einiges zu bieten. Fisch, Vollkornbrote und verschiedene Kohlsorten sind nicht nur lecker, sondern auch gut für unseren Körper. Und mit der nordischen Diät purzeln ebenfalls überschüssige Kilos!

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Was ist die "nordische Diät"?

Bei der nordischen Diät wird viel Wert auf gesunde und regionale Lebensmittel gelegt. Dabei kommt die Diät ohne lästiges Kalorienzählen aus. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten, Roggenvollkornprodukte, Nüsse, Rapsöl und Fisch sind allerdings nicht wegzudenken. Mit der Schweden-Diät hat diese Ernährungsweise aber nicht viel gemein. Denn dort sind nicht alle Gemüsesorten und auch nur wenig Obst erlaubt. Nudeln sind ganz tabu, bei der nordischen Diät jedoch definitiv ein fester Bestandteil, zumindest in der Vollkornvariante.

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Die Lebensmittelpyramide der nordischen Diät

Die Lebensmittelpyramide umfasst insgesamt sechs Stufen. Je höher du auf der Pyramide hochkletterst, desto weniger solltest du von den Produkten verzehren. Aber keine Angst, Hunger oder Langeweile kommen hier dennoch nicht auf.

Stufe 1: Die Basis wird von Wasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertees und stark verdünnten Saftschorlen gebildet. Ungefähr anderthalb bis zwei Liter solltest du am Tag trinken.

Stufe 2:  Zwei Obstportionen und drei bis vier Gemüseportionen sollten täglich auf deinem Teller landen. Die Sorten sind dabei egal, solange sie gerade Saison haben und regional zu finden sind.

Stufe 3: Auch Kohlenhydrate aus Roggenvollkorn sollten nicht vernachlässigt werden. Brot, Getreide, Nudeln und auch Kartoffeln sind bei der nordischen Diät sehr gerne gesehen. Denn diese Kohlenhydrate sind ballaststoffreich und sättigen lange. Mindestens vier Portionen pro Tag, sollten daher eingeplant werden.

Stufe 4: Hier finden sich die tierischen Produkte. Dabei werden drei Kategorien unterschieden. In die Erste fallen fettarme Milchprodukte wie Käse. Diese dürfen dreimal täglich auf dem Speiseplan stehen. Fisch und Meeresfrüchte hingegen sollten dreimal in der Woche eingeplant werden. In der dritten Kategorie befinden sich Eier, Fleisch und Wurst. Von diesen Lebensmitteln sollten insgesamt nur zwei bis drei Portionen pro Woche gegessen werden.

Stufe 5: Die Wahl des richtigen Fetts ist sehr wichtig. Am besten verwendest du Produkte aus hochwertigem Rapsöl. Das Öl enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die braucht unser Körper jeden Tag, aber nur in Maßen!

Stufe 6: Die Lebensmittel aus dieser Stufe sollten nur ab und an genossen werden. Hier gehören alle Produkte rein, die viel Zucker oder Alkohol enthalten, wie zum Beispiel Schokolade, Limonaden oder Sekt.

 

Rezepte: Ein Tag mit der nordischen Diät

Dass die nordische Diät super lecker und abwechslungsreich sein kann, zeigen wir dir mit ein paar Rezeptideen.

Zum Frühstück eine fruchtige Bowl

Eine fruchtige Frühstücksbowl für einen guten Start in den Tag.
Eine fruchtige Frühstücksbowl für einen guten Start in den Tag.
Foto: Food&Foto Experts

Zutaten für 2 Portionen

  • 350 g Magerquark
  • 75 ml Milch
  • 2 – 3 TL Agavendicksaft
  • 100 g Weintrauben
  • ½ Apfel
  • 100 g Physalis oder Beeren
  • 4 EL Vollkorn-Müsli-Mix
  • 4 TL Leinöl

Zubereitung

  1. Quark, Milch und Agavendicksaft verrühren.
  2. Obst waschen und klein schneiden.
  3. Quark in kleine Schüsseln füllen, mit Müsli bestreuen und das Obst darauf anrichten. Anschließend mit Öl beträufeln.

Zum Mittag eine leichte Rote-Beete-Suppe

Eine leichte Rote-Beete-Suppe zum Mittag.
Eine leichte Suppe für kalte Tage.
Foto: Food&Foto Experts

Zutaten für 2 Portionen

  • 1 Zwiebel
  • 200 g Rote Beete
  • 75 g Knollensellerie
  • 1 Apfel
  • 1 TL Rapsöl
  • ½ TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 2 Stiele Petersilie
  • 75 g Saure Sahne
  • 2 TL Meerrettich

Zubereitung

  1. Zwiebeln, Rote Beete und Sellerie schälen und grob würfeln. ½ Apfel schälen und klein schneiden.
  2. Rapsöl erhitzen, Gemüse und Apfelwürfel darin ca. 5 Minuten anschwitzen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Mit Brühe ablöschen und ca. 40 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  3. Petersilie fein hacken und den Rest Apfel grob reiben.
  4. Meerrettich in die Suppe geben und fein pürieren. Suppe abschmecken und in Schüsseln geben. Mit saure Sahne Kleksen, gehackter Petersilie und geriebenen Apfel garnieren.

Zum Abendessen gekräuterten Lachs auf Gemüse

Lachs mit Kräuterkruste zum Abendessen.
Ein leckeres Abendessen für die ganze Familie.
Foto: Food&Foto Experts

Zutaten für 2 Portionen

  • 3 Stiele Petersilie
  • 2 Stiele Dill
  • 25 g Gouda
  • 1 EL Schmand
  • 1 EL Vollkorn-Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 300 g Steckrübe
  • 50 g Kartoffeln
  • 3 TL Rapsöl
  • ½ Porree
  • 300 g Lachsfilet

Zubereitung

  1. Kräuter, bis auf einige zum Garnieren, hacken du Käse fein reiben. In einer Schüssel Schmand, Kräuter, Paniermehl, Käse, Salz und Pfeffer verrühren. Abdecken und kalt stellen.
  2. Steckrüben und Kartoffeln dünn hobeln, in einer Schüssel mit 2 TL Rapsöl mischen. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. Alles auf ein ofenfestes Blech geben, gleichmäßig verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Umluft ca. zwölf Minuten backen.
  3. Porree in Ringe schneiden und mit restlichem Öl mischen. Fisch würzen und die Kräuterkruste auf dem Lachs verteilen. Lauch und Fisch auf das Blech geben und weitere zwölf bis fünfzehn Minuten mitbacken.
  4. Blech aus dem Ofen nehmen und mit übrigen Kräutern garnieren.
 

Saisonkalender für regionales Obst und Gemüse

Nicht jede Obst- oder Gemüsesorte ist jederzeit verfügbar. Zumindest nicht, wenn man sich auf regionale Lebensmittel beschränken möchte. Um sich einen Überblick zu verschaffen helfen Saisonkalender.  

Im Oktober haben zum Beispiel Blumenkohl, Champignons, Fenchel, Gurke, Kartoffeln, Lauch, Mais, Paprika, Radieschen, Schwarzwurzel, Tomaten, Weißkohl und Zwiebeln Saison. Aber auch Obst wie Äpfel, Birnen, Holunder, Quitten, Weintrauben und Zwetschgen sind im Oktober aus Deutschland zu bekommen.

 

Tipps für einen guten Einstieg

Mit ein paar Tricks gelingt der Einstieg in die nordische Diät fast von selbst.

  • Schritt für Schritt zur Ernährungsumstellung: Nimm dir Zeit und beginne die Diät mit deinem Lieblingsrezept.
  • Vorbereitung ist alles. Klingt banal ist aber wahr. Erstelle dir zu Beginn einen Speiseplan, um dir den Einstieg zu erleichtern. Zudem hilft ein Essensplan sehr bei der Erstellung der Einkaufsliste, denn so schaffst du es aus deinem alten Einkaufsmuster.
  • Zähle keine Kalorien, sondern halte dich einfach an die Lebensmittelpyramide.
  • Verwende regionale und saisonale Produkte. So ist Abwechslung garantiert!
  • Lege dir Vorräte an. Gerade Nüsse, Nudeln, Kartoffeln, sowie Mehl lassen sich sehr gut lagern und ab jetzt gehören sie fest auf deinen Speiseplan. Wenn deine Gefriertruhe groß genug ist, können sowohl Brot, als auch fertige Gerichte (z.B. Eintöpfe) eingefroren werden.
  • Koche die doppelte Menge. Alles was übrig bleibt, kann eingefroren werden, und wenn es mal schnell gehen muss, gerät man nicht in Versuchung zur TK-Pizza zu greifen.

 

Von Lisa Philomena Strietzel

 

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