Netzskandal

OnlyFans Porno-AUS - Das sind die Alternativen!

Die Erotik-Plattform OnlyFans verbannt sexuell eindeutige Inhalte. Welche Alternativen haben Fans und Content Creators?

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OnlyFans: Von Sex zu Nosex

Bald wird es brav(er) auf OnlyFans: Wie das Unternehmen Ende August überraschend mitteilte, wird "sexuell explizites Verhalten" auf Bildern und in Videos ab dem 1. Oktober 2021 offiziell verboten. OnlyFans ohne Sex? Schwer zu glauben, wenn man weiß, dass die Erotik-Website erst durch explizite Inhalte bekannt geworden ist und bisher als relativ sichere Plattform für Sexarbeiter*innen galt.

OnlyFans vereint rund zwei Millionen Content Creators, die teilweise sehr eindeutige Inhalte produzieren und damit 130 Millionen Nutzer*innen begeistern. Um die erotischen Bilder und Videos sehen zu können, müssen sich User anmelden und Geld zahlen. 20 % behält OnlyFans für sich, 80 % geht an die Ersteller*innen der Inhalte. Otto Normalverbraucher und Stars lieben OnlyFans: Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien einen Vorsteuergewinn von 74 Millionen Dollar, rund 63 Millionen Euro.

In Deutschland sind unter anderem Kult-Bachelor Paul Janke und #CoupleChallenge-Gewinnerin Melody Haase auf OnlyFans aktiv. Melody sorgte Anfang des Jahres für einen OnlyFans-Hype, als sie sich vor laufender Kamera einen Lutscher zwischen die Beine schob.

OnlyFans Aus: Die Macht der Banken

Jetzt also das Aus für OnlyFans, wie wir es kennen. Doch warum eigentlich? Damit User Geld für heiße Fotos und Clips zahlen können, muss OnlyFans verschiedene Bezahlmöglichkeiten anbieten. Das geht nur über die Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern wie MasterCard, Visa oder PayPal. Das Fatale: Wo Banken und Kreditkartenunternehmen unersetzbar sind, nutzen sie ihre Position.

Im Fall von OnlyFans wird vermutet, dass MasterCard und Visa sich von sexuell eindeutigen Inhalten distanzieren wollen und die Seitenbetreiber in der Folge dazu zwingen, sämtliche Inhalte, die bezahlt werden sollen, vorab zu prüfen. Ein Aufwand, den OnlyFans nicht leisten kann.

"Spiegel Netzwelt" hat in einem ausführlichen Bericht mit deutschen Content Creators über die drastischen Folgen des OnlyFans Aus gesprochen.

OnlyFans Alternativen: Drei Websites, die es in sich haben

Wenn am 1. Oktober die roten Lichter auf der Erotik-Plattform ausgehen, stellt sich natürlich die Frage: Welche OnlyFans Alternativen gibt es? Wir stellen drei Websites vor.

BestFans

BestFans ist eine Seite für Content Creators aus den Bereichen Mode, Musik, Kunst, Sport, Film, Fernsehen und Gaming. Das Unternehmen sitzt in Hamburg. Danni Büchner hat dort ein eigenes Profil und schreibt dazu: "Ich habe mich für die Plattform BestFans entschieden, da ich hier bedenkenlos meinen ehrlichen, positiven und authentischen Content mit meinen Besten teilen kann – ohne unverschämte oder verletzende Kommentare zu ernten". Fans können die Inhalte ihrer Stars entweder per Abo-Modell oder mit Einzelkäufen freischalten.

"Spiegel Netzwelt" weist auf die Geschäftsbedingungen von Plattformen wie BestFans hin. Darin steht: "Creator sind auch berechtigt, pornografische und jugendgefährdende Inhalte hochzuladen und zu veröffentlichen."

Danni Büchner
Danni Büchner nutzt BestFans, um mit ihren Fans in Kontakt zu treten Foto: BestFans

AVN Stars

AVN Stars ist die Seite für alle, die auf Femdom und BDSM stehen. Klar gibt es auch ein paar männliche Content Creators und die alt bekannten Erotikinhalte, aber die wirklich sehenswerten Videos werden von Dominas geliefert.

Neugierige finden auf der Erotik-Plattform auch Free Content, die richtig heißen Sachen warten allerdings hinter der Pay Wall.

JustForFans

Als die "ultimative Blogging-Website für Erwachsene" beschreibt sich JustForFans. Die Inhalte sind sehr explizit – und vielseitiger als bei OnlyFans. Neben heterosexuellen Creators finden sich bei JustForFans auch viele queere, trans und non-binary Blogger*innen.

Wie OnlyFans werden Inhalte über Abos oder Einzelkäufe freigeschaltet. In der Szene wird JustForFans als beste OnlyFans Alternative gehandelt, weil die Website nicht mit Zahlungsdienstleistern, die als Porno-Gegner bekannt sind, zusammenarbeitet.

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