Kleinkinder oft betroffenRotavirus: Symptome und Impfung gegen die Brechdurchfall-Krankheit

Das Rotavirus kommt auch in Deutschland häufig vor. Symptome sind Fieber, Erbrechen und Durchfall. Besonders Babys und Kleinkinder sind in Gefahr - aber es gibt eine Rotavirus-Impfung.

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Inhalt
  1. Rotavirus: Babys und Kinder sind gefährdet
  2. Rotavirus-Symptome und Inkubationszeit
  3. Rotavirus-Impfung und wie du dich sonst noch schützt

Die kalte Jahreszeit bietet einen passenden Nährboden für die fiesen Rotaviren, die auch in Deutschland vorkommen. Sie sind besonders bei Kleinkindern weit verbreitet. Warum ausgerechnet die Kleinen häufig betroffen sind, woran du Rotavirus-Symptome erkennst und wie geimpft wird, erfährst du bei uns.

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Rotavirus: Babys und Kinder sind gefährdet

Vor allem gefährdet sind Kinder und Babys zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, da sie noch keine ausreichenden Antikörper entwickelt haben. Etwa 2.000 Babys und Kleinkinder werden in Deutschland pro Jahr stationär wegen Rotaviren behandelt, ungefähr 50 davon auf der Intensivstation. Frühchen haben ein besonders hohes Risiko, in den ersten beiden Lebensjahren wegen einer Rotavirus-Infektion in stationäre Behandlung zu kommen.

Zwar gibt es laut Robert-Koch-Institut (RKI) weltweit etwa 420.000 Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren, wovon die Hälfte in Afrika vorkommt. In Deutschland kommt es aber mit 0,1 Prozent sehr selten zu Todesfällen. Rotavirus-Infektionen treten vor allem im Frühjahr auf. Die Ansteckung mit dem Rotavirus erfolgt fäkal-oral, schon 10 Viren reichen laut RKI für die Infektion. Häufige Möglichkeiten der Ansteckung sind:

  • Schmierinfektion (Mensch zu Mensch oder über Oberflächen)
  • kontaminierte Lebensmittel
  • Wasser
  • Zoonose (Übertragung durch Tiere, z.B. Rinder oder Schweine)

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Rotavirus-Symptome und Inkubationszeit

Wenn sich dein Baby oder Kleinkind mit dem Rotavirus ansteckt, bekommt es folgende Symptome:

  • Durchfall
  • Fieber
  • starke Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Manchmal wird bei Rotavirus-Symptomen deshalb auch vom sogenannten Brechdurchfall oder der Rotavirus-Gastroenteritis gesprochen. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Tage, weshalb sich das Virus schnell verbreiten kann.

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Rotavirus-Impfung und wie du dich sonst noch schützt

Es ist wie bei so vielen Krankheiten - eine Rotavirus-Infektion ist eigentlich vermeidbar. Grund für die Vermeidbarkeit ist die Rotavirus-Impfung. Sie kann Babys ab einem Alter von 6 Wochen als Schluckimpfung verabreicht werden. Es gibt zwei verschiedene Rotavirus-Impfungen, die seit 2006 in Deutschland und der EU zugelassen sind.

Säuglingen wird die Rotavirus-Impfung als Schluckimpfung verabreicht
Säuglingen wird die Rotavirus-Impfung als Schluckimpfung verabreicht
Foto: chameleonseye/iStock

Weitere Möglichkeiten, dich und die Kleinen vor dem Rotavirus zu schützen, ist regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden, sich mit den Fingern die Augen zu reiben oder Dinge in den Mund zu stecken. Wie gut das bei Kleinkindern klappt, weißt du ja selbst - darum ist die Rotavirus-Impfung dringend empfohlen.

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