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Sexting: So schützt du deine sexy Selfies vor Missbrauch

Sexting macht richtig Spaß, kann aber auch gefährlich sein, wie die Erfahrung von Marie (32) aus Hamburg zeigt. So schützt ihr euch vor Missbrauch.

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Prickelnde Nachrichten per WhatsApp & Co.schreiben, das sogenannte "Sexting", dient vielen Paaren als kleiner Appetithappen für den nächsten gemeinsamen Abend. Sicherlich hast auch du schon sexy Bilder, Videos, oder erotische Botschaften an deinen Schatz gesendet – und dich dabei auf seine Diskretion verlassen. Das kann ein fataler Fehler sein!

Lies hier: Sexting: Beispiele und Tipps für heiße Chats

Erfahrungsbericht: Sexy Bilder können an die Falschen geraten!

"Auf den ersten Grillabend mit meinen Freunden hatte ich mich seit Wochen gefreut. Als mich Caro bat, kurz ein paar Meter spazieren zu gehen, wusste ich schon, dass etwas nicht stimmt. „Ich habe da ein Foto von dir gesehen“, erklärte sie mir, während sie ihr Smartphone aus der Tasche zog. 

Ein kurzer Klick auf ihren WhatsApp-Verlauf mit unserer gemeinsamen Freundin Lena setzte den Blick auf das frei, was ich Marcel kurz vor unserer Trennung im Mai auf der langen Zugfahrt von München zurück nach Berlin freizügig geschickt hatte – beziehungsweise auf ALLES!

Ein heißes Nackt-Selfie, das ich vor dem Auschecken noch schnell mit leicht gespreizten Beinen auf dem Hotelbett gemacht hatte, plus fordernder Bildunterschrift: „Ich bin schon total heiß auf dich. Und rate mal, was ich heute Abend mit dir machen werde.“ – „Wie viele Leute hier haben das auch gesehen“, fragte ich mit fassungslosem Blick auf den Screenshot und dann auf den Rest unserer Gruppe, der gerade mit dem Essen begann. „Rate mal…“ Mir war der Appetit vergangen."

Das kann mit den Nacktbildern passieren, die du verschickst: 

Von wegen privat: Vorsicht beim Sexting

Eine Umfrage ergab, dass unter 5805 Erwachsenen zwischen 21 und 75 Jahren, jede vierte Sexnachricht mit anderen geteilt wird. Und noch schlimmer: Im Schnitt lesen nach dem Empfänger noch 3,17 weitere Menschen eure intimen Messages. Ein Albtraum!

Mit der Angst, mit unbedachtem Sexting bloß gestellt zu werden, stehst du nicht allein da. 73 Prozent der Befragen erklärten, dass es ihnen unangenehm wäre, würden andere Einblick in ihre sexy SMS-Geheimnisse bekommen. Sie nannten oft den guten Ruf oder Nachteile im Job, auch das Gefühl, in der Öffentlichkeit verlacht zu werden, als Gründe an. 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir verraten dir, wie dich vor unangenehmen Sexting-Situation schützen kannst.

Bewahre dir den guten Stil

Fotos, die dich in vulgären Posen zeigen, stellen dich beim Weiterleiten der Nachricht bloß. Achte deshalb bewusst auf den Bildausschnitt. Laszive Lippen, dein mit schicker Wäsche leicht verhüllter Körper oder ein Foto deiner Beine, die in schöne Heels übergehen, wecken die Lust des Empfängers, ohne dass du dich als Porno-Häschen produzieren musst.

Achte auch darauf, dass dein Gesicht nicht zu sehen ist. So wird es schwerer, dich wirklich identifizieren und bloß stellen zu können. Übrigens können auch Tattoos oder besondere Möbelstücke im Hintergrund eure Identität aufdecken

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Checke die Nummer und sicher dein Handy

Simpel aber effektiv: Vergewissere dich vor dem Abschicken ganz genau, wer der Empfänger der Nachricht ist. Im Gewimmel von Messages, die auf allen Kanälen auf uns einprasseln, drücken wir viel zu schnell versehentlich auf den falschen "Senden"-Button.

Eine weitere Umfrage, diesmal vom Software-Hersteller McAfee in Auftrag gegeben, zeigte, dass 50 Prozent der Befragten ihren Partnern sämtliche Passwörter für Smartphones, Mail-Zugänge oder Computer überließen. Deshalb gilt nicht nur nach einer Trennung: Behalte deine Daten für dich und wechsele Sicherheitscodes öfter. Ex-Partner können nämlich ganz schön fies sein…

Auch du hast sicherlich schon versehentlich eine Freundin „aus der Hosentasche“ angerufen, weil die Tastensperre deines Smartphones nicht aktiviert war. Fieser: Auch Facebook oder Instagram können sich unter dieser Voraussetzung Bilder aus deinem Fotostream ziehen und veröffentlichen. Am besten schützt du dich, wenn du intime Fotos sofort in einen extra Ordner verschiebst, auf die Apps nicht sofort zugreifen.

Denk genau darüber nach, mit wem du erotische Fotos und Nachrichten austauschst

Die Sexting-Studie ergab auch, dass sich viele User überhaupt keine Gedanken über negative Folgen von Sexting machen. Deshalb überlege genau, wem du erotische Nachrichten schickst. Im Regelfall wird dein Liebster damit diskreter umgehen als ein Tinder-Flirt oder ein Mann, den du erst ein-, zweimal getroffen hast.

Nachrichten in Beziehungen: Wie WhatsApp und Co. deine Liebe zerstören oder bereichern können

Sexting: So schützt du dich vor Missbrauch

Die beste Vorsorge, um sein Gesicht selbst nach einer Sexting-Panne wahren zu können, ist der gute Stil. Hier erfährst du, wie Sexting mit Stil geht.

Rücke dich ins beste Licht

Neben dem richtigen Bildausschnitt ist bei stilsicherem Sexting auch eine überlegte Bildbearbeitung gefragt. Mit Bildbearbeitungs-Apps oder Photoshop könnt ihr eure sexy Selfies künstlerisch verzerren, so dass das Ergebnis wie ein Ölgemälde wirkt. Weiche Lichtfeffekte, Schattierungen oder der kunstvolle Sepia-Filter lassen euch toll aussehen. Nackt unter Flutlicht vor dem Badezimmerspiegel wirkt dagegen recht billig.

Sicher und fehlerfrei schreiben

Häufige Rechtschreibfehler turnen ab. Deshalb ließ‘ deine sexy Nachrichten lieber noch einmal gegen, bevor du sie in der Hitze des Moments an deinen liebsten verschickst. Übrigens gilt für Männer und Frauen gleichermaßen: Vermeide Babysprache unbedingt! Auch Reime oder skurrile Vergleiche, zum Beispiel mit Tieren, könnten auf den Empfänger eher befremden. Oder möchtest du „geile Stute“ genannt werden? Ebenfalls ein No-go: Abkürzungen wie HDGDL wirken unreif und kindisch.

Sexting soll die Fantasie anregen

Im Idealfall ist Sexting ein kleiner Appetizer, der beim nächsten Treffen in der Realität verlängert wird. Deshalb schreibe nicht zu vulgär. Viel effektiver ist es oft, Fantasien zu schildern, oder an gemeinsame Liebesnächste zu erinnern, als zu berichten, dass du dich gerade selbstbefriedigst. So lässt du dem Empfänger Raum für seine Phantasien und steigerst die Vorfreude auf das Wiedersehen. „Weißt du noch, die erste Nacht in unserem Spanien-Urlaub? Heute Abend würde ich gern noch einen Schritt weiter gehen…“ Wer dagegen offensiv von harten Schwänzen und feuchten Pussys schreibt, wirkt schnell wie ein schlechter Pornodarsteller.

Sexting mit Stilmittel

Drei kleine Punkte am Satzende können beim Empfänger einen großen Effekt provozieren! Sie wirken geheimnisvoll und verführerisch. Verzichten solltest du dagegen auf alles, was Missverständnisse hervorrufen könnte. Die Verwendung von Smileys oder ironische Sätze können gerade bei Textnachrichten falsch verstanden werden.

Sexting mit Sprachnachrichten

Wie wäre es zwischendurch mal mit einer kleinen Sprachnachricht via WhatsApp? Das lockert nicht nur den Sexting-Verlauf auf, sondern lässt im wahrsten Sinne des Wortes auch andere Töne zu. Die sexy gehauchte Nachricht aus dem Kopierraum im Büro… Was könnte die Freude auf den Feierabend an beiden Telefonen mehr steigern?

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