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Sonnenblumenöl: So gesund ist es wirklich

Es ist eines der meistverkauften pflanzlichen Öle Deutschlands: Das Sonnenblumenöl. Aber ist es auch gesund? Was du wissen musst, steht in unserem Artikel.

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Sonnenblumen sind schön – sie bereichern unsere Felder, werden aber tatsächlich vor allem industriell verarbeitet. Ob Sonnenblumenöl gesund oder ungesund ist und was du über Inhaltsstoffe wissen musst, verraten wir dir.

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Sonnenblumenöl: Gesundes Öl für wenig Geld?

Sonnenblumenöl ist das zweitmeistverkaufte pflanzliche Öl Deutschlands. Einer der Gründe liegt vermutlich im günstigen Preis des goldgelben Speiseöls, das viel günstiger ist als beispielsweise Olivenöl. Stellt sich allerdings die Frage, wie gesund Sonnenblumenöl wirklich ist.

Frisch geerntet, wird das Pflanzenöl aus den Kernen der Sonnenblume gepresst. Meist wird es nicht kaltgepresst – daher muss es raffiniert werden, ist dann aber auch gut einsetzbar bei Hitze. Einmal gekauft, wird es zum Kochen, Braten und Backen verwendet – Sonnenblumenöl ist vielseitig einsetzbar.

Dass Fette grundsätzlich ungesund sind, ist inzwischen eine überholte Meinung. Es kommt auf die Art der Fette an. So muss zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden werden, was sich nochmals aufteilen lässt. Außerdem kommt es bei den verschiedenen Fetten auf die Menge an, die vom Körper aufgenommen werden sollte.

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Ist Sonnenblumenöl gesund oder ungesund?

Wenn wir einmal auf die Bestandteile des Sonnenblumenöls schauen, wird deutlich, dass es nur wenig der guten Omega-3-Fettsäuren enthält. Die Alpha-Linolensäure ist allerdings eine wichtige essenzielle Fettsäure.

Weitaus häufiger ist dagegen die Linolsäure im Sonnenblumenöl enthalten. Diese ist besser bekannt unter dem Namen Omega-6-Fettsäure. Auch diese Fettsäure ist essenziell und der Aufnahmewert im Körper sollte im Verhältnis 5:1 liegen, ist in Deutschland aber durchschnittlich bei 8:1 – und damit deutlich zu hoch, was den hohen Anteil an Linolsäure zu einem Negativfaktor und Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen macht.

Daher kann ein zu hoher Konsum von Sonnenblumenöl statt gesund ungesund sein. Denn zwar senkst du mit den Omega-6-Fettsäuren den Gehalt des ungesunden LDL-Cholesterins, aber auch des HDL-Cholesterins, das dein Herz vor schwerwiegenden Erkrankungen schützt. Leider ist das noch nicht alles – es hemmt auch noch die Aufnahme der so gesunden Omega-3-Fettsäuren.

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Sonnenblumenöl ist gesund – als Bio-Variante noch mehr

Doch keine Angst – in nicht zu hohen Mengen ist Sonnenblumenöl gesund, es enthält auch noch sehr viel Vitamin E. Es darf nur nicht zu stark erhitzt werden, da es die schlechteste Hitzebeständigkeit aller gängigen Speiseöle besitzt, zumindest bei kaltgepressten Ölen. Doch es gibt noch einen Punkt, den du beachten kannst.

Denn in Bio-Ölen steckt tatsächlich viel mehr einer einfachen, ungesättigten Fettsäure. Aus der sogenannten Ölsäure besteht laut Stiftung Warentest eines der getesteten Bio-Sonnenblumenöle tatsächlich zu über 80 Prozent, während herkömmliche Sonnenblumenöle nur auf durchschnittlich 27 Prozent Ölsäure kommen. Es handelte es sich dabei um ein sogenanntes High-Oleic-Sonnenblumenöl, die aus sogenannten HO-Sonnenblumen gewonnen werden.

Was Sonnenblumenöl auch gesund macht, ist der niedrige Wert an gesättigten Fettsäuren. Stiftung Warentest berichtet hier von einem Wert von 13 Prozent. Gesättigte Fettsäuren erhöhen vor allem den ungesunden LDL-Cholesterinwert im Blut.

Eine gute Alternative, um den Verbrauch von Sonnenblumenöl in deiner Ernährung zu reduzieren, ist beispielsweise Rapsöl. Das heißt nicht, dass du auf dein Sonnenblumenöl verzichten musst, allerdings enthält auch Rapsöl viel Ölsäure und hat einen deutlich besseren Wert im Verhältnis an den ungesättigten Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren: 1:2.

Hin und wieder also mit Rapsöl einfach das andere sehr beliebte Pflanzenöl benutzen, dann bist du schon auf einem guten Weg, das Sonnenblumenöl auf gesunde Weise zu nutzen.

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