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Tödlicher Mythos: Warum Du eine ertrinkende Person fast nie erkennst – und was Du dagegen tun kannst

Seit Jahren steigt die Zahl der Menschen, die bei Badeunfällen ums Leben kommen. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass ertrinkende Menschen nicht als solche erkannt werden.

Hand geht im Wasser unter.
Foto: Lemon_tm / iStock
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Jedes Jahr sterben allein in Deutschland hunderte Menschen beim Baden und seit Jahren steigt die Zahl der Ertrinkenden weiter an: Das Wochenende vom 21.-22-06. war das bisher tödlichste im Jahr 2025 – 15 Menschen ertranken, zwei davon waren kleine Kinder.

Besonders tragisch: Viele der tödlichen Badeunfälle geschehen in unmittelbarer Nähe zu anderen Menschen.

So sieht eine ertrinkende Person wirklich aus!

Wenn Menschen ans Ertrinken denken, haben sie oft Filmszenen à la  Baywatch“ im Kopf: wildes Winken mit den Armen, laute Hilfeschreie, dramatisches Strampeln, spritzendes Wasser...

Doch genau das ist ein gefährlicher Mythos. In Wirklichkeit sieht Ertrinken in den meisten Fällen völlig anders aus – und gerade deshalb bleibt es so oft unbemerkt.

So erkennst Du eine ertrinkende Person wirklich:

  • Wirkt komisch regungslos im Vergleich zur Umgebung

  • Kein „Plantschen“

  • Stille – keine Rufe oder Hilfeschreie

  • Kopf tief im Wasser, Mund knapp über der Oberfläche

  • Der Kopf taucht abwechselnd auf und ab

  • Leere oder glasige Augen, kein Fokus

  • Mund schnappt nach Luft

  • Versuch, sich senkrecht über Wasser zu halten, ohne effektiv zu schwimmen

  • Bewegungen wirken fahrig, „kraulend“ an der Wasseroberfläche – ohne Vorwärtsbewegung

  • Oder Arme stehen seitlich ab

  • Körper steht senkrecht im Wasser

  • Haar fällt ins Gesicht, Kopf kippt nach hinten

Wichtig: Ertrinken dauert oft weniger als 60 Sekunden – wer die Anzeichen nicht kennt, merkt es oft zu spät.

Warum machen Ertrinkende nicht auf sich aufmerksam?

Der Grund für „stilles“ Ertrinken ist ein Schutzreflex des menschlichen Körpers: Dringt Wasser ein, kommt es zu einem Stimmritzenkrampf. Dieser Reflex ist eigentlich als Schutz gedacht: er verhindert das Einatmen von Flüssigkeit. Damit wird jedoch auch Schreien oder Rufen unmöglich.

Für Aufmerksamkeit erregende Bewegungen fehlt einem Menschen in dieser Lage leider in den meisten Fällen sehr schnell die Kraft.

Was kann ich tun, wenn ich eine Person in Not sehe?

Wenn Du den Verdacht hast, dass sich eine Person in Not befindet, zögere nicht – mach, wenn möglich, sofort auch andere Menschen darauf aufmerksam, damit alle Maßnahmen ergriffen werden können:

  1. Ruhe bewahren

  2. Um Hilfe rufen

  3. Notruf 112 wählen

  4. Wirf Schwimmkörper ins Wasser (Rettungsring, Luftmatratze, Surfbrett o.ä.)

  5. NIEMALS SELBST UNGESICHERT ODER UNBEDACHT INS WASSER SPRINGEN

  6. Nur retten, wenn Du selbst geübt bist!!!

ACHTUNG

Ertrinkende sind oft vollkommen panisch und können sich an Personen, die versuchen sie zu retten, festklammern und diese ebenfalls gefährden. Um dies zu verhindern kann man sich Personen, die im Wasser in Not geraten, am besten von hinten nähern.

Die eigene Sicherheit geht jedoch immer vor! Es kommt leider vor, dass Retter ebenfalls ertrinken, weil sie die Gefahr in der Absicht, jemandem zu helfen, nicht richtig einschätzen.

Wie kann ich mich und andere schützen, überhaupt erst in Gefahr zu geraten?

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen

  • Nie allein ins Wasser gehen

  • Schwimmbojen können zusätzlich Sicherheit geben

  • Nie direkt nach dem Essen oder Alkohol baden

  • Nie bei starker Strömung oder Wellengang ins Wasser

  • Schwimmverbote (angezeigt zum Beispiel durch Flaggen) niemals missachten!

  • Kinder nie aus den Augen lassen – auch nicht für Sekunden!

  • Langsam an kaltes Wasser gewöhnen – Kreislaufgefahr!

  • Nicht übermütig werden – Selbstüberschätzung ist gefährlich

  • Rettungsmittel in der Nähe bereithalten

  • Regelmäßig Pausen machen und nicht zu weit hinausschwimmen

  • Erste-Hilfe-Kurs absolvieren – dieses Wissen zählt im Ernstfall!

Wissen schützt

Dass die meisten Menschen in der Gegenwart anderer ertrinken, ohne dass diese etwas merken, ist eine traurige Wahrheit. Die richtigen Informationen retten leben – oder sorgen dafür, dass man selbst gar nicht erst in Gefahr gerät.

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