Anstrengende Stufen

Warum Treppensteigen uns den Atem raubt

Zu Fuß in den vierten Stock und du bist außer Atem? Das kennen wir alle! Doch warum ist Treppensteigen so anstrengend? Hier erfährst du es.

Warum Treppensteigen unseren Atem raubt
Treppensteigen ist anstrengend - selbst für viele Sportskanonen. Foto: bojanstory/istock

Eine Wohnung in einem hohen Stockwerk ohne Aufzug? Absoluter Albtraum! Bei so vielen Treppenstufen kommt so ziemlich jeder außer Atem. Da hilft selbst Ausdauer und regelmäßiges Fitness-Training nichts!

Ein paar wenige Treppenstufen sind überhaupt nicht schlimm, warum rauben uns also viele Stufen den Atem? Schließlich müssen wir im Alltag immer wieder Treppen nutzen. Erfahre mehr über die Gründe und was dagegen hilft.

Warum ist Treppensteigen so anstrengend?

Treppensteigen ist echt anstrengend! Eigentlich kein Wunder - schließlich werden dabei viel mehr Muskeln beansprucht, als bei horizontalem Gehen. Physiker haben berechnet, dass Treppensteigen sieben Mal (!) anstrengender ist, als ebenes Gehen. Wir müssen das Bein heben, absetzen und die ganze Last unseres Körpers eine Etappe höher pushen - und das nur mit Hilfe unserer Beinmuskeln, insbesondere Oberschenkel und Waden. Das heißt auch: größerer Energieverbrauch.

Bei vielen Menschen - ganz gleich welchen Alters - geht Treppensteigen mit Atemlosigkeit ("außer Puste sein") und beschleunigtem Herzschlag einher. Die Reaktion: ein Schreck! Ist man nicht fit genug? Hat man womöglich ein Herzproblem? Oder stimmt etwas mit der Lunge nicht? In den meisten Fällen lautet der Grund: Nichts von alledem stimmt!

Darum bist du nach dem Treppensteigen außer Atem

Wie Psychology Today berichtet, hat die Atemlosigkeit bei raschem Treppensteigen - und seien es auch nur eine Hand voll Stufen - mit unserem Gehirn zu tun und nicht mit unserer Fitness. Konkret funktioniert das so:

Sobald sich unser Gehirn für eine kurze Zeitspanne auf etwas Bestimmtes konzentrieren muss - z.B. schnell noch die Treppe steigen - verlangsamt unser Körper den Atem oder hält ihn sogar an. Das führt dazu, dass unsere Muskeln weniger Sauerstoff bekommen - obwohl sie gerade beim Treppensteigen mehr davon benötigen.

Haben wir die Stufen bewältigt, normalisiert sich die Gehirnfunktion wieder und registriert den Sauerstoffmangel. Was passiert also? Das Gehirn sendet an die Lunge das Signal, für mehr Sauerstoff zu sorgen - ergo mehr zu atmen. Diesen Vorgang nehmen wir dann als "außer-Atem-kommen" wahr.

Aber warum dieser Atemstillstand des Körpers, wenn wir die Luft am dringendsten benötigen? Das hat wohl evolutionäre Gründe: Als der Mensch noch in der Wildnis als Beutetier lebte, konnte jeder Atemzug darüber entscheiden, ob ein Raubtier ihn ausfindig macht und frisst oder nicht.

Außer Atem nach Treppensteigen: Was kannst du dagegen tun?

Sich auf den Atem zu konzentrieren ist also die einzige Möglichkeit, um der Atemlosigkeit beim Treppensteigen den Kampf anzusagen. Bewusst zu atmen und bei jeder einzelnen Stufe das Ein- und Ausatmen registrieren, kontrollieren. Wer es regelmäßig übt, wird bald keine Atemprobleme bei Treppen mehr bekommen. Die Art der Atmung wird zur Gewohnheit und das Stufensteigen zum Klacks!

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Artikelbild und Social Media: bojanstory/iStock