Psychische AlarmreaktionWas tun bei Panikattacken? 7 neue Methoden Angstanfälle zu überwinden

Was tun bei Panikattacken? Wir kennen 7 Methoden mit denen du die belastenden Angstanfälle überwinden kannst.

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Es ist ein schreckliches Gefühl! Plötzlich bekommst du keine Luft mehr und dein Herz rast wie wild, eine Panikattacke hat dich erwischt. Diese Attacke dauert meist nicht lang, aber sie ist trotzdem der Horror. Was tun bei einer solchen zutiefst belastenden Panikattacke?

Es gibt ein paar Tricks, sich selbst zu beruhigen und die Panik unter Kontrolle zu bringen, bis sie vorbei ist. Diese 7 ungewöhnlichen Methoden können dir helfen, einen Weg aus der Angstfalle zu finden.

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Was tun bei Panikattacken? 7 Wege aus der Angstfalle

 

1. Benenne alle deine Gefühle

Während einer Panikattacke sperrt dein Gehirn alle deine Gedanken ein und keine andere Wahrnehmung dringt zu dir durch, du wirst von der Angst beherrscht. Darum solltest du versuchen, an andere Sachen zu denken. Eine gute Methode ist es, deine Gefühle zu benennen. Dabei ist es egal, ob du sie laut aussprichst, sie aufschreibst oder leise vor dich hersagst. Nenn einfach alle Gedanken und Gefühle die dich in diesem Augenblick durchströmen, wie beispielsweise „Ich fühle Druck auf meiner Brust“ oder „Es ist peinlich, wenn das passiert.“ Bring deinen Kopf damit zurück in die Realität.

 

2. Was tun bei einer Panikattacke? Beweg dich!

Du musst deiner Panikattacke andere körperliche Reize entgegensetzen, um sie zu mildern. Daher ist es fatal, wenn du dich einfach nur zur Kugel zusammenrollst. Damit gibst du deinem Körper das Signal, das etwas nicht stimmt. Also roll dich auf und beweg dich entspannt und sorglos durch den Raum. Dabei ist es egal ob du Yoga-Übungen machst oder dich tanzend fortbewegst. Alles was das Gehirn von der Panik ablenkt ist erlaubt! Zusätzlich wird die Atmung durch die sportliche Einlage wieder normalisiert.

 

3. Fang an zu zählen

Wenn du merkst, dass die Panikattacke in dir aufsteigt, dann fang an, deine Sinneseindrücke aufzuzählen. Fang am besten an mit 5 Dingen, die du sehen kannst, dann vier, die du hörst, drei, die du fühlst, dann zwei Gerüche, die du wahrnimmst und am Ende eine Sache, die du schmeckst. Das ist eine weitere Technik, damit du dich wieder auf die Realität konzentrierst. Nimm die Geräusche im Raum wahr und wie sich deine Kleidung auf der Haut anfühlt, das verdrängt die Angst aus deinem Kopf.

Diese Technik ist besonders gut geeignet, wenn du z.B. im Flugzeug oder in anderen Situationen sitzt, in der du deine Panik nicht einfach wegtanzen kannst.

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4. Drücke Gegenstände

Viele Leute lenken sich auch mit Gegenständen ab, die sie in diesen Momenten drücken. Also suche dir einen lustigen Gegenstand, den du drücken und festhalten kannst, wenn die Panik in dir aufsteigt, sei es ein Stressball, Knete oder auch ein Spielzeug. Es muss nur griffig und leicht zu drücken sein. Wenn es auch noch witzig aussieht, lenkt es dein Gehirn zusätzlich ab!

 

5. Kaugummi kauen kann bei einer Panikattacke helfen

Kaugummi entspannt durch die monotonen und sich wiederholenden Bewegungen des Kiefers. Das lenkt uns ab und lindert die Panik - im Idealfall kann es uns sogar von einer Panikattacke befreien.

 

6. Ringlein dreh dich

Es gibt „Spinning“-Ringe, die aus einem festen Element und einem drehbaren Teil bestehen. Während der Attacke dreht man den beweglichen Teil hin und her und passt seine Atmung den Drehungen an. Zur Not kannst du auch einen normalen Ring nehmen, der dir etwas zu groß ist und sich leichter am Finger rotieren lässt. Dabei immer tief ein- und ausatmen.

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7. Akzeptiere die Situation: Was du bei einer Panikattacke wirklich tun kannst

Sei nicht frustriert, wenn du durch den Raum tanzt und den Stressball drückst und nichts passiert, in manchen Fällen wirken die oben genannten Methoden nicht. Dann gibt es nur noch eine Möglichkeit: Akzeptanz! Also lass den Kopf nicht hängen und mach dir bewusst, was in den nächsten Minuten passieren wird. Nach der Panikattacke wirst du dich erleichtert fühlen, denn sie geht relativ schnell vorbei und du wirst sie überleben. Es ist nur der Moment, der dich fertig macht.

Wissenschaftler haben noch keine Erklärung für diese Attacken gefunden, sie können erblich bedingt sein oder durch Stress ausgelöst, doch die meisten dauern nicht länger als 10 Minuten an.

Wenn du das nächste Mal eine Panikattacke in dir aufsteigen fühlst, dann versuche deine Gedanken zu bündeln und dich abzulenken. Im besten Fall stoppst du die Attacke damit in den Anfängen. Im schlimmsten Fall tanzt du durch den Raum und beschäftigst dich mit deinen Gefühlen und wartest bis die Attacke vorbei ist.

Du kennst jemanden, der von Panikattacken betroffen ist und möchtest helfen? In diesem PraxisVITA-Video bekommst du 8 Tipps wie du helfen kannst.

 

Autorin: Winnie Hildebrandt

 

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