Psychische ErkrankungAngst vor Menschen: Diese Anzeichen sprechen für eine soziale Phobie

Die Angst vor Menschen kann manchmal so groß sein, dass eine soziale Phobie entsteht. Wir erklären dir, welche Symptome bei der psychischen Erkrankung vorliegen.

Inhalt
  1. Die Angst vor Menschen als Hindernis
  2. Unterschied zwischen Schüchternheit und sozialer Phobie
  3. Angst vor Menschen kann Panikattacken auslösen
  4. Anzeichen für eine soziale Phobie
  5. Therapie bei sozialer Phobie
 

Die Angst vor Menschen als Hindernis

Eine volle U-Bahn, in der sich Menschen dicht an dicht quetschen, mag wohl niemand. Aber was ist mit Partys? Ausgelassene Feste, auf denen gelacht und getanzt wird, sind doch das Beste, oder? Ja, auf die meisten von uns trifft es wohl zu, denn der Mensch ist ursprünglich ein Herdentier und fühlt sich in Gruppen normalerweise wohl und sicher.

Bei manchen Menschen ist aber genau das Gegenteil der Fall. Menschenansammlungen lösen bei ihnen Ängste bis hin zu schlimmen Panikattacken aus. In diesem Fall handelt es sich um eine soziale Phobie.

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Unterschied zwischen Schüchternheit und sozialer Phobie

Sowohl schüchterne Menschen als auch Sozialphobiker fühlen sich unwohl, wenn sie im Mittelpunkt stehen. Für beide Gruppen sind Präsentationen der reinste Horror. Auch zurückhaltende Menschen haben dabei Lampenfieber mit schwitzigen Händen und Herzklopfen. Doch das ist noch kein Anzeichen für eine soziale Phobie, denn die psychische Erkrankung geht weit über die normale Aufregung vor einem Vortrag hinaus.

 

Angst vor Menschen kann Panikattacken auslösen

Situationen, in denen Sozialphobiker im Mittelpunkt stehen, sind für die Betroffenen unerträglich. Sie haben so große Angst, dass sie sich peinlich verhalten, dass sie mit Zittern, Durchfall oder vermehrtem Harndrang reagieren.

Im schlimmstem Fall lösen diese Situationen heftige Panikattacken aus: Der Körper kann mit Atemnot, Schweißausbrüchen, Schluckbeschwerden, Schwindel, Herzrasen bis hin zum Ohnmachtsgefühl reagieren. Der Betroffene hat in diesen Momenten das Gefühl, nicht mehr die Macht über seinen Körper und seinen Geist zu haben, was die Panik wiederum anfeuert - ein Teufelskreis.

Um diesen Symptomen nicht ausgeliefert zu sein, vermeiden Betroffene angstauslösende Umstände und sind nicht mehr fähig ihren Alltag normal zu meistern.

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Anzeichen für eine soziale Phobie

Laut der Schön Klinik kann sich die Angst vor Menschen durch mehrere Anzeichen äußern, in denen Vermeidungsverhalten zum Tragen kommt:

  • Eine Rede oder einen Vortrag zu halten, ist für Betroffene nicht aushaltbar. Sie sind nicht in der Lage vor mehreren Menschen zu sprechen.
  • Das Betreten eines Geschäfts kann für sozialphobische Menschen unerträglich sein. Die Beurteilung von anderen kann erhebliche Ängste auslösen.
  • Essen und Trinken in der Öffentlichkeit ist für Sozialphobiker oft nicht möglich, weil sie Angst haben, sie könnten sich dabei ungeschickt anstellen.
  • Schon Small Talk kann für Menschen mit sozialer Phobie beängstigend sein, weshalb sie sich häufig Kollegen gegenüber zurückziehen.
 

Therapie bei sozialer Phobie

Die psychische Erkrankung hindert Betroffene daran, ihren Alltag normal zu bewältigen und kann auch zur Isolation führen. Zu einer Therapie ist bei dieser Erkrankung dringend zu raten, um die Ängste zu überwinden. Besonders mit einer Verhaltenstherapie sollen gute Erfolge im Kampf gegen die Angst vor Menschen erzielt werden. Therapeuten findest du im deutschlandweiten Verzeichnis der Therapeuten.

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