Unsere Heldinnen am Weltfrauentag: 6 starke Frauen, die inspirieren
Sie sind mutig, visionär und unüberhörbar: Frauen, die Rollenklischees durchbrechen und uns zeigen, wie ansteckend Mut sein kann. Zum Weltfrauentag feiern wir nicht nur bekannte Namen oder historische Heldinnen, sondern alle, die heute für Gleichberechtigung kämpfen, Grenzen verschieben und inspirieren.
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Der Weltfrauentag ist für uns mehr als ein Datum. Es ist nicht einTag für Gleichberechtigung sondern erinnert an alle anderen 364 Tage, an denen viele Frauen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder ihres bloßen Aussehens immer noch diskriminiert werden. Er ist vielmehr eine Einladung hinzuschauen, zuzuhören und sich von starken Frauen inspirieren zu lassen – und vielleicht selbst eine zu sein.
- Tara-Louise Wittwer – Nemesis´ Tochter?
- Kathrine Switzer – eine Frau, die allen davonlief
- Marilyn Monroe: Kein Entweder-oder, sondern eine Vollkommenheit
- Lee Miller - Machtumkehrerin und Multitalent
- Caroline von St. Ange – Sinnfluencerin, Macherin und Vorbild
- Kate Winslet - Kämpferin für Bodypositivity
- Weltfrauentag - das feiern wir am 8. März
- Alles, was du zum Weltfrauentag wissen musst
Tara-Louise Wittwer – Nemesis´ Tochter?
Sie inspiriert durch ihren manifestierten Ansatz der Selbstermächtigung und steht für einen Feminismus, der alltagsnah, popkulturell und zugleich analytisch ist – direkt, ironisch und dabei messerscharf. Als Spiegel-Bestseller-Autorin begeistert sie mit ihren Büchern Dramaqueen (2022), sorry, aber… (2024) und Nemesis’ Töchter (2025) und geht mit ihrem Programm sogar auf Tour. Auch als Podcasterin („Tara sagt was“), auf Instagram (@wastarasagt) und TikTok spricht sie, unteranderem mit ihrem Format ,,TicToxic“, pointiert über Dating, Beziehungen und Geschlechterrollen. Sie analysiert toxische Männlichkeit, emotionale Arbeit und weibliche Sozialisation – und zeigt, wie sehr patriarchale Strukturenunsere intimsten Beziehungen prägen.
Nemesis: Die Mutter des female rage
Der Titel ihres letzten Buches sowie ihrer gleichnamigen Tour 2025 ,,Nemesis“ ist dabei sinnbildlich: Die antike Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit wurde zur „Rachegöttin“ umgedeutet – ein Beispiel dafür, wie weibliche Wut verzerrt und abgewertet wird. Wittwer zeigt, dass gerechter Zorn nichts ist, wofür wir Frauen uns schämen sollten, sondern eine Kraft, die Veränderung antreibt.
,,Taten zeigen mehr als tausend Worte"
Neben ihrer medialen Arbeit unterstützt sie zudem den „Tagestreff Unterschlupf“, eine Anlaufstelle für Frauen in der Obdachlosigkeit – und verbindet so ihre Worte mit konkretem Engagement.
Tara-Louise Wittwer inspiriert, weil sie Missstände klar benennt, Humor als Werkzeug nutzt und Frauen darin bestärkt, sich nicht umdeuten zu lassen. Gerade am Weltfrauentag erinnert sie uns daran: Unsere Stimme ist keine Übertreibung – sie ist notwendig.
Kathrine Switzer – eine Frau, die allen davonlief

1967 war es Frauen von der Amateur Athletic Union offiziell untersagt, weiter als anderthalb Meilen zu laufen. Ein Marathon mit über 42 Kilometern? Für Frauen angeblich unmöglich. Kathrine Switzer sah das anders und lief den Vorurteilen ihrer Zeit davon.
Ein Rennen für alle Frauen
Die in Deutschland geborene Läuferin meldete sich unter dem Namen „K. V. Switzer“ ganz regulär für den Boston Marathon an. Zunächst verbarg sie ihr Gesicht unter einer Kapuze, nach einigen Kilometern verrutschte diese jedoch und es war klar: Zum ersten Mal lief eine Frau dieses traditionsreiche Rennen. Ein Co-Direktor versuchte sie während des Laufs von der Strecke zu drängen und ihre Startnummer abzureißen. Doch Switzer ließ sich nicht aufhalten, denn sie wusste, dass sie nicht nur für sich selbst, sondern für alle Frauen lief. „Wenn ich aufgegeben hätte, hätte niemand geglaubt, dass Frauen mehr als 26 Meilen laufen können“, sagte sie später. Ihre Angst und Demütigung verwandelten sich in Wut und in Entschlossenheit. Nach etwa vier Stunden und zwanzig Minuten überquerte sie die Ziellinie.
Mit der 261 auf der Brust und der Welt im Nacken
Mit diesem Lauf schrieb Switzer Geschichte: Sie bewies, dass körperliche Grenzen oft nur gesellschaftliche Konstrukte sind und inspiriert, weil sie trotz Widerstand weiterlief. Bis heute setzt sich Kathrine Switzer weltweit für Frauen im Laufsport ein und gründete die internationale Organisation ,,261 Fearless“, die Frauen durch Laufgruppen stärkt und ihnen Selbstvertrauen, Gemeinschaft und körperliche Stärke vermittelt. Die Zahl „261“ steht dabei für ihre Startnummer beim Boston-Marathon.
Marilyn Monroe: Kein Entweder-oder, sondern eine Vollkommenheit

Für viele war sie das blonde Hollywood-Klischee – ein Pin-up-Girl, Projektionsfläche männlicher Fantasien. Doch hinter dem Bild stand eine Frau mit Mut, Talent, Intelligenz und einer Lebensgeschichte, die weit über rote Lippen und wehende Kleider hinausging.
,,Kampf ums Überleben"
Geboren als Norma Jeane, wuchs sie in instabilen Verhältnissen auf, lebte in etlichen Pflegefamilien und im Waisenhaus. Ihre frühen Jahre waren geprägt von Unsicherheit, Existenzangst und dem „Kampf ums Überleben“, wie sie selbst sagte. Und doch schaffte sie einen beispiellosen Aufstieg und bewies ihr Talent in Filmen wie ,,Niagara“, ,,Bus Stop“ oder ,,Manche mögen’s heiß“. Marilyn war jedoch mehr, als das enge Rollenbild der „dummen, naiven Blondine“, in das sie gedrängt wurde. Sie war passionierte Leserin, interessierte sich für Literatur, gründete ihre eigene Produktionsfirma ,,Marilyn Monroe Productions“, wehrte sich gegen die sexistische Objektifizierung ihrer Person und wurde zur Ikone.
Kopf und Körper
Monroe und ihr dritter Mann, der amerikanische Schriftsteller Arthur Miller wurden „Der Körper und der Kopf“ genannt. Genau das und fast ihr ganzes Leben zeigen ein Problem, das bis heute aktuell ist: Frauen wird oft abgesprochen, beides zu sein – schön und klug. Wer attraktiv ist, gilt schnell als oberflächlich. Wer klug ist, dem wird Attraktivität abgesprochen. Marilyn verkörperte beides – und stellte damit durch ihre bloße Existenz eine gesellschaftliche Erwartung infrage und heizte schon zu ihrer Zeit die Sexismus-Debatte an.
Marilyn Monroes Leben inspiriert, weil sie von der Gesellschaft als widersprüchlich angesehene Eigenschaften in sich vereinte und durch ihr Leben daran erinnert, dass Frauen mehr sind als die Bilder, die andere von ihnen zeichnen.
Lee Miller - Machtumkehrerin und Multitalent
Miller war ihrer Zeit immer einen Schritt voraus: Erst gefeiertes Vogue-Model mit ikonischer Ausstrahlung, Muse, erfolgreiche Fotografin mit eigener Vision und mutige Kriegsreporterin: Die US-Amerikanerin erfand sich immer wieder neu.
Viele Leben in einem
In den 1930ern bewegte sie sich selbstbewusst in der surrealistischen Kunstszene von Paris, später eröffnete sie ihr eigenes Studio in New York. Doch ihr größter Mut zeigte sich im Zweiten Weltkrieg: Als eine der wenigen akkreditierten Kriegsreporterinnen dokumentierte sie die Befreiung von Paris und die Gräuel der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald. Ihr berühmtes Bild in Hitlers Badewanne wurde zum Symbol weiblicher Selbstermächtigung – eine kraftvolle Umkehr von Machtverhältnissen.
Lee Miller inspiriert für ihre gnadenlose Selbstbestimmung, Haltung und den Mut, hinzusehen. Zum Weltfrauentag erinnert sie uns daran: Wir dürfen unseren eigenen Weg gehen – kompromisslos, kreativ und furchtlos.
Caroline von St. Ange – Sinnfluencerin, Macherin und Vorbild
„Wer keine Fehler macht, macht auch sonst nicht viel“ – dieses Zitat zählt zu meinen absoluten Favoriten der Bildungsinfluencerin, Bestsellerautorin und Lerncoach Caroline von St. Ange. Auf ihrem erfolgreichen Instagramkanal @learnlearning.withcaroline, dem mittlerweile mehr als 420.000 Menschen folgen, begeistert die 36-Jährige mit ermutigenden Lerntipps und vermittelt alltagstaugliche Techniken, die Kinder und Jugendliche motivieren und das tägliche Lernen erleichtern.
Warum Vokabeln nicht einfach mal in der leeren Badewanne pauken, wenn es am Schreibtisch gerade hakt? Carolines Einfälle sind originell – sie faszinieren längst sowohl Lehrkräfte als auch Eltern gleichermaßen.
Das richtige Mindset
Besonders inspirierend finde ich, dass all ihre kreativen Ansätze auf einer positiven Grundhaltung zum Lernen basieren. „Jeder sollte die Chance haben, sein Potenzial zu nutzen“, betont die Lerncoachin. Wer an sich glaubt und bereit ist, sich anzustrengen, kann über sich hinauswachsen – ganz gleich, woher er kommt.
Mit Herz und Mut: Für bessere Schulbedingungen
Caroline setzt sich mit viel Engagement und Leidenschaft für die Weiterentwicklung unseres Schulsystemsein. Unermüdlich appelliert sie an die Politik, drei zentrale Veränderungen umzusetzen: eine bundesweit einheitliche Ausbildung für Lehrkräfte, mehr Ressourcen zur Entlastung des pädagogischen Personals sowie eine konsequente Sanierung und Modernisierung der Schulen.
Wie Caroline mich als Mutter stärkt
Als Mutter von drei Kindern erlebe ich das Schul-Hamsterrad Tag für Tag hautnah. Carolines Tipps fühlen sich dabei wie eine liebevolle Umarmung an – sie schenken mir als Mama ebenso viel Halt wie meinen Jungs. Danke, Caroline, für deinen unermüdlichen Einsatz für bessere Schulen und deine positive, stärkende Art, die uns immer wieder neuen Mut gibt!
Kate Winslet - Kämpferin für Bodypositivity

Seit „Titanic“ wurde ihr Körper öffentlich diskutiert: zu kurvig, nicht „Size Zero“ genug, nicht zeitgemäß. Die harte Kritik traf sie tief und führte sogar zu einer Essstörung. Doch Kate Winslet zerbrach nicht daran, sondern fand stattdessen ihren Weg zu Selbstannahme und innerer Stärke – und genau das macht sie so inspirierend.
Ein Statement der Natürlichkeit
Kate Winslet ist weit mehr als eine Oscar-Preisträgerin – sie ist ein echtes Vorbild. In einer Welt voller Filter, Botox und Perfektionsdruck steht sie zu ihren Falten, Rundungen, ihrem Alter und der Natürlichkeit des Frauseins. Für das Drama „Mare of Easttown“ bestand sie beharrlich darauf, unretuschiert zu bleiben. Als ihr Bauch in einer Szene digital bearbeitet werden sollte, wehrte sie sich entschieden dagegen. Diese Klarheit ist mehr als Selbstbewusstsein – sie ist ein Statement.
Wie die Mutter, so NICHT die Tochter
Besonders bewegend ist, was sie in einem Interview der Harper´s Bazaar über ihre Mutter erzählt: Nie habe sie erlebt, dass sie sich selbst im Spiegel ansah und wertschätzen konnte. Diesen Kreislauf der Selbstkritik will Kate durchbrechen – für ihre Tochter und für die nächste Generation. Als bekennende Feministin kämpft sie für echte Sichtbarkeit von Frauen, für Authentizität statt Perfektion. Ihre Botschaft: Wir verschwenden zu viel Zeit damit, uns kleinzumachen. Es ist Zeit, unseren Körper als Verbündeten zu sehen – und uns selbst endlich genauso mutig anzunehmen, wie wir sind.
Weltfrauentag - das feiern wir am 8. März
Seit 1911 feiern wir am 8. März den Internationalen Frauentag – und das aus gutem Grund! Entstanden ist er aus dem Kampf mutiger Frauen für das Wahlrecht, bessere Arbeitsbedingungen und gleiche Chancen. Damals wie heute geht es um Sichtbarkeit, Solidarität und echte Gleichberechtigung. Zwar haben wir Frauen viel erreicht – vom Wahlrecht bis zum Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz. Doch Lohnlücke, Gewalt gegen Frauen und fehlende politische Teilhabe zeigen: Wir sind noch nicht am Ziel. Genau deshalb ist der Weltfrauentag auch 2026 so wichtig. Er erinnert an Errungenschaften, macht auf Missstände aufmerksam und ruft dazu auf, weiter für eine gerechte Zukunft für alle Frauen und Mädchen zu kämpfen.
Alles, was du zum Weltfrauentag wissen musst
Was sind passende Geschenke zum Weltfrauentag?
Rote Nelken oder auch Mimosen eignen sich gut als kleines Geschenk zum Weltfrauentag, da sie nicht nur schön anzusehen sind und gut riechen, sondern eine tiefere Bedeutung haben. Die Demonstrantinnen, die damals für das Frauenwahlrecht kämpften, hatten sich eine rote Nelke angesteckt. Zudem steht die rote Nelke nicht nur für Gleichberechtigung, sondern auch für Liebe, Stolz und Bewunderung. In Italien werden den Frauen auch Mimosen geschenkt, die ein Zeichen für die Befreiung der Frauen von männlicher Unterdrückung aus der Zeit des Fachismus darstellen.
Wieso gibt es den Weltfrauentag?
Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln vor allem im Kampf für das Frauenwahlrecht und den Zugang zu Bildung für Frauen. 1910 schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der zweiten internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Frauentags vor, der am 19. März 1911 in mehreren europäischen Ländern Premiere feierte. Das heutige Datum, der 8. März, erinnert an den Streik russischer Textilarbeiterinnen 1917 unter dem Motto „Frieden und Brot“. Die Vereinten Nationen erklärten 1975 den 8. März offiziell zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.
Wo ist der Internationale Frauentag ein gesetzlicher Feiertag?
Der Weltfrauentag findet jährlich am 8.März statt. In Deutschland ist der Internationale Frauentag in zwei Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag: Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, in den übrigen Bundesländern jedoch noch nicht.
Quellen
Medienwissenschaften.net: Marilyn Monroe- Ikone des Films und des Feminismus (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
arte Magazin: Marilyn und die Frauen (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Landeszentrale für politische Bildung BW: Internationaler Frauentag (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
GLAMOUR: Berühmte Frauen: 13 Heldinnen, die die Geschichte veränderten (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Runners World: „Ich habe immer Chancen geschaffen, dass Frauen laufen können“ (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Deutschlandfunk: „Manche mögen's heiß“ (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Deutschlandfunk Kultur: Zehn Leben in einem (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Stern: Kate Winslet über ihre Mutter und ihr falsches Bild von Schönheit (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
EMMA: Kate Winslet: Steht zu euren Körpern! (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)
Deutscher Gewerkschaftsbund: Dafür kämpfen wir – am Frauentag und jeden Tag! (zuletzt abgerufen am 05.03.2026)











