FamilieKind spielt nicht alleine: Was kann ich tun?

Die Fähigkeit, alleine zu spielen, besitzen Kinder von Geburt an. Eltern, die es zu gut mit der Beschäftigung ihrer Kleinen meinen, können allerdings dafür sorgen, dass sie es verlernen. Wenn dein Kind nicht allein spielt, kannst du das tun.

Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder - auch, wenn es um ihre Beschäftigung geht. Sitzt das Kind alleine am Fenster und schaut hinaus, sehen sie sich in der Verantwortung, es beschäftigen zu müssen. Schließlich könnte es Langeweile haben. Dass sie damit aber das Kind dabei stören, sein Umfeld zu erkunden, ist ihnen in diesem Moment nicht bewusst. Woran du merkst, dass dein Kind wirklich nicht alleine spielen kann und was du dann tun kannst, verraten wir dir.  

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Alleine spielen, sorgt für ein gesundes Selbstwertgefühl

Wenn Kinder sich alleine amüsieren, ist das keineswegs etwas Schlechtes - ganz im Gegenteil. Sie stärken auf diese Weise ihr Selbstwertgefühl, weil sie es schaffen, sich ohne die Hilfe ihrer Eltern zu beschäftigen. Sie sind in diesem Moment nicht auf die Zuwendung angewiesen, sondern schaffen etwas ganz alleine. Ein gutes Gefühl, weil es auch bei Kindern für Bestätigung sorgt. Außerdem ist es auch sehr gut für die Konzentrationsfähigkeit, wenn Kinder alleine spielen. Deswegen sollten Eltern es sich ruhig trauen, das selbstständige Spielen ihres Kindes ab dem vierten Monat zu fördern.

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Dein Kind spielt nicht alleine: Mit diesen 5 Regeln klappt es

  1. Machen lassen: Was so einfach klingt, fällt Eltern oft besonders schwer. Dabei ist es wirklich gut, wenn Kindern auch mal mit sich alleine spielen. Eltern müssen sich deswegen nicht in der Verantwortung sehen, die Rolle als Spielpartner übernehmen zu müssen, sondern sollten diese Situation, in der sich das Kind selbst genug ist, sogar als etwas sehr Positives betrachten. Das gilt für ältere Kinder genauso wie für Babys.
  2. Interessantes Umfeld schaffen: Babys, Kleinkinder und Kinder mögen es, wenn sie von spannenden Dingen umgeben sind, die ihnen Anreize bieten. Für Babys sind das z. B. Mobilés und für Krabbler, die bereits anfangen zu laufen, z. B. Polster zum Klettern und für Kinder können es Gegenstände sein, mit denen sie z. B. eine Höhle bauen können.
  3. Spielzeiten einführen: Damit Kinder lernen, einen eigenen Spielrhytmus zu entwickeln, brauchen sie Zeit und Regelmäßigkeit. Deswegen sind ein bis zwei Spielzeiten pro Tag ideal, um das Kind daran zu gewöhnen. Am besten schafft man dafür eine ruhige Umgebung, damit das Kind sich konzentrieren kann und nicht unnötig abgelenkt wird. Manche Kinder spielen nicht gleich auf Anhieb alleine. In diesem Fall kann es helfen, parallel neben dem Kind, aber nicht mit ihm zu spielen - quasi als Inspiration. Ist das Kind dann in sein eigenes Spiel vertieft, kann man sich entfernen. 
  4. Den Raum verlassen: Zum Alleinspielen gehört auch, dass das Kind lernt, in einem Raum alleine zu sein und das Spiel nicht aufgibt nur, weil die Eltern den Raum verlassen. Idealerweise wählt man dafür einen Moment, indem das Kind von einer Sache gefesselt ist. Die Abwesenheit kann man dann langsam und Schritt für Schritt verlängern.
  5. Erwartungen nicht zu hochsetzen: Jedes Kind kann alleine spielen. Beim Erlernen dieser Fähigkeit braucht jedes Kind allerdings seine ganz individuelle Zeit. Es bringt nichts, etwas zu erzwingen, denn das macht es dem Kind nur noch schwerer. In der Regel können sich Kinder unter einem Jahr ca. 5 bis 10 Minuten alleine beschäftigen. Zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr sind es bereits 15 bis 30 Minuten.

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