NeugeborenakneBabyakne: Woher kommt sie und was hilft dagegen?

Babyakne tritt bei vielen Neugeborenen in den ersten Wochen auf. Aber keine Sorge, die Hautprobleme sind meisten ganz harmlos. 

Inhalt
  1. Was ist die Ursache von Babyakne?
  2. Wie kann man Babyakne behandeln?
  3. Wann sollte ich eine Arzt aufsuchen? 

Babyakne oder auch Neugeborenenakne tritt bei einigen Säuglingen meist ab der dritten Lebenswoche auf. Auf Stirn, Nase und Wangen zeigen sich plötzlich kleine, rote Pickelchen. Bei manchen Säuglingen zeigt sich die Akne auch auf der Brust. Die Hautprobleme sind in der Regel völlig harmlos und verschwinden nach einigen Wochen von ganz allein. Eltern sollten jedoch ein paar Dinge beachten, damit sich die Babyakne nicht verschlimmert. 

 

Was ist die Ursache von Babyakne?

Nicht nur der frischgebackenen Mama macht nach der Geburt die hormonelle Umstellung zu schaffen, auch das Baby leidet darunter. Ähnlich wie in der Pubertät wird die Babyakne also durch Hormone verursacht. Allerdings sind es in diesem Fall die Hormone der Mutter, welche die kleinen Pickelchen hervorrufen. Nach der Geburt tragen die Babys noch die Hormone der Mutter in ihrem Organismus. Der langsame Abfall bewirkt eine Hormonumstellung. Die Nebennieren des Babys nehmen gleichzeitig die Produktion von eigenen Hormonen auf. Hinzu kommt, dass die Talgdrüsen von Neugeborenen am Anfang noch sehr sensibel sind. 

Jungen sind der Regel häufiger von Babyakne betroffen als Mädchen. Kinder, in deren Familie Pubertäts- und Erwachsenenakne vorkommt, sind ebenfalls anfälliger. 

 

Wie kann man Babyakne behandeln?

Meistens muss Babyakne nicht speziell behandelt werden, sondern verschwindet von selbst wieder. Allerdings gibt es ein paar Tipps, die Eltern beherzigen sollten, um die Hautprobleme des Babys nicht zu verschlimmern: 

Haut nur mit Wasser reinigen: Beim Reinigen der Haut eures Babys solltet ihr möglichst auf Feuchttücher verzichten, sondern lediglich die Haut mit warmem Wasser abwaschen und anschließend vorsichtig trocken tupfen, nicht reiben. Beim Baden solltet ihr keine Badezusätze verwenden. 

Cremes und Lotions nur nach Absprache mit dem Arzt verwenden: Ähnlich wie bei Erwachsenen reagiert auch die Aknehaut eines Babys empfindlich auf fettige Cremes, Salben oder Öle. Sie verstopfen nur zusätzlich die Poren. 

Muttermilch kann helfen: Hebammen empfehlen stillenden Müttern oft, ein bisschen Muttermilch auf die betroffenen Hautstellen zu tupfen. 

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Fingernägel kürzen: Damit dein Baby die Pickelchen nicht versehentlich aufkratzt und sie sich entzünden, solltest du die Fingernägel deines Babys möglichst kurz halten. 

Luftige Kleidung: Hat dein Baby auch am Oberkörper Pickel, solltest du es Zuhause möglichst luftig kleiden. Materialien, die besonders weich und angenehm auf der Haut sind, eigenen sich besonders gut. 

Calendula-Tinktur: Nach Absprache mit deinen Kinderarzt kannst du die Babyakne mit einer Calendula-Tinktur sanft abtupfen. Einfach zwei Teelöffel Calendula-Tinktur in 250ml abgekochtes Wasser geben, abkühlen lassen und mit einem Wattebausch auf die gereizte Haut auftragen. 

Pickel niemals ausdrücken! Auch wenn sich die Pickel mit Eiter füllen, solltest du sie nicht ausdrücken. Sonst entzünden sie sich!

 

Wann sollte ich eine Arzt aufsuchen? 

Bevor du die oben genannten Tipps ausprobierst, solltest du einmal von deinem Kinderarzt feststellen lassen, ob es sich bei deinem Baby wirklich um Neugeborenenakne handelt. Wichtig ist für deinen Arzt zu wissen, ob du stillst, Medikamente nehmen musst und ob in deiner Familie Akne gehäuft auftritt oder es sogar schwere Fälle gibt. Er wird den weiteren Behandlungsprozess mit dir besprechen. 

Grundsätzlich musst du dir bei Babyakne aber keine Sorgen machen. Die kleinen Pickelchen verschwinden in der Regel genauso schnell, wie sie gekommen sind. 

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