ZDF-ShowBares für Rares - echt oder fake? Ein Händler packt aus!

Die ZDF-Sendung "Bares für Rares" mit Horst Lichter muss sich schweren Vorwürfen stellen: Sind die Szenen nur gestellt? Was der Sender dazu sagt.

Inhalt
  1. Vorwurf 1: Experten und Händlern ist der Kontakt miteinander verboten!
  2. Vorwurf 2: Verkäufer im Warteraum sind gestellt.
  3. Vorwurf 3: Haben die Händler kein Wechselgeld, müssen sie 10 Euro Strafe zahlen!
  4. Vorwurf 4: Für die Unkosten des Auftritts muss jeder Kandidat selbst zahlen.

Der Gold-Händler Ahmed Abou-Chaker (35), Mitglied des Abou-Chaker-Clans, hat vier Mal bei "Bares für Rares" als Experte mitgewirkt. Seine Enthüllungen, wie es hinter den Kulissen der von Horst Lichter moderierten ZDF-Show (mit rund 3 Millionen Zuschauer pro Sendung!) läuft, gehen durch die Medien. Doch was ist wirklich dran, an den Vorwürfen gegenüber der erfolgreichsten Sendung im ZDF-Nachmittagsprogramm?

 

Vorwurf 1: Experten und Händlern ist der Kontakt miteinander verboten!

Ahmed verrät: Die Händler und die Experten dürfen nicht miteinander kommunizieren. Sie sind sogar in unterschiedlichen Hotels bei Übernachtungen untergebracht.

Das ZDF äußerte sich nun zu dem Vorwurf - er stimmt! "Um Vorabsprachen über Objekte zu vermeiden, achten wir darauf, dass es keinen Austausch zwischen Händlern und Experten gibt. Die Händler können die Objekte erst im Händlerraum in Augenschein nehmen", sagte ein Sprecher des ZDF gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus.

 

Vorwurf 2: Verkäufer im Warteraum sind gestellt.

Die Menschenschlange im Warteraum soll gestellt sein. "Wo die herkommen, weiß ich nicht", sagte Ahmed gegenüber der BILD-Zeitung.

Das ZDF klärt auf: Die Warteschlangen seien echt - nur nicht jedes geschätzte Objekt würde den Händlern schließlich zum Kauf angeboten werden.

Dass sich in der Warteschlange aber doch der ein oder andere Komparse befindet, ist schon mal durchgesickert. Für einen halbtägigen Dreh sollen die Komparsen immerhin 50 Euro brutto bekommen, wie die Casting-Agentur wiwa-casting berichtete. Im Herbst 2017 suchte die Agentur rund 30 Komparsen für "Bares für Rares."

+++ UPDATE +++

Wie die Macher von "Bares für Rares" jetzt doch zugegeben haben, sind die Wartenden doch nicht echt und es werden Komparsen eingesetzt. Mehr dazu hier.

 

Vorwurf 3: Haben die Händler kein Wechselgeld, müssen sie 10 Euro Strafe zahlen!

Ahmed sagt, dass die Händler dazu verpflichtet sind, passendes Wechselgeld zu haben. Der Grund: Hätten sie es nicht, müssten die TV-Aufnahmen gestoppt werden. Das wollen die Produzenten möglichst vermeiden.

Das ZDF versuchte diesen Vorwurf abzumildern. Es handele sich nicht um eine "bösartige" Strafe, sondern eine "Scherzstrafe für die Kaffeekasse." Diese "Scherzstrafe" gelte auch für andere Anwesenden, die eine Aufnahme-Unterbrechung verantworten müssen (z.B. durch das Klingeln des Handys).

 

Vorwurf 4: Für die Unkosten des Auftritts muss jeder Kandidat selbst zahlen.

Ahmed wirft dem Sender vor, die Unkosten der Kandidaten nicht zu begleichen. So müssen sie z.B. die Anreise- und Aufenthaltskosten selbst tragen.

Dazu hat sich der ZDF-Sprecher nicht geäußert. Allerdings scheint dieser Vorwurf plausibel zu sein. Würde jeder Kandidat die Anreise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten erstattet bekommen, würde es den Sender sehr viel Geld kosten - schließlich wollen ziemlich viele Menschen ihre Raritäten in der Sendung zum Verkauf anbieten - freiwillig.

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(ww7)

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