Gefühlschaos

Bin ich verliebt? 5 Gefühle, die du leicht mit Liebe verwechselst

Bin ich wirklich verliebt? Diese Frage zu beantworten, ist gar nicht so einfach. Denn leider gibt es einige Gefühle, die wir allzu gern mit Liebe verwechseln ...

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Was sind Anzeichen für Verliebtheit?

Man lernt sich kennen. Die Schmetterlinge fliegen. Aber sind es wirklich Schmetterlinge oder doch nur Nachtfalter, die im Bauch umherschwirren? Die dünne Luft auf Wolke sieben kann die Sicht schnell trüben. Dabei ist Verliebtheit eins der schönsten Gefühle. Sie erfüllt uns mit Leichtigkeit und guter Laune, zaubert ein dämliches Dauergrinsen auf unser Gesicht - an Konzentration nicht zu denken.

Klingt nervtötend? Ist sie manchmal auch - meist für andere, manchmal aber auch für einen selbst. Und zwar dann, wenn man seinen eigenen Gefühlen nicht über den Weg traut. Emotionen kann man nicht steuern, was Fluch und Segen zugleich ist, vor allem aber für Verwirrung sorgt. Da stellt sich schnell die Frage: Bin ich wirklich verliebt? Und wenn ja, in wen oder was - in die Person oder in die Idealvorstellung von ihr?

Diese 8 Anzeichen sprechen dafür, dass du wirklich verliebt bist:

  • Du spürst ein Kribbeln im Bauch und dein Herz klopft, wenn du an ihn denkst – in dir tobt einfach ein richtiges Gefühlschaos.

  • Du denkst ununterbrochen an ihn.

  • Wenn sein Name auf dem Display deines Smartphones erscheint, musst du unweigerlich lächeln.

  • Du möchtest den anderen am liebsten ständig sehen und kannst euer nächstes Date kaum erwarten.

  • Du willst am liebsten alles über ihn wissen und dich 24/7 mit ihm unterhalten.

  • Du kannst dir ein Leben mit ihm als Freund gut vorstellen.

  • Du möchtest, dass es ihm immer gut geht.

  • Du bist bereit, Kompromisse für ihn einzugehen.

Doch nicht immer steckt hinter der ersten Verliebtheit auch wirklich Liebe. Um Ordnung in dieses Gefühlschaos zu bringen, zeigen wir dir hier, was sich noch hinter Bauchkribbeln, Dauergrinsen und Co. verstecken kann.

Diese 5 Gefühle verwechselst du leicht mit Verliebtsein

Achtung, Verwechslungsgefahr! Es gibt eine Reihe von anderen Gefühlen, die sich hinter Verliebtheit verstecken und uns trotzdem den Kopf verdrehen. 

Damit auf die rosarote Zeit über den Wolken kein harter Absturz folgt, haben wir fünf Gefühle für dich aufgelistet, mit denen du Verliebtsein und Liebe auf keinen Fall verwechseln solltest:

Bin ich verliebt? Oder ist es nur Sehnsucht?
Bin ich verliebt? Oder ist es nur Sehnsucht? Foto: iStock / Maria Dorota

1. Sehnsucht

Ein Klassiker: Du bist lange alleine - oder einfach nicht gerne Single. Du sehnst dich nach Zweisamkeit, Nähe und Vertrautheit. Dein Gegenüber gibt sie dir. Doch nicht immer versteckt sich hinter dem "Mensch der gerade da ist" die wahre Liebe. Manchmal sind wir auch einfach nur verliebt in die Nähe zu dieser Person. Wenn du wirklich verliebt in ihn bist, solltest die folgenden Fragen mit "Ja" beantworten können:

  • Fühlst du dich wirklich zu ihm als Person hingezogen und das nicht nur, weil du nicht allein sein willst?

  • Kannst du mehr als drei Gründe aufzählen, warum er der Richtige für dich ist?

  • Bist du wirklich in ihn verliebt und nicht nur in die Wunschvorstellung einer Beziehung mit ihm?

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2. Die eigene Begierde

Ja, die liebe Lust spielt nicht nur Männern manchmal einen Streich, auch wir Frauen sind davon nicht befreit. Denn jeder Mensch sehnt sich ab und an nach Zärtlichkeit und körperlicher Nähe. Leidenschaft ist ein wichtiger Teil in einer Beziehung - funktioniert tückischerweise aber auch sehr gut ohne Liebe. Zwei Menschen können wunderbar im Bett harmonieren und trotzdem im Alltag nicht zusammenpassen. Auch wenn jemand den Weg zu deinem G-Punkt kennt - dein Herz liegt woanders.

Wenn wir tief in uns hineinhorchen, sehen wir diese Einsicht aufblitzen - bis zum nächsten Orgasmus dann. Unterleib oder Herz - wo sitzt das Kribbeln wirklich? Würdest du auch gerne Zeit ohne sexuelle Nähe mit deinem Date verbringen? Diese Fragen bringen meist schon ein Stück weit Klarheit, ob der Mann in deinem Bett auch der Mann fürs Leben ist.

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3. Begehrt werden

Wer freut sich am meisten über einen neuen Liebhaber? Na klar, unser Selbstbewusstsein. Und insgeheim genießen wir die Aufmerksamkeit, die uns geschenkt wird. Positives Feedback tut gut - wir wollen mehr davon. Manchmal lässt man sich auf jemanden ein, wenn der andere nur hartnäckig genug bleibt. Und dann wünscht man sich so sehr, die Gefühle zu erwidern, dass man sie sich selbst vorspielt - zumindest eine Weile... Auf Dauer sieht Liebe jedoch anders aus. Um zu erfahren, ob du dich in den Menschen hinter all den Schmeicheleien verlieben könntest, solltest du dir folgende Frage beantworten: Fühlst du dich wirklich zu dieser Person hingezogen oder fühlst du dich nur geschmeichelt von der Zuneigung?

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4. Sicherheit

Du hattest ein paar Beziehungen, manche mehr, andere weniger gut. Du hast gelernt, was du willst - vor allem aber, was du nicht willst. Dann steht da plötzlich dieser potenzielle Partner vor dir, der dir alles geben könnte, von dem du geträumt hast. Sicherheit. Zukunft. Ein Zuhause. Du denkst, es wäre nun Zeit anzukommen - diese Ungeduld bezüglich der eigenen Lebensplanung stellt uns aber gerne ein Bein, indem wir sie mit Liebe verwechseln. Frage dich, ob du dich vielleicht bloß in die Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft mit ihm oder wirklich in ihn verliebt hast.

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5. Freundschaft

Fast jeder kennt diesen Moment in einer guten Freundschaft mit einem Mann, wenn man sich fragt, ob da nicht noch mehr draus entstehen könnte. Wenn man sich mit einem neuen Bekannten auf Anhieb gut versteht, möchte man ebenfalls viel Zeit mit ihm verbringen, teilt Alltag und Sorgen, genießt die aufkeimende Vertrautheit und hat vor allem Spaß zusammen. Ist das Gegenüber vom sexuell präferierten Geschlecht, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus: Ist das wirklich Freundschaft oder doch Liebe? Wenn man sich so gut versteht, kann man die Zuneigung fast mit Verliebtheit verwechseln. Klar, aus Freundschaft kann sich vielleicht auch eine wunderbare Beziehung entwickeln - manchmal aber eben auch nicht. Deswegen solltest du dir folgende Frage stellen: Fühlst du dich von deinem neuen Liebhaber sexuell gar nicht angezogen? Dann hast du vielleicht schlichtweg einen neuen Freund gefunden - was nicht minder wertvoll ist.

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Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Verliebtsein?

Verliebtsein kann als Vorstufe zur Liebe betrachtet werden. Sie kann allerdings auch in einer langjährigen Beziehung immer wieder aufkeimen und so die Liebe zwischen zwei Menschen neu entfachen. In der ersten Phase des Verliebtseins ist die Welt noch rosarot und in einem herrscht das blanke Gefühlschaos. Diese Phase endet bei leichten Schwärmereien meist nach kurzer Zeit. Denn um wirklich zu lieben, braucht es mehr als körperliche Anziehung und Begierde.

Allerdings kann sich aus der ersten Verliebtheit auch echte Liebe entwickeln. Sie entsteht, nachdem wir uns verliebt haben und anfangen, eine echte Bindung zu einem anderen Menschen aufzubauen. Dafür braucht es viel Vertrauen, gemeinsame Zeit, Verständnis und den Willen, sich wirklich auf den Partner einzulassen.