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Capri-Sun wieder mit Plastik-Strohhalm? Jetzt ist die endgültige Entscheidung gefallen

Capri-Sun kämpft seit Jahren für ein Comeback des Plastik-Strohhalms – und sorgt mit seiner klaren Haltung gegen Papier für jede Menge Diskussionen. Jetzt herrscht ein für allemal Klarheit.

Blick im Supermarkt oder Discounter auf zwei Großverpackungen Capri Sun Orange.
Foto: IMAGO / Ulrich Wagner
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Große Pläne, große Worte – doch am Ende fehlte die Unterstützung: Eine Million Unterschriften wollte Capri-Sun mit einer Online-Petition sammeln, um den Plastikstrohhalm zurückzubringen. Das Ziel: eine Ausnahmegenehmigung der EU. Doch rund eineinhalb Jahre nach dem Start der Aktion zeigt sich: Das Interesse der Verbraucher*innen blieb überschaubar.

Inzwischen bewirbt das Unternehmen die Petition nicht mehr aktiv. Dennoch hieß es lange, man halte weiter am Ziel fest. Sehr zum Ärger von Umwelt- und Verbraucherschützern.

Capri-Sun und Plastik-Strohhalme? Jetzt ist die Entscheidung gefallen

Wie die Organisation Sana Mare auf Change.org mitteilte, wird Capri-Sun den Vorstoß zur Wiedereinführung von Plastikstrohhalmen nicht weiterverfolgen.

„Wir haben gewonnen!“, heißt es dort. Knapp 61.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hätten ein starkes Zeichen für den Umweltschutz gesetzt. Der Dank der Initiatoren ist groß – doch gleichzeitig mahnen sie: Das Problem der Plastikverschmutzung ist längst nicht gelöst.

Täglich landen weiterhin große Mengen Verpackungsmüll in der Natur und in unseren Meeren. Für die Aktivisten ist klar: Dieser Erfolg ist nur ein Schritt – der Einsatz gegen Plastikmüll geht weiter.

Warum wollte Capri-Sun zurück zu Plastik?

Seit 2021 steckt im beliebten Trinkbeutel ein Papierstrohhalm. Eine Folge des EU-Verbots für Einwegplastik. Doch viele Fans waren unzufrieden: Der Strohhalm lasse sich schlechter einstechen, werde schnell weich und sorge teils für einen unangenehmen Papiergeschmack. Capri-Sun besserte nach eigenen Angaben mehrfach nach.

Das Argument des Unternehmens: Ein Strohhalm aus demselben Kunststoff wie der Beutel – Polypropylen – könne die Recyclingfähigkeit des gesamten Produkts verbessern. Man befinde sich dazu im „konstruktiven Austausch“ mit der EU-Kommission.

Kritik von Umweltschützern

Umweltverbände reagierten empört. Die Deutsche Umwelthilfe sprach von einem „Armutszeugnis“. Gerade weil die kleinen Trinkbeutel häufig unterwegs konsumiert und achtlos weggeworfen würden, sei jedes zusätzliche Plastikelement problematisch. Plastik verbleibe über Jahre in der Umwelt und zerfalle zu Mikroplastik, das sich in Organismen und Nahrungsketten anreichere.

Auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegenüber dem Spiegel warnte: Es bestehe die erhebliche Gefahr, dass die Verpackungen nicht korrekt entsorgt werden. Nachhaltig sei das nicht – stattdessen solle Capri-Sun lieber auf echte Mehrweglösungen setzen. Am besten ganz ohne Strohhalm!