GeschlechtskrankheitChlamydien-Symptome: Bin ich infiziert?

Eine Chlamydien-Infektion gehört neben der HPV-Infektion und dem Tripper zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Diese Infektion verläuft allerdings meist ohne oder nur mit leichten Symptomen und bleibt daher viel zu oft unentdeckt. Warum dies gefährlich werden kann, erfährst du hier.

Inhalt
  1. Chlamydien: Was ist das überhaupt?
  2. Bei diesen Anzeichen sollten Sie zum Arzt
  3. Therapie mit Antibiotika

Es ist eine der am weitesten verbreiteten Geschlechtskrankheiten. Bei Frauen - und auch bei Männern. Und doch wissen die wenigsten über eine Infektion mit Chlamydien Bescheid. Die Folgen einer unentdeckten Ansteckung mit der Geschlechtskrankheit können gravierend sein. Das Problem: Die Symptome werden meist zu spät erkannt.

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Chlamydien: Was ist das überhaupt?

Chlamydien sind eine Gruppe von Bakterien . Eine Unterart versteckt sich in Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Urin. Beim ungeschützten Sex mit einem infizierten Partner werden die Chlamydien übertragen. Bleibt die Infektion unbehandelt, bzw. steckt man sich mehrfach an, kann die Entzündung von der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals auf Eierstöcke und Eileiter, bzw. bei Männern auf die Nebenhoden übergreifen. Die Folgen können Unfruchtbarkeit oder ein erhöhtes Risiko für Problem-Schwangerschaften sein.

Da viele Frauen nichts von der Infektion bemerken, fällt sie meist erst bei einem unerfüllten Kinderwunsch auf. Dann ist es für eine Behandlung jedoch zu spät. Daher ist es wichtig, frühzeitig zum Arzt zu gehen!

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Bei diesen Anzeichen sollten Sie zum Arzt

Die Chlamydien-Infektion kann komplett unbemerkt ablaufen. Bei etwa 80 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer ist das der Fall. Doch wer eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bei sich beobachtet, sollte sich schnell untersuchen lassen. Erste Symptome treten frühestens ein bis drei Wochen nach der Übertragung auf. Wandert die Entzündung im Körper langsam auf, können sich Beschwerden auch noch nach vielen Wochen, bzw. Monaten melden. Das macht die Sache so tückisch.

Chlamydien-Symptome bei Frauen

  • Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen
  • Ausfluss aus der Harnröhre
  • Jucken im Genitalbereich
  • Vermehrter, evtl. übelriechender vaginaler Ausfluss
  • Fieber
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Zwischenblutungen
  • Gelenkschmerzen
  • Schmerzen am After

Chlamydien-Symptome bei Männern

  • Ziehende Schmerzen beim Urinieren
  • Vermehrter Harndrang
  • Juckreiz und Brennen
  • Ausfluss
  • Entzündung der Nebenhoden

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Therapie mit Antibiotika

Bei Verdacht kann der Arzt per Test herausfinden, ob Chlamydien vorliegen. Meist erfolgt dies per Gebärmutter-Abstrich (beim Mann: Abstrich der Harnröhre). Auch ein Urintest ist möglich. Bei Frauen bis 25 Jahren übernimmt die Kasse hierfür jährlich die Kosten. Viele Experten fordern, diese Leistung auch auf Frauen bis 34 auszuweiten. Auch eine Blutuntersuchung auf Antikörper kann zeigen, ob der Körper bereits Kontakt mit den Erregern hatte. Er sagt aber nichts über den aktuellen Infektions-Status aus. Die Infektion kann also schon lange zurückliegen und bereits ausgeheilt sein.

Werden Chlamydien früh genug erkannt, können sie mit Antibiotika abgetötet werden und die Infektion bleibt ohne Folgen. Um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden, sollte immer auch der Partner mitbehandelt werden. Während der Therapie solltest du keinen Geschlechtsverkehr haben. Kondome können vor einer Ansteckung schützen, aber auch sie geben keine 100 prozentige Sicherheit. Deshalb sollte man bei wechselnden Sexualpartnern regelmäßig auf verschiedene Infektionen getestet werden.

 

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