GeschlechtskrankheitTrichomonaden: Häufiger Parasit kann Unfruchtbarkeit auslösen

Gefährliche Geschlechtskrankheit: Trichomonaden sind längst nicht so bekannt wie andere Infektionskrankheiten, dabei kann die Krankheit zu Unfruchtbarkeit führen. Die Symptome und was hilft.

Inhalt
  1. Parasiten lösen Trichomonaden aus
  2. So kannst du dich vor einer Infektion schützen
  3. Das sind die Risikofaktoren einer Trichomonadeninfektion
  4. Das sind die Symptome bei Trichomonaden
  5. Diagnose der Geschlechtskrankheit
  6. Behandlung von Trichomonaden

Eine Trichomonadeninfektion oder auch Trichomoniasis ist zwar nicht lebensgefährlich, kann aber Unfruchtbarkeit auslösen. Bei uns erfährst du die Symptome, die Behandlung und wie du dich schützen kannst.

 

Parasiten lösen Trichomonaden aus

Verantwortlich für eine Infektion ist der Parasit Trichomonas vaginalis. Die Geißeltierchen, die sich in den Geschlechtsorganen festsetzen und eine Infektion verursachen, werden überwiegend durch Sex übertragen.

 

So kannst du dich vor einer Infektion schützen

Um sich vor der Geschlechtskrankheit zu schützen, ist es wichtig den Kontakt mit potenziell infektiösen Köperflüssigkeiten zu vermeiden. Kondome bieten größtmöglichen Schutz vor Geschlechtskrankheiten (bedenke jedoch, dass sie auch mal reißen können). Du solltest außerdem nicht dasselbe Handtuch, wie eine eventuell infizierte Person benutzen. Vorsicht ist auch bei Petting und Oralverkehr geboten, da es auch hierbei zum Kontakt mit Körperflüssigkeiten kommen.

 

Das sind die Risikofaktoren einer Trichomonadeninfektion

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko einer Trichomoniasis:

  • es herrscht ein Östrogenmangel in der Scheide
  • Tampons, die in der Vagina vergessen wurden
  • Scheidenflora ist im Ungleichgewicht
  • Schwangerschaft
  • Erkrankung an bakterieller Vaginose
  • Diabetes mellitus
  • Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • Tumore
 

Das sind die Symptome bei Trichomonaden

Das Fiese an der Geschlechtskrankheit: Die Infektion löst bei Männern im Normalfall keine Beschwerden aus. Auch ein Viertel aller Frauen verspürt keinerlei Folgen bei einer Erkrankung. Dadurch können die Parasiten unbemerkt weitergegeben werden.

Diese Symptome deuten auf eine Infektion hin:

Wenn du die Anzeichen bei dir oder deinem Partner bemerkst, sollte unbedingt ein Arzt kontaktiert werden. Eine Trichomonadeninfektion kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. Zudem steigt das Risiko für eine HIV-Infektion an.

 

Diagnose der Geschlechtskrankheit

Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung des Urins oder durch einen Abstrich der Schleimhaut des betreffenden Geschlechtsorgans. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nur, wenn dein Sex-Partner an einer Infektion erkrankt ist.

 

Behandlung von Trichomonaden

Wird eine Infektion mit Trichomonaden frühzeitig erkannt, ist sie einfach zu behandeln. Es soll sich vor allem die Gabe des Antibiotikums Metronidazol bewährt haben. Kommt es zu einer Trichomonadeninfektion sollte auch der Sexpartner behandelt werden. Während der Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Bei Trichomonaden kann es zu auch zu einer Spontanheilung kommen, allerdings liegt die Quote nur bei 20 Prozent.

Eine Trichomonadeninfektion zählt nach bakterieller Vaginose und Scheidenpilz zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Vagina. Daher ist es wichtig, sich vor der Geschlechtskrankheit zu schützen.

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