Vagina-WissenWas der Intimgeruch über deine Vagina verrät

Was der Intimgeruch über deine Vagina verrät und wie du ihn beeinflussen kannst, erfährst du bei uns.

Inhalt
  1. Der Geruch einer Vagina: Manche stehen drauf!
  2. Warum ist der Geruch der Vagina anders?
  3. Einfluss auf den Intimgeruch „von außen“
  4. Vagina riecht nach Fisch und nun?
  5. Intimgeruch: Was „von innen“ wirkt
  6. Intimgeruch: So wirken Unterwäsche und Slipeinlagen

Der Duft einer Frau zwischen ihren Beinen galt lange Zeit als Aphrodisiakum. Ein Lockstoff für den potenziellen Partner/die potenzielle Partnerin, die sich auch heute noch durchaus für dieses einzigartige Bukett begeistern können. Doch in Zeiten der Hygiene-Hysterie wird genau dieser Duft zum Problem. Und zwar vor allem für Frauen. Denn sie möchten überall lang anhaltend frisch geduscht riechen. Was irgendwo anders riecht, muss schlecht oder gar abstoßend sein - so die Sorge. Doch das ist nicht der Fall! Was der Geruch deiner Vagina über deine Gesundheit verrät und wann du deinen Frauenarzt aufsuchen solltest, erfährst du hier.

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Der Geruch einer Vagina: Manche stehen drauf!

Schade eigentlich, dass wir Frauen uns diesen eigenen Geruch irgendwie nicht erlauben wollen und es völlig außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt, dass manche Männer sogar richtig drauf abfahren. Doch es ist so: „Der Duft der Frauen“ hat seine Fangemeinde. Warum auch nicht? Denn eine gesunde Vagina

hat einen Geruch, der sich bei nicht übertriebener Pflege im Alltag nicht unbedingt aufdrängt. Aber wie auch bei Achselschweiß oder Müffeln allgemein, nimmt man das eigene Aroma meist eher wahr als andere. Oder auch als Einzige. Also keine Panik, meine Damen!

 

Warum ist der Geruch der Vagina anders?

Es hat einen ganz nachvollziehbaren Grund, warum jede Frau ein besonderes Aroma zwischen ihren Beinen hat. Für die natürliche Reinigungsfunktion der Scheide und damit für eine funktionierende Infektabwehr werden die Schleimhäute der Scheide immer feucht gehalten. Und dieser Schutz gegen ungewollte Bakterien-Eindringlinge entsteht durch das saure Milieu in der Scheide.

Der saure PH-Wert führt zu dem speziellen Geruch, den viele als säuerlich bezeichnen. Manche sagen auch, es riecht etwas nach Joghurt oder leicht metallisch. Eine Beschreibung in Worten kann jedoch immer nur eine Annäherung sein. Denn jede Frau riecht „unten“ einfach anders.

 

Einfluss auf den Intimgeruch „von außen“

Das Wichtigste in Sachen Pflege vorweg: Bei der Pflege der Scheide ist weniger mehr. Denn je intensiver die Scheide geduscht und geseift wird, desto größer ist die Gefahr, den natürlichen Abwehrschutz der Schleimhaut zu stören. Das gilt auch für häufige Intimrasur. Die Folge kann sein, dass das Scheidenmillieu ungeliebte Bakterien nicht mehr aufhalten kann und leichter Infektionen oder Pilzerkrankungen entstehen. Und das riecht dann auch oftmals nicht mehr gut. Mal ganz abgesehen von Jucken, Brennen und vermehrtem Ausfluss.

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Für eine gute Unterbodenwäsche genügt deshalb eigentlich klares Wasser. Wer gern Duft oder Schaum hätte und gut mit seinem Duschgel klar kommt, kann dies auch weiterhin verwenden. Es gibt aber auch schon ganz tolle und schonende Intimwaschlotionen, die einen milden oft pflanzlichen Duft haben und dem PH-Wert der Scheidenschleimhäute angepasst sind. Lotionen für die Intimregion und Bikinizone beruhigen nach einer Rasur oder pflegen dezent, ohne dass man im Schritt wie eine Parfümerie riecht. Ist ja irgendwie auch nicht ganz passend.

Finger weg heißt es auf jeden Fall für Parfum, Deo und andere parfümierte Pflegeprodukte. Sie können die Schleimhaut so angreifen, dass noch mehr Geruch entsteht.   

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Vagina riecht nach Fisch und nun?

Ein wirklich auffallender Geruch der Scheide nach Fisch ist kein gutes Zeichen. Er deutet auf eine bakterielle Vaginose hin. Und die stinkt wirklich. Sie ist ein Grund für den Gang zum Gynäkologen, der hier schnell helfen kann. Von allein geht das nicht weg!

 

Intimgeruch: Was „von innen“ wirkt

Keinen Einfluss haben Frauen auf die natürlichen hormonellen Schwankungen, die während des Zyklus‘ oder einer Schwangerschaft den Intimduft variieren lassen.

Anders ist es bei der Einnahme von Antibiotika. Sie kann sich auf die Scheidenflora auswirken und somit den Geruch verändern.

Oft überschätzt wird der Einfluss der Nahrung. Immer wieder ranken sich Gerüchte um Ananas und ihren positiven Einfluss auf Körpersäfte und deren Geruch und Geschmack. Wenn das so einfach ginge, wären Ananas sicher beliebter als Bananen oder Äpfel. Sind sie aber nicht.

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Der Geruch des Urins hingegen ändert sich durch unterschiedliche Nahrung und Getränke schon nicht unerheblich. Bei Kaffee zum Beispiel. Leichter Urinverlust oder nachlässiges Abwischen bei deutlichem Uringeruch kann sich also auch auf den Intimduft auswirken. Wer viel Wasser trinkt kann dem vorbeugen. Denn viel „Durchlauf“ mildert den Urinmief.

Übrigens sorgt Schamhaar für ein Minimum an Luft zwischen den Schamlippen. Wer ganz glatt ist, schwitzt schneller, wenn die Hautfalten direkt aufeinander liegen. Und wo mehr geschwitzt wird, entstehen schneller Gerüche. Wer mal wachsen lässt, kann sich selbst ein Urteil bilden, wie oder ob die Nase mit oder ohne Haar bei gleichem „Waschvorgang“ Unterschiede ausmacht.  

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Intimgeruch: So wirken Unterwäsche und Slipeinlagen

Oft wird unterschätzt, wie sehr sich das Tragen von synthetischer Unterwäsche oder von Slipeinlagen und Binden auf die Entstehung von unangenehmem Intimgeruch auswirkt. Grundsätzlich ist dazu zu sagen: Die Scheide braucht genauso Luft wie der Rest unserer Haut. Sonst kommt sie ins Schwitzen. Und das fördert Geruchsbildung und ist schlecht für das Scheidenmillieu. Baumwolle lässt Luft zirkulieren und nimmt Feuchtigkeit besser auf als Synthetikstoffe.

Das heißt: Lieber ab und zu mal den Baumwollschlüpfer wechseln, als die Scheide noch mehr einzupacken und abzudichten!

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Auch Slipeinlagen oder Binden – vielleicht noch mit Duft – können die Haut irritieren. Die Superabsorber in den Einlagen, die die Feuchtigkeit aufsaugen sollen, werden ebenfalls nicht von allen Frauen vertragen und bilden einen Fremdgeruch. Und wer sie zu lange im Slip lässt, bietet einen guten Nährboden für die Vermehrung ungesunder Bakterien. Für die Scheiden-Flora ein Nachteil.

Auf Binden und Slipeinlagen aus Baumwolle oder Seide reagiert die Haut wie auf normale Baumwollwäsche und alles bleibt geruchlich neutraler im Schritt als mit Wegwerfprodukten.  Seide hat sogar heilende Wirkung auf die Haut. Die Naturfasern tragen auch während der Regel dazu bei, den individuellen Geruch nicht im negativen Sinne zu intensivieren. Für das Verwenden von Menstruationstassen gilt das mindestens genauso. 

 

Autor: MK

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