Abnehmen mit DarmbakterienDauerhaft schlank: So hilft die Darmflora beim Abnehmen

Ob es dir leicht fällt abzunehmen, oder nicht, hängt mitunter auch von Darmbakterien ab. Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann verrät, wie die Darmflora das Abnehmen beeinflusst.

Inhalt
  1. Den Unterschied machen die Darmbakterien
  2. Je mehr Bakterien im Darm desto besser
  3. Vier Schlanke Darmflora-Strategien
  4. Der perfekte Tag für deinen Darm

Wusstest du, dass deine Darmflora dir beim Abnehmen helfen kann? In der Forschung sind die Erkenntnisse über den Zusammenhang von Darm und Körpergewicht noch neu. Fachärztin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann erklärt die Hintergründe.

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Den Unterschied machen die Darmbakterien

Zwischen schlanken und übergewichtigen Menschen gibt es erhebliche Unterschiede im sogenannten Mikrobiom, also in der Gesamtheit der Darmbakterien. Das heißt konkret: Wenn zwei Personen das Gleiche essen, nimmt der mit vielen "Moppelbakterien" im Darm zu, während der mit einer großen Zahl "Schlankbakterien" sein Gewicht hält.

Der Grund ist, dass die Keime unterschiedlich viele Kalorien aus unserer Nahrung ziehen. Das macht pro Tag zwar nur 150 bis 200 Kalorien aus, doch nach einem Jahr hat die "dicke Darmflora" dadurch eine Gewichtszunahme von rund zehn Kilo.

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Je mehr Bakterien im Darm desto besser

Eine "artenreiche" Darmflora ist für die Figur von Vorteil, denn je unterschiedlicher die Bakterien, desto weitreichender deren Funktionen, und desto besser können die Verdauungsvorgänge im Darm ablaufen. Aber was haben die Darmbakterien nun genau mit dem Gewicht zu tun? Die Darmzellen können mithilfe der Darmflora den Appetit über mehrere Botenstoffe beeinflussen.

Beispielsweise können Probleme mit der Darmschleimhaut oder chronische Entzündungen dem Körper signalisieren, mehr Fett abzulagern, insbesondere am Bauch. Moppelbakterien sind in der Lage, ein bestimmtes Enzym zu aktivieren, das Fettpolster anlegt. Zu guter Letzt ist unser Bakterienmix dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht das Essen verwertet wird - sprich, wie viele Kalorien aus der Nahrung gezogen werden.

 

Vier Schlanke Darmflora-Strategien

Wie sich die Darmflora eines jeden Menschen zusammensetzt, hängt von Faktoren wie Genen und Stress, aber besonders der Ernährung ab. Mit vier Strategien können Sie dank der Darmflora abnehmen und dauerhaft schlank bleiben.

Erste Strategie: Abwechslungsreiche Ernährung

Die "Schlankbakterien" haben nur dann einen guten Nährboden, wenn wir ausgewogen und nicht zu fett- und zuckerreich essen. Wissenschaftler fanden heraus, dass eine kohlenhydratarme Ernährung für die "guten Bakterien" am förderlichsten ist. Lebensmittel wie

  • Chicorée,
  • Lauch,
  • Endivien,
  • Hirse,
  • Obst mit Schale
  • und Hafer

mögen sie gern.

Zweite Strategie: Ausreichend Ballaststoffe

Gemüse, Obst und vor allem Vollkornprodukte saugen Fett und Giftstoffe auf und tragen sie über den Darm aus dem Körper.

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Dritte Strategie: Auf Fruchtzucker verzichten

Denn der süße Stoff schwächt unsere Darmbarriere, die bestimmt, was in den Körper gelangen darf und was ausgeschieden werden soll. Gegen Obst ist natürlich nichts einzuwenden, meide aber Lebensmittel, denen zusätzlich Fruchtzucker zugesetzt ist. Schaue ganz genau auf die Zutatenliste:

  • auch Maltose,
  • Glucose,
  • Dextose,
  • Saccharose
  • und Maltodextrin sind Zucker.

Die vierte Strategie: Viel Eiweiß

Proteine aus Hülsenfrüchten, Fisch oder Sojaprodukten heben den Spiegel des Hormons Peptid YY. Der Botenstoff wird in den Darmzellen gebildet und sorgt dafür, dass du dich rascher satt fühlst.

 

Der perfekte Tag für deinen Darm

Drei Mahlzeiten ohne Zwischensnacks sind ideal, damit die Verdauung optimal arbeiten kann

  • 300 kcal zum Frühstück,
  • 400 kcal zum Mittagessen
  • und 300 kcal zum Abendessen
  • Mittags komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorn, abends wenig Kohlenhydrate, dafür viel Eiweiß
  • Mindestens 30 Minuten Bewegung, um die Verdauung auf Trab zu halten
  • Nimm täglich 30 g Ballaststoffe zu dir
  • Trink 2-3 Tassen schwarzen Kaffee. Er fördert das Wachstum der "guten Bakterien
 

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