Wochenbett

Wunde Brustwarzen in der Stillzeit: Die besten Tipps & Tricks für schnelle Linderung

Wunde Brustwarzen stellen die noch so frische Stillbeziehung auf die erste harte Probe. Aber keine Angst, mit diesen 5 Tipps kommst du gut durch die ersten Wochen als stillende Mami. 

Baby trinkt an der Brust
Wunde Brustwarzen durch ständiges Stillen können verhindert werden Foto: Monashee Alonso / iStock
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Mit schmerzverzerrtem Gesicht erinnere ich mich an die ersten Wochen meiner beiden eigenen zwei Stillzeiten zurück: Jedes Anlegen fühlte sich an wie Folter. Tränen liefen die Wangen runter und auch das ein oder andere Winseln und Stöhnen konnte ich nicht unterdrücken. Vom Fluchen ganz abgesehen. Zum Glück gibt es aber ein paar kleine Helferlein, die dir in den ersten Still-Wochen etwas Schmerz, Frust und Leid abnehmen können.

Mein Favorit bei wunden Brustwarzen: Lansinoh-Salbe

Falls es dir auch gerade ähnlich geht, kann ich dich vielleicht ein bisschen aufheitern, denn du bist nicht allein: Fast jeder frisch gebackenen Mama geht es so. Wunde Brustwarzen sind normal und lassen sich mit einigen Tipps und Anwendungen sehr gut behandeln. Akute Soforthilfe und Linderung gegen das Brennen bringt beispielsweise die Brustwarzensalbe von Lansinoh.

Das in der Salbe enthaltene Lanolin (hochgereinigtes Wollfett) ist ein wahres Wundermittel, das die empfindliche Haut der Brustwarze pflegt, beruhigt und schützt. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Creme ein echter Gamechanger ist und den Schmerz schon nach der ersten Anwendung lindert. Wer die Brustwarzen von Beginn an konsequent nach jedem Stillen mit der Creme behandelt, beugt dem Wundwerden vor und verhindert bestenfalls die Entstehung schmerzhafter Risse oder Entzündungen. Übrigens muss das Wollfett nicht abgewaschen werden, bevor das Baby andockt. Es ist hypoallergen, farb-, geruchs- und geschmacksfrei. Mittlerweile gibt es sogar eine Variante, die ganz ohne Wollfett auskommt und aus hochwertigen Bio-Pflanzenfetten und Bienenwachs besteht.

Die 5 besten Hilfsmittel gegen wunde Brustwarzen

Neben der Creme für Brustwarzen gibt es noch einige andere Möglichkeiten, Schmerzen beim Stillen zu vermeiden und rissigen Stellen vorzubeugen. Hier stellen wir dir fünf weitere tolle Ideen vor. 

1. Silberhütchen schützen und heilen

Sind die Brustwarzen bereits wund oder brennen, können auch Silberhütchen eine echte Wohltat sein: Sie bestehen meist aus reinem Feinsilber, welches sich auf der Haut nicht nur angenehm kühl anfühlt, sondern auch die Wundheilung unterstützt und als ein absolut anti-septisches Material gilt. Auch die Anwendung ist denkbar einfach: Lege die sauberen Hütchen nach jedem Stillen auf die Brustwarzen, Still-BH darüber und fertig! Die Muttermilch, die zwischen den Stillmahlzeiten austritt, und auch als Allzweckwaffe sowohl fürs Baby als auch für die Mama gilt, fördert im Zusammenspiel mit dem Feinsilber die feuchte Wundheilung der Warzen und sorgt für einen natürlichen Heilungsprozess. Außerdem verhindert der Schutz direkte Reibung an der Kleidung. Bingo!

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2. Fertige Kompressen für den schnellen Einsatz

Leider sind gereizte Brustwarzen nicht das einzige Phänomen im Wochenbett: Zu Beginn der Stillzeit kann auch der Milcheinschuss schmerzhaft sein und für ein unwohles Gefühl in der Brust sorgen. Bei beiden anfänglichen Stillproblemen helfen kühle bzw. warme Kompressen und fertig benetzte Auflagen, die direkt auf die gereizten Brustwarzen oder andere betroffene Stellen aufgelegt werden können. Ich kann euch wärmstens empfehlen, für das Wochenbett bereits in der Schwangerschaft einige solcher Pads und Kompressen zu besorgen und im Kühlschrank aufzubewahren, bis der erste Einsatz kommt - und er wird kommen.

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3. Stillhütchen bei Überempfindlichkeit

Der Milcheinschuss und das regelmäßige Andocken und Saugen deines Babys reizen die Brustwarzen enorm und stellen sie auf eine harte Probe. Falls du in der anfänglichen Stillzeit sehr empfindlich auf diese Beanspruchungen reagierst, können Stillhütchen aus dünnem Silikon genau das Richtige für dich sein. Sie bieten den Brustwarzen zwar Schutz vor kleinen, hungrigen Baby-Mäulern, sind dabei aber so dünn, dass sie dem wichtigen Hautkontakt zwischen Mutter und Kind nicht im Wege stehen. Auch wer Probleme mit Hohlwarzen, also Brustwarzen, die dauerhaft eingezogen sind, hat, kann von den formgebenden Stillhütchen profitieren.

4. Bio-Heilwolle pflegt über Brustwarzen hinaus

Fettwolle, oder auch Heilwolle genannt, enthält von Natur aus über einen hohen Lanolin-Gehalt. Lanolin unterstützt die eigene Haut dabei, gesunde Fette herzustellen, die sie vor Reizungen und Wundsein schützen. Sie kann sowohl auf wunden Brustwarzen als auch zur Pflege geröteter Baby-Popos angewendet werden und liegt direkt auf der Haut auf. Da es sich aber um ein tierisches Produkt, das durch den Einsatz von Wollalkohol gründlich gereinigt wurde, handelt, solltest du beim Kauf darauf achten, dass dem Hersteller das Tierwohl am Herzen liegt. Auch Allergikerinnen sollten bei der ersten Anwendung vorsorglich nur eine kleine Menge verwenden - wobei man sowieso nicht viel benötigt. Viele Hersteller ziehen bei Neurodermitis allerdings eine rote Linie und raten auf der Verpackung davon ab, Heilwolle bei dieser Art von Hauterkrankung zu verwenden.

5. Stilleinlagen aus Wolle-Seide-Gemisch

Stilleinlagen sind gerade in den ersten Monaten deiner Stillzeit Gold wert: Die dünnen Einlagen schützen die Kleidung vor auslaufenden Still-Brüsten und verhindern feuchtes Milieu. Besonders angenehm auf der Haut sind dabei Stilleinlagen aus einem leichten, weichen Wolle-Seide-Gemisch. Der schmiegsame Stoff ist atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit auf und ist in Windeseile wieder trocken. Dies sind genau die Eigenschaften, die eine Stilleinlage mitbringen sollte, damit auch deine Brustwarzen langfristig heilen und sich optimal regenerieren können.

FAQ: Das solltest du über wunde Brustwarzen beim Stillen wissen

Ja, in den meisten Fällen kannst du dein Baby trotz wunder Brustwarzen weiterstillen. Häufig helfen schon kleine Änderungen, wie eine andere Stillposition oder eine verbesserte Anlegetechnik, um den Schmerz zu lindern und die Haut zu schonen. Es tut gut zu wissen: Deine Brustwarzen dürfen eine gewisse Zeit brauchen, um sich an das Stillen zu gewöhnen. Sollte der Schmerz jedoch zu stark werden oder du das Gefühl haben, dass die Wunde immer schlimmer wird, sprich am besten mit deiner Hebamme oder einer Stillberaterin.

Manchmal sind die Schmerzen einfach zu stark, um weiterhin zu stillen – und das ist völlig in Ordnung! Du kannst versuchen, für kurze Zeit Muttermilch abzupumpen, um deine Brust zu entlasten und deinem Baby weiterhin Muttermilch bieten zu können. Verwende sanfte Brusthütchen oder spezielle Salben, um deinen Brustwarzen eine Pause zu gönnen. Und das Wichtigste: Hol dir Unterstützung von einer Stillberaterin oder Hebamme, bevor du das Stillen ganz aufgibst.

Bei leichter Rötung oder kleinen Rissen kannst du meist mit bewährten Hausmitteln und Pflegeprodukten selbst etwas tun. Vorsicht ist geboten, wenn die Beschwerden länger als ein paar Tage anhalten, die Schmerzen zunehmen, sich Eiter bildet oder sogar Fieber und Schüttelfrost dazukommen. Das können Anzeichen einer Infektion sein, zum Beispiel einer Brustentzündung (Mastitis). In solchen Fällen solltest du unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Wenn du bemerkst, dass deine Brustwarze sehr stark gerötet, extrem schmerzempfindlich oder sogar geschwollen ist, solltest du aufmerksam sein. Auch Symptome wie gelbliche oder grünliche Absonderungen, eine heiße, harte Stelle an der Brust, Fieber oder rote Streifen auf der Haut sind Alarmsignale. Dann bitte nicht zögern und direkt deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt aufsuchen, um ernsthafte Komplikationen zu vermeiden.

Last but not least: Gelassen bleiben

Auch wenn die Geburt deines Babys und das anschließende Wochenbett sowie die gesamte Stillzeit eine unglaublich schöne, spannende, nervenaufreibende Zeit ist, in der wenig so klappt, wie du es dir vorgestellt hast, kann ich dir noch einen Rat mitgeben, der für kein Geld zu kaufen ist: gelassen bleiben. Ob wunde Brustwarzen, schlaflose Nächte oder ständiges Rumtragen - es fällt alles etwas leichter, wenn man die Umstände akzeptiert und gelassen bleibt. Und nicht vergessen: Jede Phase geht früher oder später vorbei.

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