Bitte nicht flunkern!Diese 6 Fragen deines Arztes solltest du ehrlich beantworten

6 Fragen dem Arzt ehrlich beantworten
Die Wahrheit ist dir unangenehm? Trotzdem solltest du deinen Arzt nicht anfklunkern
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Inhalt
  1. Wie geht es Ihnen?
  2. Nehmen Sie Medikamente?
  3. Rauchen Sie?
  4. Trinken Sie Alkohol?
  5. Ernähren Sie sich gesund?
  6. Haben Sie immer geschützten Sex?

Seinen Arzt anzuflunkern kann schlimme Konsequenzen nach sich ziehen. Bei diesen 6 Fragen solltest du deinem Arzt gegenüber gnadenlos ehrlich sein.

Einige Dinge sind uns einfach unangenehm. Andere wiederrum wollen wir uns nicht mal selbst eingestehen - ebenso wenig, wie wir Fehler zugeben möchten. Und wieder andere verunsichern uns oder sind uns sogar peinlich. Nicht zu vergessen unsere Vergesslichkeit, welche Medikamente wir einnehmen (je regelmäßiger, desto eher entfällt es uns). Auch bei unserem Laster - etwa Rauchen oder ungesunder Ernährung - gehen wir lieber mit der halben Wahrheit hausieren, statt unserem Arzt alles zu erzählen.

Doch genau das kann lebensbedrohlich sein. In den meisten Fällen können Ärzte nur richtig behandeln, wenn sie die komplette Wahrheit von uns hören. Vor allem bei folgenden 6 Fragen unseres Arztes sollten wir ganz ehrlich sein:

 

Wie geht es Ihnen?

Was wir sagen: "Eigentlich ganz gut. Bis auf die Rückenschmerzen, weswegen ich hier bin."

Was wir verheimlichen: Schon seit Wochen geht es uns nicht gut: Streit mit dem Partner, Stress bei der Arbeit, Probleme mit den Kindern - wir stehen kurz vor dem Burnout...

Die Konsequenz: Da wir "nur" Rückenschmerzen beklagen, bekommen wir vom Arzt "nur" ein Schmerzmittel verschrieben. Das hilft zwar, das Symptom "Rückenschmerzen" - vorübergehend - zu bekämpfen. Doch die wahre Ursache - nämlich die psychische Belastung - wird nicht bekämpft. Würde der Arzt von unserer psychischen Belastung erfahren, könnte er die Ursache bekämpfen - und statt Schmerztabletten etwa eine Entspannungstherapie verordnen.

 

Nehmen Sie Medikamente?

Was wir sagen: "Nein - ich bin ja gesund."

Was wir verheimlichen: Wir nehmen täglich die Anti-Baby-Pille, gelegentlich ein Aspirin gegen Kopfschmerzen und hin und wieder pflanzliche, homöopathische Mittel, die den Magen beruhigen. Und dann noch die Multi-Vitamin-Brausetablette als Nahrungsergänzungsmittel...

Die Konsequenz: Der Arzt könnte eine falsche Diagnose stellen. Wenn unsere Laborwerte (Bluttest) von den Normalwerten abweichen und wir daraufhin Mängel oder Überschüsse haben, tappt der Arzt im Dunkeln. Dabei kann jede Tablette, jedes Nahrungsergänzungsmittel, jedes Diätpräparat oder hormonelles Verhütungsmittel unser Blutbild beeinflussen bzw. verfälschen. Im schlimmsten Fall verschreibt uns der Arzt in seiner Unwissenheit Medikamente, die mit den anderen Mitteln, die wir einnehmen, wechselwirken und uns gesundheitlich sehr schaden.

 

Rauchen Sie?

Was wir sagen: "Nein."

Was wir verheimlichen: Wir rauchen eben nicht regelmäßig, sind nur Gelegenheitsraucher: Mal nach einem anstrengenden Tag, mal in Gesellschaft greifen wir zu einer Zigarette. Ab und zu ziehen wir an einer E-Zigarette oder paffen eine Zigarre oder Wasserpfeife.

Die Konsequenz: Auch gelegentlicher Tabakkonsum schwächt den Körper, das Immunsystem und erhöht das Risiko, gewisse Krankheiten zu erleiden. So sind die Blutgefäße durch das Nikotin verengt, einige Tabletten, wie etwa die Anti-Baby-Pille, vertragen sich nicht mit dem Nikotin (erhöht das Thrombose-Risiko). Lieber sollten wir vor dem Arzt zugeben, gelegentlich Tabak zu konsumieren.

 

Trinken Sie Alkohol?

Was wir sagen: "Nein, nur zu  besonderen Anlässen."

Was wir verheimlichen: Gerne verheimlichen wir, dass der Freitag schon mal ein "besonderer Anlass" ist. Und dass wir auf Geburtstagen oder Jubiläen schon mal ein paar Gläser mehr trinken. Und nach einem langen Tag gönnen wir uns ein Bierchen oder ein Glas Wein.

Die Konsequenz: Einige Behandlungen / Medikamente verlieren oder verstärken ihre Wirkung im Zusammenhang mit Alkohol. Weiß der Arzt nichts von ihrem Alkoholkonsum, kann er die Dosierung oder die unerwünschten Folgen nicht richtig einordnen - zum Schaden für uns.

 

Ernähren Sie sich gesund?

Was wir sagen: "Ja, würde ich schon so sagen."

Was wir verheimlichen: Dass wir unsere Mittagspause oft auswärts verbringen - und nicht selten mit Fast Food füllen. Und abends vor dem Fernseher, greifen wir gelegentlich zu Chips, Schokolade oder Fruchtgummis.

Die Konsequenz: Bei Verdauungsproblemen weiß der Arzt nicht, woran es liegen kann. Auch unsere Müdigkeit weiß er nicht einzuordnen. Dabei kann Mineralstoff- oder Vitaminmangel - ausgelöst durch ungesundes Essen - die Ursache dafür sein. Vielleicht verschreibt der Arzt Medikamente gegen die Beschwerden - die gar nicht nötig wären, wenn wir unsere Ernährung umstellen würden.

 

Haben Sie immer geschützten Sex?

Was wir sagen: "Selbstverständlich."

Was wir verheimlichen: Außer vor zwei Wochen nach der Feier. Und vor drei Monaten im Urlaub. Ist doch nicht verwerflich - schließlich sind wir Single...

Die Konsequenz: Neben ungeplanten Schwangerschaften kann ungeschützter Sex ganz schnell Geschlechtskrankheiten übertragen, wie etwa Chlamydien. Die können beispielsweise im schlimmsten Fall sogar unfruchtbar machen. Also: Lieber auch gegenüber dem Hausarzt ehrlich sein, wenn er diese Frage stellt. Auch er kann uns auf sexuell übertragbare Krankheiten testen.

Fazit:  Lieber dem Arzt offen und ehrlich sagen, was Sache ist. Ohnehin stehen Mediziner unter der ärztlichen Schweigepflicht.

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(ww7)

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