26 kritische DuftstoffeDuftstoffallergie: Wenn Parfum, Kosmetika oder Waschmittel Allergien auslösen

Manchmal kommt es vermeintlich aus heiterem Himmel: Deine Haut reagiert nach der Benutzung deines Parfums, von Kosmetika oder Waschmittel plötzlich allergisch. Was passiert bei einer Duftstoffallergie?

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Inhalt
  1. Was sind Duftstoffe?
  2. Duftstoffallergie: Wenn die Haut sich gegen Düfte wehrt
  3. Duftstoffallergie: Symptome und Dauer der Sensibilisierung
  4. Kritische Duftstoffe, die oft allergische Reaktionen auslösen

Hast du gerade dein Lieblingsparfum aufgetragen, riecht es wie immer so wundervoll – aber irgendwann juckt es und du merkst, dass deine Haut sich seltsam anfühlt. Wenn du Pech hast, handelt es sich um eine Duftstoffallergie. Dazu solltest du ein paar Sachen wissen.

 

Was sind Duftstoffe?

Duftstoffe – da denkst du bestimmt gleich an Parfum. Aber sie sind einfach überall: in Kosmetika, in Raumsprays, Toilettenpapier, Lebensmitteln und vielen anderen Dingen. Der Sinn dahinter ist, dass die Dinge oder auch wir besser riechen.

In deinem Deo ist es ebenso drin wie im Waschmittel oder dem Weichspüler. Leider reagieren manche von uns auf Duftstoffe allergisch.

Insgesamt kennen wir etwa 3000 verschiedene Duftstoffe. Einige davon sind gänzlich unbedenklich, andere können Krebs auslösen und wieder andere führen bei manchen Menschen vielleicht auch zu einer allergischen Reaktion, wie beispielsweise einer Hautirritation.

Hergestellt werden die Duftstoffe auf unterschiedlichste Weisen. Einige sind natürlichen Ursprungs und bestehen aus Pflanzen-, Tier- oder fossilen Stoffen. Andere hingegen sind synthetisch hergestellt.

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Duftstoffallergie: Wenn die Haut sich gegen Düfte wehrt

Es fühlt sich nicht gut an, vor allem aber ungerecht: dein Lieblingsparfum oder dein langjähriges Waschmittel hast du wie immer benutzt – aber plötzlich meldet sich eine Haut und ist gereizt.

Das ist echt fies, gerade weil es jetzt schwierig ist herauszufinden, welcher Duftstoff für die Hautreizung denn verantwortlich ist. Den entsprechenden Epikutantest führt ein Hautarzt durch.

Insgesamt sind in Deutschland laut der Apotheken Umschau ein bis zwei Prozent der Bevölkerung von einer Duftstoffallergie betroffen. Insgesamt gesehen erkranken Frauen häufiger.

Die Duftstoffallergie ist eine Typ-4-Kontaktallergie und die häufigste dieser Art bei Männern. Bei Frauen tritt dagegen die Nickelallergie häufiger auf, was wohl daran liegt, dass sie häufiger Schmuck tragen als Männer.

Eine Allergie des Typ-4 tritt aber nicht sofort auf. Ihr Auftreten verzögert sich, da sich die Haut erst nach einiger Zeit auf den Duftstoff sensibilisiert. Das kann zwischen 24 und 72 Stunden dauern. Ist das geschehen, zeigt sie bei Kontakt eine allergische Reaktion auf den eigentlich harmlosen Stoff.

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Duftstoffallergie: Symptome und Dauer der Sensibilisierung

Kommt die Haut nun in Kontakt mit dem Allergen, treten verschiedene Symptome auf der Haut auf:

  • Rötung
  • Juckreiz
  • Schwellung
  • Ekzem
  • Schuppung
  • Bläschen
  • Quaddeln

Bei Parfum trifft es da beispielsweise vor allem den Hals und vielleicht die Finger, während man bei einer allergischen Reaktion auf einen Duftstoff in Waschmittel am ganzen Körper unter gereizter Haut leidet.

Dabei kann es von einer einfachen Rötung der Haut bei kurzem Kontakt bis zum Ekzem gehen, sollte sich das Allergen länger auf der Haut befinden. Das ist oft stark geschwollen und bildet sich auch erst mal nicht mehr zurück. Auch eine Schuppung der Haut kann auftreten.

Ein Gang zum Arzt ist dann unumgänglich. Mit einer oft cortisonhaltigen Creme wird das Ekzem behandelt und bildet sich im Laufe mehrerer Tage oder Wochen zurück.

Manchmal kann es auch zu weiteren Beschwerden kommen:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Luftnot
  • Asthma

Hast du eine Duftstoffallergie, behältst du diese in der Regel bis ans Ende deines Lebens – soll heißen: reagiert deine Haut allergisch auf einen Bestandteil deines Waschpulvers oder Lieblingsparfums, solltest du es in Zukunft nicht mehr verwenden. Ein Allergietest kann dir aber helfen, dass du überhaupt weiterhin solche Produkte nutzen kannst.

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Kritische Duftstoffe, die oft allergische Reaktionen auslösen

Damit du einen Überblick hast, welche Duftstoffe besonders häufig eine Duftstoffallergie auslösen, haben wir dir einige aufgelistet. Diese müssen zumindest in Kosmetika und Co. ab einer Konzentration von 0,01 % angegeben werden, allerdings nicht auf Gebrauchsgegenständen wie Raumspray oder Duftkerzen.

Da die Inhaltsangaben auf Kosmetika auf Englisch sind, haben wir zuerst den englischen und dann den deutschen Begriff in Klammern aufgelistet.

  • Cinnamal (Zimtaldehyd)
  • Eugenol (Eugenol)
  • Evernia Prunastri Extract (Eichenmoos-Extrakt)
  • Hydroxycitronellal (Hydroxycitronellal)
  • Isoeugenol (Isoeugenol)

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Weitere Duftstoffe, die von der EU als deklarierungspflichtig eingestuft worden sind:

  • Alpha-Isomethyl Ionone (α-Isomethylionon)
  • Amyl Cinnamal (Amylzimtaldehyd)
  • Amylcinnamyl Alcohol (Amylzimtalkohol)
  • Anise Alcohol (Anisalkohol)
  • Benzyl Alcohol (Benzylalkohol)
  • Benzyl Benzoate (Benzoesäure)
  • Benzyl Cinnamate (Zimtsäure)
  • Benzyl Salicylate (Salicylsäure)
  • Butylphenyl Methylproponial/Lilial (Butylphenylmethylproponial/Lilial)
  • Cinnamyl Alcohol (Zimtalkohol)
  • Citral (Citral)
  • Citronellol (Citronellol)
  • Coumarin (Cumarin)
  • Evernia Furfuracea Extract (Baummoos-Extrakt)
  • Farnesol (Farnesol)
  • Geraniol (Geraniol)
  • Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboyaldehyd (Hydroxyisohexyl-3-Cyclohexencarbaldehyd)
  • Linalool (Linalool)
  • Hexyl Cinnamal (Hexylzimtaldehyd)
  • Limonene (Limonen)
  • Methyl 2-Octinoate (2-Octinsäure)

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