EnergieeffizienzklassenEnergielabel: Neue Kennzeichnung für Elektrogeräte

Wir kennen sie alle! Auf der Suche nach einem neuen Kühlschrank oder der Waschmaschine sieht man sie auf jedem Gerät: die Energielabel. Doch bald schon kommen neue Energieeffizienzklassen. Wie sie aussehen und was es mit den neuen Energielabel auf sich hat, verraten wir dir.

Inhalt
  1. Was hat es mit dem Energielabel auf sich?
  2. Diese EU-Energieverbrauchskennzeichnung gibt es bisher
  3. Das sind die neuen Energieeffizienzklassen
  4. Warum gibt es überhaupt neue Effizienzlabels?

Auf dem Weg durch den Elektromarkt sieht man sie überall: Energielabels, wo man nur hinblickt. Sie sollen uns die Wahl des richtigen Kühlschranks oder Waschmaschine und Co. erleichtern. Doch gefühlt hat jedes Gerät ein A+++. Doch das soll sich mit der überarbeiteten Version und den neuen Effizienzklassen ändern. Wir stellen sie dir vor.

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Was hat es mit dem Energielabel auf sich?

Das Energielabel erfüllt einen wichtigen Zweck, denn es informiert Verbraucher darüber, wie viel Energie ein bestimmtes Elektrogerät verbraucht und wie viel Lärm das Gerät macht, während es im Betrieb ist.

Da es sich um eine EU-Kennzeichnung handelt, wurde es so konzipiert, dass seine Symbole unabhängig von der jeweiligen Landessprache verstanden werden können. Das aktuell gültige Energielabel wird durch ein Neues ab März 2021 ersetzt.

Das noch aktuelle Energielabel wurde überarbeitet, damit sich die Aussagekraft wieder erhöht. Zudem steigen mit den neuen Energieeffizienzklassen die Anforderungen an die Hersteller in Bezug auf die Sparsamkeit der elektronischen Geräte.

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Diese EU-Energieverbrauchskennzeichnung gibt es bisher

Die aktuelle EU-Energieverbrauchskennzeichnung gilt bereits seit Ende 2011. Momentan beginnen die Effizienzklassen bei A+++ und gehen bis G. Farblich ist das Energielabel von Dunkelgrün nach Dunkelrot skaliert.

So sieht das Energielabel bis jetzt aus und das Neue hat einen ähnlichen Look.
So sieht das Energielabel bis jetzt aus und das Neue hat einen ähnlichen Look.
Foto: jack0m/iStock

Allerdings können nicht alle Gerätegruppen alle Effizienzklassen erreichen. So können einige Elektrogeräte maximal die Klasse A erreichen und andere werden sogar noch zugelassen, wenn sie lediglich D haben.

 

Das sind die neuen Energieeffizienzklassen

Das neue Energielabel ist eine abgespeckte Version der aktuellen Energieeffizienzklassen. Es gibt allerdings nur noch sieben von ihnen (A bis G). Die farbliche Skalierung von Dunkelgrün nach Dunkelrot ist geblieben.

Von den neuen Energieeffizienzklassen gibt es nur noch sieben und die einzelnen Stufen sind schwerer zu erreichen.
Von den neuen Energieeffizienzklassen gibt es nur noch sieben und die einzelnen Stufen sind schwerer zu erreichen.
Foto: hh5800/iStock

Ab 1. März 2021 kommt das neue Label zunächst für Spül- und Waschmaschinen, Trockner, Kühl- sowie Gefriergeräte, Fernseher und Monitore. Es dürfen nicht beide Energielabels gleichzeitig auf demselben Gerät abgebildet werden. Deshalb gibt es eine Übergangszeit vom 1. bis zum 18. März 2021.

Lampen erhalten ihr neues Energielabel erst im September 2021, zudem gilt hier eine 1,5-jährige Übergangsfrist, bei der beide Labels parallel gezeigt werden dürfen.

Staubsauger bekommen erst mit dem neuen Energielabel überhaupt eine Effizienzklasse. Wie für Trockner, Backöfen und Co. kommt hier die neue Klassifizierung erst ab 2024. Zwei weitere Jahre später geht es mit den Heizungen weiter.

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Warum gibt es überhaupt neue Effizienzlabels?

Für das neue Energielabel gibt es gute Gründe, die uns Verbrauchern die Wahl unserer neuen Elektrogeräte leichter machen soll.

Die neue Kennzeichnung unterscheidet feiner zwischen den Effizienzklassen. Zudem haben die einzelnen Stufen höhere Anforderungen als vorher. Deshalb können Geräte, die noch als A+++ eingestuft werden, im März mit einem D gekennzeichnet sein. Das kommt allerdings nicht nur durch die neuen Anforderungen, sondern auch durch eine angepasste Messweise. Verbrauchern soll so wieder eine richtige Einschätzung der Elektronik ermöglicht werden und Hersteller sollen gleichzeitig zu der Entwicklung von sparsamen Geräten ermutigt werden.

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