Husten, Schnupfen, Fieber

Erkältung in der Schwangerschaft: Was hilft und was gefährlich fürs Kind ist

Schwangere werden häufiger krank, weil das Immunsystem damit beschäftigt ist, das Kind zu schützen. Was gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft hilft  - und ab wann du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest.

Erkältung in der Schwangerschaft: Ab wann ist es gefährlich fürs Baby? (Symbolbild)
Erkältung in der Schwangerschaft: Ab wann ist es gefährlich fürs Baby? (Symbolbild) Foto: momcilog/iStock

Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen - eine Erkältung in der Schwangerschaft kommt nicht selten vor. Das Immunsystem ist geschwächt, die Aufmerksamkeit des Körpers liegt voll auf dem Kind. Können Erkältungen mit Schnupfen, Fieber und Co. gefährlich fürs Baby oder Schwangere sein? Wir klären werdende Mütter auf.

Erkältung in der Schwangerschaft: Gefährlich fürs Baby?

Eine Erkältung ist zwar lästig, stellt aber nicht zwangsweise eine Gefahr für das Baby da. Denn durch den sogenannten "Nestschutz", die Antikörper der Mutter, ist es geschützt. Das Problem: Durch eine Erkältung sind Schwangere anfälliger für andere Viren. Deshalb solltest du unbedingt vorbeugen und dich möglichst schonen.

Im Folgenden klären wir die wichtigsten Fragen bei einer Erkältung während der Schwangerschaft:

Was hilft bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?

Wenn dich nun als Schwangere doch mal eine Erkältung in der Schwangerschaft heimsucht, gibt es mehrere Möglichkeiten. Natürlich solltest du im Zweifel immer auch zum Arzt, aber auch ein paar Hausmittel können Frau helfen, sich wieder ein bisschen besser zu fühlen. Wir haben da ein paar Tipps.

Die guten alten Hausmittel helfen auch bei laufender Nase und dickem Kopf. Dampfbäder mit Thymian oder Kamille lösen den Schleim in der Nase, eine Salz-Nasenspülung ist bei verstopfter Nase ebenfalls sinnvoll. Bei Kopfschmerzen kann Minzöl auf der Stirn Abhilfe schaffen - allerdings sind die ätherischen Öle nichts für Menschen mit Geruchsempfindlichkeit. Sicherlich sinnvoll ist es, regelmäßig für frische Luft zu sorgen.

Du hast starken Husten? Normalerweise hilft schleimlösender Hustensaft. Da der aber Alkohol und andere Wirkstoffe enthält, die schädlich für das Kind sind, solltest du als werdende Mutter lieber auf einen selbstgemachten Sirup aus Honig und Zwiebeln zurückgreifen. Wenn du Halsschmerzen hast, gurgle mit Salbeitee oder lege dir feucht-warme Wickel um den Hals.

Zusätzlich solltest du dich ausruhen, viel Wasser trinken und dich in nicht zu überhitzten Räumen aufhalten, um deinen Kreislauf zu schonen. Und: Wenn du zu schlapp bist, lasse dich krankschreiben und gehe nicht arbeiten. Das ist gerade in der Phase der Frühschwangerschaft und bis zum Mutterschutz wichtig. Wann ein Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft gilt, erfährst du hier.

Schwanger und erkältet: Darf ich Medikamente einnehmen?

Während der Schwangerschaft solltest du auf eine Vielzahl von Medikamenten möglichst verzichten. Das gilt auch für pflanzliche Mittel. Suche unbedingt einen Arzt auf oder frage in der Apotheke, welche Medikamente in einer geringen Dosis geeignet und unbedenklich sind.

Am besten ist es, wenn du das schon im Anfangsstadium der Schwangerschaft abklärst - dann weißt du auf jeden Fall rechtzeitig bescheid, solltest du schwanger sein und dich erkälten.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei einer Grippe und folgenden Symptomen solltest du einen Arzt aufsuchen:

  • Starker Husten

  • Fieber über 38,5 Grad Celsius

  • Blutiges oder eitriges Sekret oder Auswurf

  • Langanhaltende Atembeschwerden oder extreme Schwäche

  • Plötzlich auftretende und sich schnell verschlimmernde Beschwerden

  • Starke, heftige Symptome oder Schmerzen

Eine Erkältung kann heutzutage allerdings auch das Anzeichen für etwas anderes sein, nämlich Covid-19. Solltest du dich mit dem Coronavirus infizieren, solltest du ebenfalls Kontakt mit einer Ärztin - am besten erstmal deiner Frauenärztin und deiner Hausärztin - aufnehmen.

Je nachdem, ob du geimpft bist oder nicht, ob und wie stark Symptome auftreten, kann es sein, dass du zur Sicherheit ins Krankenhaus kommst. da auch das Risiko für Fehlgeburten laut einer Studie erhöht ist. Schließlich sollen das Ungeborene und du bestmöglich geschützt sein. Eine Impfung reduziert die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf sehr deutlich.

Wann ist das Baby gefährdet?

Bei den oben genannten Symptomen solltest du zum Arzt gehen. Aus einem grippalen Infekt kann schnell eine Grippe werden - und die kann mit Fortschreiten der Schwangerschaft im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung oder sogar einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

So kannst du dich vor einer Erkältung in der Schwangerschaft schützen

Lasse dich ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft gegen die Grippe impfen. Die Impfung birgt kein Risiko, im Gegenteil: Sie schützt dich und dein Baby vor Viren. Auch die Corona-Impfung wird Schwangeren dringend empfohlen und verhindert in den meisten Fällen den Krankenhausaufenthalt. Zudem solltest du:

  • regelmäßig lüften

  • spazieren gehen

  • dich vitaminreich ernähren

  • Stress vermeiden

  • möglichst Abstand von Menschen, die bereits erkältet sind, halten

  • dir gründlicher und häufiger die Hände waschen

Während der Stillzeit ist dein Kind vor Erkältungsviren übrigens geschützt. Achte aber natürlich darauf, dein Baby nicht anzuniesen oder es anzuhusten. Wie auch während der Schwangerschaft, solltest du zum Arzt gehen, wenn du Grippe-Symptome wie hohes Fieber hast.

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Artikelbild und Social Media: momcilog/iStock (Symbolbild)