GesundheitErkältung in der Schwangerschaft: Was hilft und was ist schädlich fürs Kind?

Inhalt
  1. Was hilft bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?
  2. Darf ich Medikamente während der Schwangerschaft einnehmen?
  3. Wann sollte ich zum Arzt gehen?
  4. Wann ist das Baby gefährdet?
  5. So kannst du dich vor einer Erkältung schützen

Schwangere werden häufiger krank, weil das Immunsystem damit beschäftigt ist, das Kind zu schützen. Was gegen eine Erkältung hilft  - und ab wann du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest.

Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen - eine Erkältung in der Schwangerschaft kommt nicht selten vor. Das Immunsystem ist geschwächt, die Aufmerksamkeit des Körpers liegt voll auf dem Kind. Eine Erkältung ist zwar lästig, stellt aber nicht zwangsweise eine Gefahr für das Baby da. Denn durch den sogenannten "Nestschutz", die Antikörper der Mutter, ist es geschützt. Das Problem: Durch eine Erkältung sind Schwangere anfälliger für andere Viren. Deshalb solltest du unbedingt vorbeugen und dich möglichst schonen.

Erkältung in der Schwangerschaft
Eine Erkältung stellt keine Gefahr für das ungeborenen Baby da - bei einer Grippe solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen!
Foto: iStock

Im Folgenden klären wir die wichtigsten Fragen bei einer Erkältung während der Schwangerschaft:

 

Was hilft bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?

Die guten alten Hausmittel helfen auch bei laufender Nase und dickem Kopf. Dampfbäder mit Thymian oder Kamille lösen den Schleim in der Nase, eine Salz-Nasenspülung ist ebenfalls sinnvoll. Bei Kopfschmerzen kann Minzöl auf der Stirn Abhilfe schaffen. Du hast starken Husten? Normalerweise hilft lösender Hustensaft. Da der aber Alkohol und andere Wirkstoffe enthält, die schädlich für das Kind sind, solltest du lieber auf einen selbstgemachten Sirup aus Honig und Zwiebeln zurückgreifen. Wenn du Halsschmerzen hast, gurgle mit Salbeitee oder lege dir feucht-warme Wickel um den Hals.

Zusätzlich solltest du dich ausruhen, viel Wasser trinken und dich in nicht zu überhitzten Räumen aufhalten, um deinen Kreislauf zu schonen. Und: Wenn du zu schlapp bist, lasse dich krankschreiben und gehe nicht arbeiten

 

Darf ich Medikamente während der Schwangerschaft einnehmen?

Während der Schwangerschaft solltest du auf eine Vielzahl von Medikamenten möglichst verzichten. Das gilt auch für pflanzliche Mittel. Suche unbedingt einen Arzt auf oder frage in der Apotheke, welche Medikamente in einer geringen Dosis geeignet und unbedenklich sind. 

 

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei einer Grippe und folgenden Symptomen solltest du einen Arzt aufsuchen:

  • Starker Husten
  • Fieber über 38,5 Grad Celsius
  • Blutiges oder eitriges Sekret oder Auswurf
  • Langanhaltende Atembeschwerden oder extreme Schwäche
  • Plötzlich auftretende und sich schnell verschlimmernde Beschwerden
  • Starke, heftige Symptome oder Schmerzen
 

Wann ist das Baby gefährdet?

Bei den oben genannten Symptomen solltest du zum Arzt gehen. Aus einem grippalen Infekt kann schnell eine Grippe werden - und die kann mit Fortschreiten der Schwangerschaft im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung oder sogar einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

 

So kannst du dich vor einer Erkältung schützen

Lasse dich ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft gegen die Grippe impfen. Die Impfung birgt kein Risiko, im Gegenteil: Sie schützt dich und dein Baby vor Viren. Zudem solltest du:

  • Regelmäßig lüften
  • Spazierengehen
  • Dich vitaminreich ernähren
  • Stress vermeiden
  • Möglichst Abstand von Menschen, die bereits erkältet sind, halten
  • Dir gründlicher und häufiger die Hände waschen

Währen der Stillzeit ist dein Kind vor Erkältungsbakterien übrigens geschützt. Achte aber natürlich darauf, dein Baby nicht anzuniesen oder es anzuhusten. Wie auch während der Schwangerschaft, solltest du zum Arzt gehen, wenn du Grippe-Symptome, wie hohes Fieber, hast. 

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