Im Vergleich

Fenstersauger im Test: Was können Kärcher & Co?

Fensterputzen kann lästig sein, doch Fenstersauger versprechen streifenfreie Aussichten im Handumdrehen – wir zeigen einen Bestseller im Test sowie Alternativen.

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Praktische Helfer: Neben Modellen von Kärcher sind auch die Fenstersauger von Leifheit sehr gefragt Foto: iStock/middelveld

Was sind Fenstersauger und wie funktionieren sie?

Elektrische Fenstersauger von Kärcher, Leifheit, Bosch und Co. versprechen eine erhebliche Erleichterung beim Putzen der Fenster. Der Clou: Statt die Reste von Wasser und Reiniger mühsam abstreifen und mit einem Fensterleder wegpolieren zu müssen, lassen sie sich mit einem Fenstersauger einfach vom Glas saugen – das Entstehen von Schlieren und schmierigen Flecken ist dabei quasi unmöglich. Das Schmutzwasser wird in einem dichten Auffangbehälter gesammelt. Das ermöglicht auch das Fenstersaugen über Kopf.

Allerdings ist stets ein wenig Vorarbeit zu leisten – denn der klassische Fenstersauger übernimmt lediglich den letzten Schritt des Fensterputzens. Aber auch das Einweichen der Scheiben wird mit Kärcher und Co. zum Kinderspiel: Im Lieferumfang vieler Sauger ist nämlich auch eine Sprühflasche mit integriertem Wischtuch enthalten. Versprühen und Verteilen des Reinigers sind so mit nur einem Handgriff möglich. Die meisten Hersteller bieten zudem eigene Reinigungsmittel an, die oft ebenfalls im Paket enthalten sind. Selbstverständlich lassen sich aber auch andere Produkte nutzen.

Welcher Fenstersauger ist der beste?

Kärcher gehört zu den Vorreitern unter den Herstellern von Fenstersaugern – und steht auch in diesem Segment wie gewohnt für hohe Qualität. Auch die Stiftung Warentest kürtes eines der Modelle bereits zum Testsieger. Im Preis-Leistungs-Verhältnis besonders überzeugen kann der Fenstersauger Kärcher WV 2 Plus N, den wir ausführlich getestet haben.

Im Fenstersauger-Test: Kärcher WV 2 Plus N

Den Einstieg in die Welt der Akku-Fenstersauger von Kärcher bildet der besonders günstige WV 2 Plus N. Im Test hatte er die Gelegenheit, uns zu überzeugen – und wir sind hellauf begeistert von dem praktischen Gerät!

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Foto: Privat/Redaktion

Aber zunächst zu den harten Fakten: Der WV 2 Plus N muss auf einige Funktionen verzichten, mit denen seine großen Brüder ausgestattet sind. Dennoch kommt man hier zum kleinen Preis voll auf seine Kosten. Denn die Laufzeit des Akkus reicht mit rund 35 Minuten locker aus, um bis zu 105 Quadratmeter Fläche zu saugen – das sind laut Kärcher stolze 35 Fenster. Geht der Akku zu Neige, warnt die leuchtende LED-Anzeige.

Im Set enthalten ist, neben dem praktischen Sprühwischer, zudem eine zweite, schmalere Saugdüse, die nicht nur ideal für schmale Fenster – wie beispielsweise im WC – ist, sondern auch für Duschkabinen oder Vitrinen prädestiniert. Denn natürlich lassen sich mit den praktischen Saugern nicht nur Fenster und Wintergärten, sondern alle Arten von glatten Oberflächen reinigen.

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Foto: Privat/Redaktion

Kärcher Fenstersauger mit Sprühflasche: Sehr gute Reinigung

Im Alltagstest konnte die Kombination aus Sprühwischer mit hochwertigem Mikrofaser-Wischbezug und starkem Akku-Fenstersauger restlos überzeugen: Durch die Sprayflasche mit integriertem Wischer lassen sich die Fenster – im wahrsten Sinne des Wortes – mit links einweichen und reinigen. Kein Tropfen, kein lästiger Eimer: Alles ist mit einer Hand fest im Griff.

Das wahre Wunder ist natürlich der Kärcher Fenstersauger selbst: In wenigen Sekunden hat er Schaum, Wasser und Dreck streifenfrei abgezogen – und hinterlässt nichts als glasklare Ausblicke. Im Test konnten wir mit der Kombination aus Sprühwischer und Sauger drei großflächige Fenster samt Oberlichtern sowie eine mehrteilige Balkontür in gerade einmal 50 Minuten streifenfrei reinigen. Das macht den Fenstersauger für uns zu einem Must-have für jeden Haushalt.

Weitere Fenstersauger im Vergleich

Kärcher WV 6 Plus: Der Bestseller

Der WV 6 Plus zählt derzeit zu den Bestsellern unter den Fenstersaugern von Kärcher – und das trotz des vergleichsweise hohen Preises. Das liegt wohl daran, dass das Top-Modell mit vielen nochmals verbesserten Features aufwartet und einer der besten Fenstersauger ist.

Dazu zählen neben der besonders flexiblen und abnehmbaren Abziehlippe auch die praktische Ladestandsanzeige und die sensationelle Akkulaufzeit von 100 Minuten. Das reicht laut Kärcher aus, um satte 300 Quadratmeter Fensterfläche zu putzen.

Kärcher KV 4 Akku-Fensterreiniger

Die Fenstersauger von Kärcher sind also eine enorme Erleichterung bei der Hausarbeit – doch es geht noch bequemer: Nämlich dann, wenn man zusätzlich in einen Akku-Wischer wie den KV 4 investiert. Mit elektrischem Wasseraustrag und feinen Vibrationen löst er auch hartnäckigen Schmutz im Handumdrehen – und ersetzt das händische Schrubben mit dem Sprühwischer.

Wer sparen möchte, erhält die Akku-Fenstersauger der Reihe Kärcher WV und den Akku-Wischer KV 4 zudem auch im praktischen Set.

Leifheit Fenstersauger Dry & Clean

Neben den Modellen von Kärcher erfreut sich auch der Leifheit Fenstersauger Dry & Clean großer Beliebtheit bei Nutzer:innen. Der Akku hält rund 38 Minuten durch – das soll nach Herstellerangaben für rund 110 Quadratmeter Fensterfläche ausreichen.

Das Modell ist in verschiedenen Sets erhältlich. Sehr gut: Die Variante mit zusätzlichem Sprühwischer. Der Dry & Clean ist aber auch mit regulärem Einwascher, mit praktischer Teleskopstange oder gänzlich ohne Zubehör erhältlich.

Bosch GlassVAC

Autofahrer:innen schätzen die hochwertigen und streifenfreien Wischblätter von Bosch als Zubehör schon lange – nun können sie auch im Haushalt davon profitieren. Der Bosch Glass VAC Fenstersauger sorgt für tadellose Ergebnisse bei der Reinigung von Duschkabinen, Fenstern und anderen Oberflächen.

Danke der kompakten Bauweise und des handlichen Griffs ist er auch an engeren Stellen ideal einzusetzen. Der starke Akku bietet für die Reinigung von bis zu 35 Fenstern ausreichend Power.

Vileda Windomatic Power

Ebenfalls im praktischen Set mit Spray-Einwascher kommt auf Wunsch auch der Vileda Windowmatic Power. Das neue Modell bietet zusätzlich eine zweite Saugstufe: Im sogenannten „MAX“-Modus werden auch besonders nasse Flächen streifenfrei abgezogen.

AEG WX7-90B2B

Der Name AEG steht für besonders hochwertige und zuverlässige Haushaltstechnik – da bildet auch der Fenstersauger WX7-90B2B keine Ausnahme. Mit den Abziehlippen aus Naturkautschuk zaubert er Oberflächen so streifenfrei sauber, wie es sonst nur in der professionellen Fensterreinigung möglich ist. 

Zudem besonders praktisch: die LED-Anzeige für die Akkulaufzeit, die mit rund 90 Minuten ebenfalls in der Königsklasse rangiert.

Weitere Modelle

Wer unter den genannten Fenstersaugern nicht fündig wird, sollte sich ebenfalls Sichler NX-9063-919, Severin SC 7141 Hygenius Glass Li 25 und den Vorwerk Kobold VG100 anschauen. Letzterer bildet eine Besonderheit in diesem Vergleich: Im Design des Kärcher KV 4 erledigt er reinigen und saugen in einem Zug.

Worauf muss ich beim Kauf von Fenstersaugern achten?

Bei der Wahl des richtigen Fenstersaugers sind verschiedene Faktoren relevant: Wer viele Fenster zu putzen hat, sollte zum Beispiel darauf achten, in ein Modell mit möglichst ausdauerndem Akku zu investieren – das lohnt sich, denn so müssen beim Putzen keine nervigen Pausen zum Nachladen eingelegt werden.

Im Idealfall ist dabei nicht nur die Laufzeit des Akkus besonders groß, sondern auch das Volumen des Tanks – denn auch ständiges Entleeren kostet Zeit und Nerven. Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick auf das erhältliche Zubehör.

Welches Zubehör gibt es für Fenstersauger?

Das Zubehör variiert je nach Hersteller und Modell: Vor allem bei günstigen Modellen zählt bereits die bei Kärcher selbstverständliche Sprühflasche mit integriertem Wischer zu den kostenpflichtigen Extras – eine Investition, die sich eigentlich immer lohnt und einen großen Vorteil des Systems ausmacht.

Ebenfalls von Vorteil sind Saugdüsen und Abziehlippen in verschiedenen Größen: Denn eine große Lippe, die für die Balkontür ungemein praktisch ist, eignet sich nicht unbedingt fürs schmale WC-Fenster – gleiches gilt natürlich umgekehrt.

Hat man sich für ein Modell mit eher geringer Akkulaufzeit entschieden und merkt, dass man mit diesem im Alltag nicht ideal zurecht kommt, kann sich – je nach Modell – ein zweiter Akku zum Wechseln lohnen.

Wer beispielsweise einen Wintergarten besitzt, freut sich zudem sicherlich über die Option, den Fenstersauger auf einer Teleskopstange montieren zu können, wie es beim Modell von Leifheit möglich ist.