PflanzenkundeGeranien pflegen, pflanzen und vermehren: Alle Infos

Dank ihrer dauerhaft schönen Blüte sind Geranien sehr beliebte Balkon- und Gartenpflanzen. Wir zeigen dir, wie du Geranien pflanzen, vermehren und am besten pflegen kannst.

Inhalt
  1. Geranien für Balkon und Garten: ein super Insektenschutz
  2. Geranien pflegen: Praktische Tipps
  3. Geranien düngen: Das solltest du beachten
  4. Geranien schneiden: Für noch mehr schöne Blüten
  5. Wann Geranien pflanzen: Der beste Zeitpunkt
  6. Geranien vermehren: eine einfache Anleitung

Am besten kennt man wohl die Exemplare mit den kräftig roten Blüten, die ab dem Frühjahr wieder zahlreiche Balkone schmücken. Dabei gibt es die Pflanze, deren eigentlicher Name Pelargonie lautet, in solch unterschiedlichen Ausführungen, dass das Farbspektrum von weiß über lila bis hin zu mehrfarbig reicht. 

Grundsätzlich sind Geranien pflegeleicht, doch es lohnt sich beim Pflanzen und Pflegen einige Tipps zu beachten, damit die Pflanze noch besser gedeiht und noch schöner blüht. Zuerst einmal ist es aber wichtig, die unterschiedlichen Arten zu kennen. 

 

Geranien für Balkon und Garten: ein super Insektenschutz

Die Pelargonie, wie die Geranie richtig heißt, stammt aus dem Süden Afrikas. Die botanische Bezeichnung nennt sich Pelargonium. Sie gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse. Es gibt zwischen 220 und 280 Arten. Es wird vor allem zwischen Hänge-Geranien, die sich besonders gut für den Balkon und Blumenkästen eignen, aufrechten Pelargonien und den sogenannten Duftgeranien unterschieden.

Der Duft der Letzteren ist für uns angenehm würzig, viele Insekten hingegen mögen den Geranienduft gar nicht und machen einen Bogen um die Geranie. Das macht sie auch zu einem idealen Begleiter im Beet, neben anderen Pflanzen, die eben diesen Abwehrmechanismus nicht besitzen. Zudem hat die Duftpelargonie noch eine andere tolle Eigenschaft. In ihr schlummern ätherische Öle, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken und auch in der Kosmetik- oder Pharmaindustrie Anwendung finden.

Gut zu wissen: Die meisten der hierzulande angebotenen Geranien halten nur ein Jahr. Wer jedoch eine Züchtung mit mehr Lebensdauer erworben hat, muss wissen: Geranien sind nicht winterhart und müssen daher je nach Wetterlage ab Spätherbst nach drinnen gepflanzt werden.

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Geranien pflegen: Praktische Tipps

Der beste Standort für Geranien

Geranien sind Sonnenanbeter und vertragen deswegen auch einen sonnigen Standort, um ihre Blüten in voller Pracht zu zeigen. Wähle also eine Ecke deines Balkons aus, die herrlich sonnig ist. Hier fühlen sich die Geranien dann am wohlsten. Wichtig ist aber, dass die Pflanzen vor Wind und Regen geschützt sind, damit ihr Blüten nicht unter starken Wettereinflüssen leiden.

Geranien richtig gießen

Wer ordentlich in der Sonne sitzt, braucht eben auch viel Wasser. Bedenke vorm Geranien-Kauf: Eine einzige Pflanze benötift im Schnitt etwa fünf Liter Wasser pro Woche - nicht wenig. Die Erde einer Pelargonien sollte immer feucht sein, jedoch nie im Wasser stehen. Das heißt natürlich auch: Gießen, gießen, gießen, dabei aber Staunässe unbedingt vermeiden. Auch wichtig: Geranien immer von unten gießen. 

 

Geranien düngen: Das solltest du beachten

Gut gepflegte Geranien blühen von Mai bis in den Herbst hinein. Die Balkonpflanze ist ein guter Nährstoffverwerter und braucht entsprechend viel davon. Wer sich eine Pflanze mit vielen Blüten wünscht, an der er lange Freude haben kann, sollte die Geranie auch regelmäßig düngen. Füge dem Gießwasser alle zwei Wochen einen Langzeitdünger bei. Achte bei der Erde darauf, ein gutes Substrat zu verwenden, welches locker und luftig ist. So bildet sich keine Staunässe, die die Geranie schlecht verträgt. Es gibt auch spezielle Geranienerde, die die Pflanze mit allem Wichtigen versorgt.

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Geranien schneiden: Für noch mehr schöne Blüten

Du kannst dich über Monate an den schönen Blüten deiner Geranien erfreuen, wenn du denn die vertrockneten Blüten regelmäßig zurückschneidest. Um zu vermeiden, dass der Stiel sich anschließend braun verfärbt, schneide diesen direkt mit einer Schere ab, wenn die Blüten vertrocknet sind. 

Vor die Geranien im Herbst in ihr Winterquartier ziehen, kannst du sie dann noch einmal kräftiger zurückschneiden. Lies nach, wie Geranien am besten überwintern

 

Wann Geranien pflanzen: Der beste Zeitpunkt

Schon ab Februar können Geranien, wenn man denn schon Pflänzchen oder Stecklinge hat, auf einer hellen Fensterbank vorgezogen werden. Obwohl die Pflänzchen es drinnen kühl mögen, ist es jetzt draußen noch etwas zu frisch. Üblicherweise pflanzt man die Dauerblüher nach den Eisheiligen, also ca. Mitte Mai, in den Garten beziehungsweise in den Balkonkasten. 

Wichtig ist, dass die Erde mit vielen Nährstoffen angereichert ist. Dünge deine Geranien am besten schon direkt, wenn du sie einpflanzt oder verwende spezielle Geranienerde, die mit besonders vielen Nährstoffen angereichert ist. Denn diese sind notwendig, damit die Pflanzen ihre schönen Blüten entwickeln können. 

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Geranien vermehren: eine einfache Anleitung

Du möchtest im nächsten Frühjahr noch mehr schöne Geranien auf deinem Balkon haben? Dann vermehre sie doch einfach. Wir erklären dir, wie das geht.

  1. Schneide Mitte/Ende August direkt unterhalb des Blattknotens einige fünf bis zehn Zentimeter lange Triebe von deinen Geranien ab. Achte darauf, dass die Triebe keine Blüten und auch keine Knospen haben.
  2. Pflanze die sogenannten Stecklinge in kleine Töpfe mit einer etwa zwei Zentimeter hohen Schicht Anzuchterde. 
  3. Achte darauf, dass die Erde immer leicht feucht bleibt.
  4. Wenn du die eingetopften Triebe bei Temperaturen um die zehn Grad an einem hellen Platz lagerst, bekommen sie Wurzeln und können im kommenden Februar bereits in Erde mit vielen Nährstoffen umgepflanzt werden.

Und schädlingsfrei bleiben sollen deine Geranien natürlich auch ...

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