InfrarotstrahlungInfrarotkabine: Ist diese Sauna-Art gesundheitsschädlich?

Der Trend geht immer mehr zur Infrarotkabine statt finnischer Sauna. Allerdings gibt es hartnäckige Gerüchte, dass die Strahlen gesundheitsschädlich sind. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Inhalt
  1. Infrarotkabine ist praktischer als die finnische Sauna
  2. Infrarotsauna hat eine niedrigere Temperatur
  3. Ist die Infrarotkabine gesundheitsschädlich oder besser für den Körper?
  4. Worauf muss man beim Saunieren in der Infrarotkabine achten?

Die Infrarotkabine macht der finnischen Sauna derzeit gewaltig Konkurrenz und zählt zu den Wellness-Trends überhaupt. Aber was ist der genaue Unterschied und sind Infrarotstrahlen wirklich gut für uns oder nicht doch gesundheitsschädlich? Wir klären auf.

 

Infrarotkabine ist praktischer als die finnische Sauna

Die Infrarotsauna hat einen ganz klaren Vorteil gegenüber der finnischen Sauna, denn sie ist um einiges praktikabler: Sie benötigt nur einige Quadratmeter Platz und eine Steckdose und schon ist sie betriebsbereit. Zudem ist sie relativ kostengünstig. Kein Wunder also, dass die Infrarotkabine immer beliebter wird, vor allem, wenn es an den Einbau in die eigenen vier Wände geht.

 

Infrarotsauna hat eine niedrigere Temperatur

Aber was genau ist der Unterschied zwischen den beiden Sauna-Arten? Ganz einfach: Die finnische Sauna ist viel heißer. Bei Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius können ungeübte Saunagänger ganz schön gefordert werden. Anders bei der Infrarot-Variante: Die Strahlen erwärmen die Luft in der Kabine nur auf bis zu 50 Grad Celsius und ist dadurch um einiges schonender als die finnische Sauna.

 

Ist die Infrarotkabine gesundheitsschädlich oder besser für den Körper?

Die Wärme wird anders erzeugt. Während herkömmliche Saunen über die Außentemperatur den Körper erhitzen, wirken die Infrarotstrahlen direkt im Körper und produzieren dort Wärme. Die Strahlen wirken nämlich erst dort, wo sie auf einen Widerstand treffen. Das hört sich zunächst etwas gruselig an, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Der Kreislauf wird geschont und ist dafür besser für Menschen geeignet, die zu Schwindel neigen. Zudem stellt sich nicht das extreme Erschöpfungsgefühl wie nach einem normalen Sauna-Besuch ein, da der Körper nicht so stark erhitzt wird.

Trotz der positiven Wirkungen auf den Körper steht die Infrarotkabine in Verruf gesundheitsgefährdend zu sein und sogar Krebs auslösen zu können. Beweise gibt es dafür allerdings nicht. Zudem ist anzumerken, dass Infrarotstrahler einem weltweiten Grenzwert unterliegen und daher um ein Vielfaches weniger gefährlich als UV-Strahlen sind.

Sauna: So gesund ist das intensive Schwitzen

 

Worauf muss man beim Saunieren in der Infrarotkabine achten?

  • Auch wenn die Infrarotstrahlung nur gering ist, solltest du nicht direkt in den Strahler gucken, da es dadurch zu Netzhautschädigungen kommen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt sich eine spezielle Schutzbrille auf. Zudem solltest du ausreichend Abstand von den Strahlern halten, da sie sehr heiß werden und die Hitze zu Verbrennungen führen kann.
  • Im Gegensatz zur finnischen Sauna, wo drei Saunagänge empfohlen werden, reicht beim Saunieren in der Infrarotkabine schon ein Saunagang von 20 bis 30 Minuten.
  • Da man auch in der Infrarotkabine schwitzt und Flüssigkeit verliert, solltest du vor und nach dem Saunabesuch ausreichend Wasser trinken. Am besten schon vorher einen halben Liter trinken und nach dem Saunagang einen Liter.
  • Anschließend solltest du fünf bis zehn Minuten ruhen und dann den Körper mit warmem Wasser abduschen.

Zum ersten Mal in der Sauna? Tipps zum richtigen Saunieren

Achtest du auf unsere Tipps wird der Besuch in der Infrarotkabine zum wunderbaren Wellness-Erlebnis und wird deiner Gesundheit eher gut tun als sie zu gefährden.

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