Richtig schwitzenZum ersten Mal in der Sauna? Tipps zum richtigen Saunieren

Du gehst zum ersten Mal in die Sauna? Mit unseren Tipps bist du optimal vorbereitet und kannst Körper und Geist optimal entspannen.

Inhalt
  1. Tipps für die Sauna
  2. Muss ich in der Sauna nackt sein?
  3. Was brauche ich für den Saunabesuch?
  4. Wie viele Saunagänge sind normal?
  5. Wie lange sollte ein Saunagang dauern?
  6. Wo sitze ich am besten?
  7. Soll ich an die frische Luft?
  8. Wie dusche ich richtig nach dem Saunieren?
  9. Muss ich mich nach der Sauna ausruhen?
  10. Welche Sauna-Arten gibt es?
  11. Warum gibt es Aufgüsse in der Sauna?
  12. Was bewirkt das Auspeitschen mit Birkenzweigen?
  13. Wann darf ich nicht in die Sauna?
 

Tipps für die Sauna

Vor dem ersten Saunabesuch stellst du dir vermutlich viele Fragen. Muss ich nackt sein? Wie lange ist gesund und welche Sauna-Arten gibt es überhaupt? Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen und geben dir Tipps, damit dein Saunaerlebnis zum wunderschönen Wellness-Ausflug wird.

 

Muss ich in der Sauna nackt sein?

In Deutschland herrscht tatsächlich Textilverbot. Ein Schild an der Eingangstür des Saunabereichs weist stets darauf hin, dass es sich um eine FKK-Zone handelt. Saunagäste sollen laut dem Deutschen Saunabund auf Kleidung verzichten, da der Schweiß so am besten abfließen kann.

Wer sich komplett entblößt aber unwohl fühlt, kann sich in den meisten Fällen auch mit einem Handtuch bedecken. Dann solltest du aber auf jeden Fall darauf achten, dass du ein zweites Handtuch mitnimmst, um es unter dich zu legen.

 

Was brauche ich für den Saunabesuch?

Ganz wichtig ist ein großes Handtuch, um die Holzbänke in der Sauna vor Schweiß zu schützen. Zum Duschen zwischen den Saunagängen und zum Abschluss benötigst du ein zweites Handtuch. Zudem kannst du es dir mit einem kuscheligen Bademantel in den Ruhephasen gemütlich machen. Badelatschen sind zum Schutz vor Fußpilz ebenfalls ein Must-have für den Saunabesuch.

 

Wie viele Saunagänge sind normal?

Das kommt darauf an: Nach dem Sport reicht ein Saunagang, um die Muskeln zu entspannen. Für einen Wellness-Abend in der Sauna kannst du bis zu drei Gänge einplanen. Alles darüber hat keinen weiteren gesundheitlichen Effekt.

 

Wie lange sollte ein Saunagang dauern?

Sauna-Anfänger sollten mit fünf Minuten starten. Wenn du dich an die hohen Temperaturen gewöhnt hast, kannst du bis zu 15 Minuten in der Sauna bleiben. Achte darauf, wie dein Kreislauf die Hitze verträgt.

 

Wo sitze ich am besten?

Saunen sind üblicher Weise in drei verschiedene Stufen aufgeteilt. Wenn du zum ersten Mal in der Sauna bist, setzt du dich am besten auf die unterste Bank, denn dort ist es am kühlsten. Die mittlere Bank ist für geübte Saunagänger. Auf der höchsten Bank sitzen höchstens die Profis, deren Körper die extremen Temperaturen aushält, denn dort wird es sehr heiß.

 

Soll ich an die frische Luft?

Da sich der Körper durch die extreme Hitze auf bis zu zwei Grad erhöhen kann, ist es wichtig, die Temperatur nach dem Saunagang wieder zu senken. Frische Luft ist als erste Maßnahme optimal, um den Körper abzukühlen und mit Sauerstoff zu versorgen. Dafür reichen schon wenige Minuten aus. Erst danach solltest du dich abduschen.

 

Wie dusche ich richtig nach dem Saunieren?

Zum gezielten Duschen verwendest du am besten einen Schlauch oder eine Handbrause. Wichtig: Beginne an den Extremitäten. Zunächst duschst du die Beine ab, dann die Arme dann erst kommen Rücken, Bauch, Kopf und Brustbereich dran. Immer daran denken vom Herzen weg zu beginnen, dadurch wird die Körpertemperatur langsam herunter reguliert.

 

Muss ich mich nach der Sauna ausruhen?

Ja, auf jeden Fall! Der Körper muss bei Temperaturen von bis zu 90 Grad Höchstleistungen erbringen. Daher ist es wichtig, dass du ihm ausreichend Ruhephasen zwischen den einzelnen Saunagängen lässt. Plane zwischen den einzelnen Gängen mindestens eine halbe Stunde zum Ausruhen ein.

 

Welche Sauna-Arten gibt es?

Es gibt verschiedene Saunen, die jeweils auf unterschiedlicheTypen und Bedürfnisse abgestimmt sind:

  • Finnische Sauna: Der Klassiker unter den Saunen ist Saunagängern mit ein wenig Erfahrung zu empfehlen. Bei Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad und geringer Luftfeuchtigkeit kommt der Körper bei dieser Sauna-Variante gehörig ins Schwitzen.
  • Bio-Sauna: Die Bio-Sauna ist perfekt, wenn du zum ersten Mal in die Sauna gehst. Mit Temperaturen um die 60 Grad ist sie eine schonende Variante für Einsteiger.
  • Dampfbad: Ein Dampfbad hat mit circa 50 Grad deutlich niedrigere Temperaturen, aber dafür herrscht hier sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Der heiße Wasserdampf lässt die Temperatur höher erscheinen. Ein Besuch im Dampfbad ist eine absolute Wohltat für die Atemwege.
 

Warum gibt es Aufgüsse in der Sauna?

Ob Birke, Eukalyptus, Melisse oder Orange - es gibt eine unendlich große Vielfalt an Aufgussvarianten, die über die Steine des Saunaofens gegossen werden können. Durch das Verdampfen des Wassers steigt die Temperatur in der Sauna an und der Körper beginnt noch stärker zu schwitzen. Der angenehme Duft der ätherischen Öle betört dabei die Sinne. 

 

Was bewirkt das Auspeitschen mit Birkenzweigen?

Kein Witz: In Finnland ist es üblich, einen Birkenquast mit in die Sauna zu nehmen und sich damit auszupeitschen. Das hat mit Sadomaso allerdings nichts zu tun. Das Peitschen soll nur sanft erfolgen. Dadurch kannst du den Körper massieren und die Durchblutung steigern. Hier wird, wie beim Abduschen, mit den Extremitäten begonnen. Dann kommen Rücken, Bauch und Brust dran.

 

Wann darf ich nicht in die Sauna?

In folgenden Fällen solltest du auf Saunagänge verzichten:

  • Bei Erkältungen und Grippe: Saunabesuche sind zwar super, um einer Erkältung vorzubeugen, wenn es dich aber erwischt hat, solltest du deinen Körper nicht den hohen Temperaturen aussetzen.
  • In der Schwangerschaft: Schwangere Frauen, die die hohen Temperaturen nicht gewohnt sind, sollten die ersten drei Monate auf Saunagänge verzichten.
  • Bei Schwindel: Wer unter häufigen Schwindelanfällen leidet, sollte nicht in die Sauna gehen. Die Temperaturschwankungen sind zu belastend.
  • Bei akuten Asthma- und Rheumabeschwerden: Wer unter Rheuma und Asthma leidet, darf in akuten Phasen nicht in die Sauna.
  • Bei Herz-Kreislauf-Problemen: Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen dürfen sich nicht den heißen Temperaturen aussetzen. Bei leichten Beschwerden sollte vorher mit einem Arzt gesprochen werden. 
  • Bei Entzündungen und Nierenleiden: Bei Entzündungen der Organe sind Saunabesuche absolut tabu - besonders bei Nierenleiden, da das Organ extrem belastet wird.

Wenn du keine dieser gesundheitlichen Probleme hat, kannst du unbedenklich ordentlich ins Schwitzen kommen.

Mit unseren Tipps bist du auf jeden Fall perfekt vorbereitet. Wir hoffen dein erster Saunabesuch wird wunderbar entspannend.

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