Ayurvedische Detox-KurKitchari: So lecker geht Fasten auf ayurvedische Art

Kitchari ist bisschen wie Milchreis – nur herzhaft. Mit diesem Schlemmer-Rezept soll man entgiften können? Fasten war nie so einfach wie mit dem indischen Detox-Tag!

Inhalt
  1. Ayurvedisch fasten – so funktioniert’s
  2. Die Zutaten und Zubereitung von Kitchari
  3. 5 positive Wirkungen von Kitchari

Bei Kitchari gilt: Schlemmen erlaubt! Und das obwohl es sich dabei eigentlich um ein Gericht aus der Fastenzeit handelt. Im Ayurvedischen ist es auch unter dem Namen Khichdi bekannt. Es besteht hauptsächlich aus Basmatireis, Mungbohnen und Gewürzen und nimmt beim Kochen eine sämige Konsistenz an.

In vielen Teilen Sri Lankas und Indien gilt das Rezept als absolutes Soulfood. Doch anders als bei Schlemmergerichten, wie wir sie kennen, tut man mit Kitchari sogar noch etwas Gutes für seine Gesundheit. Tatsächlich kann man den Körper damit sogar entgiften.

 

Ayurvedisch fasten – so funktioniert’s

Anders als beim normalen Fasten darf man bei dieser Detox-Kur durchaus etwas essen – jedoch nur ein Gericht und zwar Kitchari. Die Entgiftung ähnelt also einer Mono-Diät, ist durch die verschiedenen Zutaten jedoch weniger einseitig und versorgt den Körper weiterhin mit Nährstoffen.

Auf dem Speiseplan steht morgens, mittags und abends Kitchari, dazwischen sollte viel getrunken werden. Am besten eignet sich lauwarmes Wasser. Im Ayurvedischen werden möglichst alle Speisen und Getränke warm genossen. Dadurch muss der Körper die Nahrung nicht erst auf die eigene Temperatur erwärmen und wird entlastet.

Auch im Japanischen besteht eine Heilkur daraus, über den Tag verteilt warmes Wasser zu trinken – welche Vorteile die einfache Veränderung mit sich bringt, haben wir hier erklärt.

Wie lange man die Kur macht, bleibt einem selbst überlassen. Dabei sollte man auf seinen eigenen Körper hören. Zwischendurch kann bereits ein Detox-Tag, an dem man nur Kitchari isst, beim Entschlacken helfen.

 

Die Zutaten und Zubereitung von Kitchari

Kitchari, auch Khichdi genannt, ist ein ayurvedisches Gericht zum Fasten.
Kitchari, auch Khichdi genannt, ist ein ayurvedisches Gericht zum Fasten.
Foto: iStock

Die Grundzutaten jedes Kitcharis sind Basmatireis und Mungbohnen. Je nach Geschmack kann man leichte Gemüsesorten hinzugeben. Um die Verdauung zu entlasten, empfiehlt es sich jedoch, anfangs beim Ursprungsgericht zu bleiben und erst nach und nach weiteres Gemüse hinzuzugeben. Wer Lust auf Abwechslung hat oder Heißhunger verspürt, kann auch eine Prise Zimt hinzugeben.

Zutaten:

  • 100g geschälte Mungbohnen
  • 100g Reis
  • Heißes Wasser nach Bedarf
  • 3 EL Butterschmalz oder Ghee
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Senfsamen
  • 1 Msp. Krukumapulver
  • Salz nach Bedarf
  • 1 frische Chili
  • 3cm frische Ingwerwurzel
  • 6 Stängel Koriandergrün

Zubereitung:

  1. Reis und Mungbohnen in kaltem Wasser waschen. 30 Minuten einweichen lassen, dann abgießen.
  2. Ghee in einem großen Topf erwärmen, Kreuzkümmel- und Senfsamen dazugeben, bis die Senfsamen platzen.
  3. Reis und Mungbohnen unterrühren, mit Kurkuma und Salz würzen.
  4. Mit heißem Wasser begießen, so dass die Reis-Bohnen-Mischung gut bedeckt ist.
  5. Aufkochen lassen und dabei rühren, bis eine cremige Masse entsteht. Bei Bedarf Wasser nachkippen.
  6. Abdecken und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
  7. Chili waschen, längs halbieren, Samen entfernen. Ingwerwurzel schälen und hacken. Koriander waschen. Nach Geschmack auf den fertigen Kitchari geben.
 

5 positive Wirkungen von Kitchari

 

  • Die Verdauung freut sich

Kitchari ist sehr leicht zu verdauen. Dadurch werden Magen und Darm entlastet und können zur Ruhe kommen. Wer mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hat, könnte es mit einem Kitchari-Tag versuchen.

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  • Die Kur entgiftet

Beim Fasten soll der Körper entgiften. Schlacken, die sich im Körper angesammelt haben, sollen ausgespült werden, wodurch den Organen mehr Energie zur Verfügung steht. Man kann sich den Fastentag als Neustart für den Körper vorstellen. Auch nach einer Krankheit wird Kitchari als ayurvedisches Heilmittel eingesetzt, um wieder zu Kräften zu kommen.

  • Der Bauch wird flacher

Durch den Entgiftungsprozess können die Verdauungsorgane besser arbeiten. Zum einen hilft Kitchari, Schäden in der Darmwand zu heilen. Zum anderen werden durch die „guten“ Darmbakterien gefüttert, was wiederum das Immunsystem stärkt und beim Abnehmen hilft. Positive Sofortwirkung: Der Bauch wird bereits nach einem Tag flacher, da Luftansammlungen verschwinden.

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  • Die Haut strahlt dank Anti-Aging-Effekt

Es gibt acht essentielle Aminosäuren, die der Körper braucht, aber im Gegensatz zu anderen nicht alleine herstellen kann. Sie alle sind in Kitchari durch die Kombination von Reis und Mungbohnen enthalten. Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen, die wiederum die Basis für die Hormone, Enzyme, Knochen und den Zellaufbau bilden. Ein Mangel an Aminosäuren kann sich zum Beispiel durch Verdauungsprobleme, aber auch schlechte Haut bemerkbar machen. Wer jedoch täglich alle essentiellen Aminosäuren zu sich nimmt, kann die Zellerneuerung unterstützen und damit dem Alterungsprozess entgegenwirken.

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  • Du bist leistungsfähiger

Die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Aminosäuren sorgt zudem dafür, dass du dich trotz Fastenzeit leistungsfähig und energiegeladen fühlst. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen bleiben bei dieser Detox-Kur aus.

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