WohlfühlenAyurveda-Rezepte: 7 alltagstaugliche Ernährungstipps der indischen Heilkunde

Ayurveda-Rezepte sind aufwendig? Diese nicht! Man muss nicht sein ganzes Leben auf den Kopf stellen, um seinem Körper etwas Gutes zu tun. 7 Ernährungstipps plus Rezepte, die die Heilkunde alltagstauglich machen.

Inhalt
  1. „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel“
  2. So profitierst du im Alltag von der ayurvedischen Gesundheitslehre
  3. 3 Ayurveda-Rezepte zum Genießen

 

Worauf vertraut man oft am meisten? Auf alte Hausmittel unserer Groß- und Urgroßeltern, die über Generationen erprobt und weitergetragen wurden. So sieht es auch mit Ayurveda aus: Die Lebens- und Heilkunde wurde sogar über Jahrtausende im Indischen Raum übertragen.

 

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel“

Ayurveda bezieht sich auf das ganze Leben und zielt darauf ab, dass Körper und Seele stets im Gleichgewicht stehen. Eine besondere Rolle spielt dabei natürlich die Ernährung.  „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel“, lautet ein Leitgedanke der Lehre.

Psychische Gesundheit: 7 Tipps, um deiner Seele etwas Gutes zu tun

Wie der Name schon verrät, ist die Heilkunde besonders beliebt, um Krankheiten jeglicher Art vorzubeugen oder zu lindern. Wer nach Ayurveda lebt, soll seinen Körper vor Allergien, Stress, sogar Autoimmunerkrankungen schützen können. Hier findest du mehr Infos zur Ayurveda-Diät: Die ganzheitliche Ernährungsumstellung.

Dass man über die Ernährung viel für den Körper und das Wohlbefinden tun kann, ist bekannt. Aber dafür das Ganze Leben umkrempeln? Das wollen die wenigsten – und muss man auch gar nicht. Schon ein paar kleine Tricks im Alltag können helfen, der Gesundheit jeden Tag etwas Gutes zu tun.

Aus diesem Grund hat Fit Reisen nun ein Buch veröffentlicht, in dem ayurvedische Köche von Resorts weltweit ihre Geheimrezepte verraten. Darin zeigen sie, dass Ayurveda nicht kompliziert sein muss – und wie jeder sich die ferne Lebensform nachhause holt.

 

So profitierst du im Alltag von der ayurvedischen Gesundheitslehre

  • Iss nie so viel, dass du dich unangenehm voll fühlst. Lerne dein Sättigungsgefühl zu erkennen.
  • Halte zwischen jeder Mahlzeit eine Fastenzeit von vier Stunden ein.
  • Höre auf deinen Körper: Iss nur, wenn du wirklich Hunger verspürst.
  • Nimm dir Raum und Zeit zum Essen. Man sollte nie gehetzt essen oder wenn man sich aufgewühlt fühlt.
  • Wie immer gilt auch im Ayurvedischen: Nimm hauptsächlich frische Zutaten zu dir.
  • Im Ayurveda setzt man auf warme Speisen und warmes Wasser - auch schon zum Frühstück. Beides unterstützt den Stoffwechsel, der Körper muss keine Energie aufwenden, um Dinge auf Körpertemperatur zu erwärmen. Morgens warmes Wasser trinken: Darum ist Wasser auf leeren Magen gesund
  • Lecker muss es sein! Eine Grundregel in der Ernährungslehre: Jede Mahlzeit sollte im Gleichgewicht aller sechs Geschmacksrichtungen – süß, salzig, sauer, bitter, scharf und herb – stehen.

Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht! Vielmehr lernt man im Ayurveda auch, Zutaten und Geschmäcker wieder gezielter wahrzunehmen. Wir zeigen dir drei ayurvedische Rezepte aus dem Buch, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

 

3 Ayurveda-Rezepte zum Genießen

Frühstücksbällchen aus gewürztem Reis

Auch das Frühstück wird in der ayurvedischen Heillehre meist warm genossen
Auch das Frühstück wird in der ayurvedischen Heillehre meist warm genossen
Foto: PR: Fit Reisen

Zutaten:

  • 80g Grieß
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Ghee
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1/2 TL Senfsaat
  • 1/2 TL Bockshornklee
  • 1 frische grüne Chilischote
  • 6 Curryblätter
  • 15 Cashewnüsse 
  • Salz, Koriandergrün zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Eine beschichtete Pfanne erwärmen, Grieß unter Rühren bei leichter Hitze rösten, beiseitestellen. Zwiebel abziehen, fein hacken. 
  2. Ghee und Öl in der Pfanne erwärmen, Senfsaat und Bckshornklee 2 Minuten rösten, bis die Senfsaat aufplatzt. Curryblätter und Chili mit Grieß unterrühen, alles salzen, 150ml heißes Wasser angießen, einmal aufwallen lasssen, bei leichter Hitze mehrere Minuten gar köcheln. Bei Bedarf abtropfen lassen. Cashewnüsse hacken, unterrühren.
  3. Zum Servieren in Förmchen füllen und stürzen.

In fernen Ländern wird oftmals bereits zum Frühstück eine warme Speise zusichgenommen. Wer es lieber etwas klassischer und süß mag, kann auch warmen Porridge versuchen. Auf dem Frühstückstisch: Porridge - gesunder Start in den Tag!

Curry mit roten Linsen im Kokos-Limetten-Sud

Dieses Rezept zeigt, wie schnell sich Ayurveda in den Alltag integrieren lässt. Das Curry ist im Nu zubereitet!
Dieses Rezept zeigt, wie schnell sich Ayurveda in den Alltag integrieren lässt. Das Curry ist im Nu zubereitet!
Foto: PR: Fit Reisen

Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2-3 Stängel Curryblätter
  • 100g rote Linsen
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 600ml Kokosmilch
  • 1-2 Limetten
  • Salz

Zubereitung:

  1. Schalotte und Knoblauchzehe abziehen, fein hacken. Pflanzenöl in einem Topf erwähnen. Schalotten - und Knoblauchstückchen darin mehrere Minuten glasig dünsten. Curryblätter abzupfen, einige zur Dekoration beiseitelegen, Rest mehrere Minutengoldbraun garen.
  2. Linsen kalt abbrausen, mit den restlichen Gewürzen und Kokosmilch einmal aufwallen lassen, dann etwa 12 Minuten weich garen. Limetten pressen, unterrühren, mit Salz würzen.
  3. Zum Servieren auf Teller geben und mit Curryblättern garniert warm servieren.

Nach einem langen Arbeitstag ist dieses Gericht genau das Richtige: Es braucht nicht einmal 30 Minuten, dann ist es fertig, sättigt und schenkt ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch.

Khichdi

Ayurveda kann so lecker sein. Khichdi ist die indische Variante unseres Milchreises.
Ayurveda kann so lecker sein. Khichdi ist die indische Variante von unserem Milchreis.
Foto: iStock

Zutaten:

  • 100g geschälte Mungbohnen
  • 100g Reis
  • 100g grüne Bohnen
  • 3 EL Butterschmalz oder Ghee
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Senfsamen
  • 1 Msp. Krukumapulver
  • 2 Tomaten
  • Salz
  • 1 frische, grüne Chili
  • 3cm frische Ingwerwurzel
  • 6 Stängel Koriandergrün

Zubereitung:

  1. Reis und Mungbohnen in kaltem Wasser wasche, 30 Minuten einweichen, abgießen. Bohnen putzen, fein schneiden. Ghee in einem großen Topf erwärmen, Kreuzkümmel- und Senfsamen erhitzen, bis die Senfsamen platzen. Reis, Mungbohnen und grüne Bohnen unterrühren, mit Kurkuma und Salz würzen. Heißes Wasser angießen, dass die Reis-Bohnen-Mischung gut bedeckt ist. Einmal aufkochen lassen.
  2. Abgedeckt bei leichter Hitze etwa 20 Minuten weich köcheln, zwischendurch bei Bedarf portionsweise Wasser angießen. Bei Bedarf nachsalzen. Tomaten halbieren, entkernen, fein würfeln. Chili waschen, längs halbieren, Samen für weniger Schärfe entfernen, fein hacken. Ingwerwurzel schälen, reiben, Koriandergrün kalt abbrausen, Blättchen abzupfen.
  3. Zum Servieren auf tiefe Teller verteilen, mit Ingwerwurzel bestreuen, mit Korianderblättchen garnieren.

Das Gericht darf auf keinen Fall fehlen. Khichdi ist das beliebteste Reisgericht Indiens, wo es als Wohlfühlessen gilt!

Guten Appetit!

Das Buch "Eine kulinarische Reise - Ayurveda - Feinste Rezepte; Schönste Resorts" von Fit Reisen ist für 19,90 Euro erhältlich.

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